Bad Mergentheim

Feuerwehreinsatz Greifvogel kommt mit dem Schrecken davon / Zwischen Häusern eingeklemmt

Aus misslicher Lage befreit

Bad Mergentheim.Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte am Samstag Stadtkommandant Andreas Geyer zu leiten. „Von der Leitstelle kam die Nachricht, dass ein Greifvogel zwischen zwei Häusern eingeklemmt wäre“, erzählt er.

Gegen 18 Uhr hatte Khairi Ido bemerkt, dass sich zwischen dem von ihm bewohnten Haus in der Mühlwehrstraße und dem Nachbarhaus ein Greifvogel in eine missliche Lage gebracht hatte. Nach der erfolgreichen Jagd auf eine Taube genügte wohl ein Moment der Unachtsamkeit und er fand sich am Boden in einem schmalen Spalt wieder.

Für die Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen und neun Mann angerückt war, stellte sich die Frage, wie man zu dem Tier gelangen sollte, die sich nach Inaugenscheinnahme der Örtlichkeit schnell von selbst beantwortete: am besten gar nicht. Die einzige Möglichkeit wäre nämlich das Aufstemmen der Hauswand gewesen, was man aber verständlicherweise vermeiden wollte.

Stattdessen versuchte man es sozusagen minimalinvasiv. Von oben lenkte man den Vogel mit einem gezielten Wasserstrahl zur Vorderseite des Gebäudes hin.

Dort wurde mit viel Mühe ein Fallrohr entfernt, damit der Habicht durch diese „hohle Gasse“ kommen könne. Diese Idee erwies sich als eine sehr gute. Kaum war das Rohr entfernt und der Wasserstrahl in Richtung des Greifvogels gelenkt, erschien er, anscheinend sehr erleichtert, und ließ sich problemlos von einem Mitglied der Feuerwehr in einem gepolsterten Karton unterbringen.

Um 19.30 Uhr war der kuriose Einsatz erfolgreich beendet, der Vogel auf dem Weg in die Tierklinik Reichenberg und die Freiwillige Feuerwehr Bad Mergentheim um eine Anekdote reicher.