Bad Mergentheim

Bürger wollen gewarnt sein

Sascha Bickel zur Absicherung von Treibjagden

Für Gesellschaftsjagden gibt es in Deutschland durch die zuständige Berufsgenossenschaft keine Pflicht zur Absicherung des bejagten Gebietes mittels Hinweisschildern und Absperrbändern. Auch das Stuttgarter Forst- und Landwirtschaftsministerium sieht auf Nachfrage keine Notwendigkeit dies einzufordern.

Viele Bürger wünschen sich allersdings genau das: Absicherungsmaßnahmen auf zentralen Zufahrts-, Wald- und Wanderwegen bei Treibjagden. Dies wird unter anderem bei den vielen Facebook-Kommentaren bezogen auf die jüngste FN-Berichterstattung zum Vorfall in Edelfingen/Löffelstelzen deutlich. Sie wollen nicht plötzlich zusammenzucken, wenn Schüsse durch den Wald hallen, den sie gerade durchqueren, wenn Hunde bellen und plötzlich Jäger aus dem Unterholz hervortreten.

Sie haben absolut recht damit, denn die Sicherheit der Spaziergänger, Wanderer und Mountainbiker muss vorgehen, auch wenn sich laut Ministerium in den vergangenen Jahren keine schwerwiegenden Unfälle bei Treibjagden mit Passanten ereignet haben. Die örtlichen Jagdpächter, die am vergangenen Wochenende ihre Bereiche mit Hinweisschildern bereits am Vorabend der Treibjagd abgesichert haben und somit anders als der Staatliche Forst vorgingen, haben genau das Richtige getan. Sie handelten vorbildlich.

 
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