Bad Mergentheim

Im Deutschordenswald Messe im Freien bot geeigneten Raum / Lieblingsort des Geistlichen

Bewegender Abschied von Pfarrer Meiser

Archivartikel

Stuppach.Aus allen Richtungen strömten die Menschen zum Heilig Kreuz im Stuppacher Deutschordenswald. Bewusst hatte man, um aufgrund der Coronaverordnung vielen Gemeindemitgliedern eine Teilnahme zu ermöglichen, diesen Ort gewählt, um den langjährigen Pfarrer von Stuppach, Rengershausen und Laibach, der 31 Jahre in den Gemeinden als Seelsorger gewirkt hatte, in den Ruhestand zu verabschieden.

Das Heilig Kreuz, das auch Namensgeber der Seelsorgeeinheit ist, verbindet schon von je her die Gläubigen der umliegenden Dörfer und ist auch ein Lieblingsort des scheidenden Pfarrers, den er täglich zu Gebet und Meditation aufsucht.

In der feierlichen Heiligen Messe, die Pfarrer Basilius Meiser im Zeichen des Festes der Kreuzerhöhung feierte, ging er in seiner wie immer theologisch ausgefeilten Predigt auf die Texte aus Lesung und Evangelium ein. Er spannte einen Bogen von den Giftschlangen aus dem Alten Testament, die Gott unter das Volk Israel schickte, zu den Giftschlangen der heutigen Zeit. Auf das Kreuz zu schauen, gebe immer Hoffnung, Zuversicht und halte die Menschen am Leben.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Trachtenkapelle Stuppach umrahmt.

Stellvertretend für alle Pfarrgemeinden bedankte sich Kirchengemeinderats-Vorsitzender Jürgen Schmitt aus Laibach für das segensreiche Wirken von Pfarrer Meiser: „Wir haben Sie als einen charakterstarken, pflichtbewussten, frommen und theologisch sehr gebildeten Menschen kennen und schätzen gelernt und wortgewaltig haben Sie es geschafft, die Gottesdienstbesucher zu berühren, zu fesseln und zum Nachdenken zu bringen.“

Pfarrer Bogdan Stolarczyk hob die gute Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit hervor und bedankte sich für sein priesterliches Wirken in der Sorge um die Menschen in der Gemeinde.

Oberbürgermeister Glatthaar bedankte sich im Namen der Stadt Bad Mergentheim und erinnerte daran, wie sich Pfarrer Meiser kämpferisch und skeptisch gezeigt hatte, als es um die Reise der Stuppacher Madonna nach Dresden und die anschließende Renovierung ging.

Ortsvorsteherin Birgit Teufel ging auf das gute Verhältnis von Gemeinde und Kirche und auf die baulichen Maßnahmen in der Kirchengemeinde Stuppach ein und sprach ihren Dank aus. Sichtlich bewegt verabschiedete sich Pfarrer Meiser von den Gläubigen seiner Gemeinden und spendete ihnen zum Abschluss den Segen Gottes. vbs

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