Bad Mergentheim

Leserbrief Nach Meinung eines Lesers hat ein „Konfiskat-Container“ in Creglingen einen nicht zufriedenstellenden Standort erhalten

An einen gefahrenlosen Platz versetzen

Archivartikel

Nachdem man schon mehrmals über den neuen Standort des „Konfiskat-Containers“ diskutiert hat, der zur Entsorgung sämtlicher Wildabfälle (ASP, Schweinepest) in Archshofen aufgestellt wurde, ist es sehr fragwürdig und nicht zu realisieren.

Bürgermeister Hehn hat im Vorfeld die Problematik nicht richtig eingeschätzt, welchen Gefahrenpotenzial der Konfiskat Container mit sich bringt.

1. Die Zufahrt zum Wildschweinpest Container führt zehn Meter an einem örtlichen Schweinestall vorbei. Beim Auftreten von ASP sowie Schweinepest, bringt das große Probleme mit sich.

2. Der Container liegt im Hochwasserschutzgebiet. Bei Hochwasser kann er nicht angefahren werden.

3. Man sucht vergebens nach einer Person, die auf 400-Euro-Basis die Containerarbeit übernimmt sowie eine Ersatzperson, die bei Urlaub oder Krankheit die Vertretung übernimmt.

4. Probleme gibt es auch für die anfahrenden Jäger.

Sie sollen mit einem geschlossenen Behältnis am vorhandenen Schweinestall vorbeifahren (Ansteckung und Übertragung von Schweinepest). Des Weiteren stelle man sich vor, was für eine Größe dieses Behältnis haben muss, um infizierte Wildschweine zu transportieren.

5. Nicht jeder Jäger besitzt an seinem Auto eine Anhängerkupplung sowie einen Autoanhänger, damit man infizierte Wildschweine problemlos am Schweinestall vorbeifahren kann.

Auch der Ortschaftsrat sowie der zuständig Landwirt, den es betrifft, haben Protest sowie Widerspruch angemeldet. Bürgermeister Hehn, der nicht weitdenkend und die Gefahr nicht richtig einschätzend, erkannt hat, hat es mit einem lapidaren Satz abgetan: Sollte dem Landwirt Schaden entstehen, trägt die Stadt die volle Verantwortung (Basta!).

Ich hinterfrage, muss bei so einem Versprechen nicht der ganze Stadtrat gefragt werden, da die Stadt den Schaden tragen muss und nicht der Bürgermeister? Um diese Missstände (Gefahr) abzuwenden, muss man an die Öffentlichkeit gehen und die dafür zuständigen Ämter „wachrütteln“. Es ist das Veterinäramt Mergentheim, das Landratsamt Tauberbischofsheim sowie Landwirtschaftsminister Dr. Haug. Sie tragen in dieser Sache die volle Verantwortung. Sie müssen sich mit Bürgermeister Hehn zusammensetzen, um einen neuen und sicheren Stellplatz zu finden.

Mein Alternativvorschlag wäre, diesen Container mit einem Kran an einen gefahrenlosen Platz zu versetzen und zwar zentral in Creglingen zum Beispiel in der Nähe der Kläranlage oder in der Nähe des städtischen Bauhofs, wo die Container für Wildabfälle schon vorher standen. Dort wäre Personal vorhanden und die Aufsicht wäre gewährleistet und somit der Kostenfaktor von 400 Euro eingespart.

Ich hoffe, die zuständigen Ämter finden einen gefahrenlosen Standort, bevor die Seuche Afrikanische Schweinepest auftritt.

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