Bad Mergentheim

Aktion der GEW Berufsanfänger sollen besser bezahlt werden

Damit es für „Meer“ reicht

Bad Mergentheim.„Damit es für Meer reicht“ – unter diesem Motto stand die Aktion der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) am Montag im Erdgeschoss des Mittelstandszentrums. Während der Mittagspause sprachen die GEW-Vertreterinnen Sylvia Bambusch, Gudrun Schreiber und Sabine Behrens-Horvath die jungen Lehrkräfte des im Mittelstandszentrum eingerichteten Staatlichen Seminars an. Grund: Nach dem Studium sind die Berufsanfänger „Beamte auf Widerruf“ und werden pünktlich zum Schulende entlassen, um dann im neuen Schuljahr wieder eingestellt zu werden. Da sie als „Beamte auf Widerruf“ keine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung entrichten, zudem ohnehin nicht auf die nötige Beitragzeit kommen, um Leistungen zu erhalten, „stehen sie in den Sommerferien ohne Geld da“, wie Sabine Behrens-Horvath erklärte.

Und das treffe die Junglehrer „teilweise nicht nur einmal, sondern unter Umständen sogar mehrfach“. Etwa dann, wenn sie nach dem Referendariat nicht verbeamtet, sondern als Angestellte für Vertretungen eingestellt werden. Auch dann haben sie nach dem Referendariat nicht genügend Beitragsmonate, um Arbeitslosengeld beantragen zu können. Das will die GEW ändern und warb mit einem Informationsstand um Unterschriften der Berufsanfänger. „Man muss ja wissen, dass der Vorbereitungsdienst eine herausfordernde Zeit ist.

Die jungen Kollegen leisten viel an den ihren Schulen und haben es verdient, auch in den Sommerferien bezahlt zu werden“, wie die GEW-Vertreterinnen deutlich machten. Der Informationsstand war dann neben Infomaterial auch „Meer-mäßig“ mit Urlaubsutensilien bestückt und stieß bei den Berufseinsteigern auf großes Interesse.