Bad Mergentheim

Digitales Kennenlernen Schüler und Studenten informierten sich über 74 regionale Ausbildungsbetriebe

Ausbildungsnacht zieht 1200 Besucher an

Archivartikel

Die Veranstalter der ersten digitalen Nacht der Ausbildung sind zufrieden. 1200 Schüler und Studenten besuchten die Website. Firmen berichten bereits von den ersten Bewerbungen.

Main-Tauber-Kreis. Die Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken ziehen eine positive Bilanz. Die Nacht der Ausbildung, 2020 zum ersten Mal digitales Format, zog zirka 1200 unterschiedliche Website-Besucher an.

Die Schüler und Studenten hatten dabei die Gelegenheit, sich über 74 regionale Firmen zu informieren. Und schon davor, seit dem 17. September, konnten sie sich auf der Website www.wj-nda-2020.de über die diversen Ausbildungsbetriebe schlaumachen. Am 1. Oktober fand dann von 17 bis 22 Uhr die „digitale Nacht der Ausbildung“ statt, die von Unternehmen – wenn gewünscht – mit Live-Videotalks und Chatmöglichkeit begleitet wurde. Dieses Angebot wurde rege angenommen.

Im Detail informiert

Die 1200 Besucher betrachteten insgesamt 14 600 Unterseiten, also im Schnitt je zwölf unterschiedliche Seiten auf der Website. Die durchschnittliche Verweildauer von über acht Minuten pro Besucher ist im Online-Bereich vergleichsweise hoch und zeigt, dass sich die Schüler und Studenten auch im Detail mit den Firmen beschäftigt haben.

Lutz Härterich, einer der vier Projektleiter der diesjährigen Veranstaltung, schildert seine Beobachtungen: „Die Seite wurde an diesem Abend insgesamt sehr gut besucht. Bei den Videotalks zeigte sich, dass diese eher von Teilnehmern genutzt wurden, die konkret an den Unternehmen interessiert waren. Bei der Technik waren die Jugendlichen entgegen unserer Erwartung teilweise etwas zögerlich. In Gesprächen mit den Firmen hat sich jedoch das Motto ,Klasse statt Masse’ bestätigt und es konnten intensive Gespräche mit Bewerberinnen und Bewerbern geführt werden.“ Härterich war vor allem positiv überrascht, als ihm Firmen berichteten, dass bereits die ersten Bewerbungen eingegangen seien.

Website bis Ende Oktober online

Projektleiter Patrick Gündisch ergänzt: „Wir wollten auch in diesen besonderen Zeiten eine Möglichkeit für Firmen geben, sich als Arbeitgeber zu präsentieren und waren gespannt, wie das Format von Ausbildungs- und Studieninteressierten aufgenommen wird. Neben der unzähligen ehrenamtlichen Stunden der Wirtschaftsjunioren konnten wir dank der Agentur PSM³, welche die Website technisch betreute, und der Volksbank Schwäbisch Hall, deren Job-Börsen Website das Grundgerüste unserer Seite darstellte, das Projekt überhaupt in diesem Maße umsetzen. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“ Die Website www.wj-nda-2020.de bleibt nun noch bis Ende Oktober online und bietet auch nach der „Nacht der Ausbildung“ den Firmen die Möglichkeit, sich als Arbeitgeber zu präsentieren.

„Projekt wird weiterenetwickelt“

Danach wird das Projektteam der Wirtschaftsjunioren die Erkenntnisse der Veranstaltung für die Planung des nächsten Jahres nutzen. „Firmen, die bisher aufgrund der geografischen Lage an keiner ,Nacht der Ausbildung’ teilnehmen konnten, waren über die digitale Gelegenheit sehr erfreut. Während Unternehmen, welche das bisherige Format genutzt hatten, natürlich die Vorteile der physischen Betriebsbesichtigungen vermisst haben“, führt Projektleiterin Sarah Vogt an. Ihr Kollege Andreas Hoffmann gibt einen Ausblick aufs nächste Jahr: „Wir werden das Konzept nun für das nächste Jahr weiterentwickeln, so dass für beide Seiten ein unter bestehenden politischen Gegebenheiten passendes Angebot entsteht. Wir haben viel dazu gelernt und auch schon die ersten Ideen, wie das Format weiterentwickelt werden könnte.“ pm

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