Bad Mergentheim

EPE Bad Mergentheim Schüler arbeiteten während Pandemie in Einrichtungen für Senioren / Prüfung an interaktiver Puppe

Altenpfleger erhielten wohlverdiente Zeugnisse

Bad Mergentheim.Nach anstrengenden Wochen und Monaten der Pandemie kamen die Absolventen der Berufsfachschule für Altenpflege der Beruflichen Schule für Ernährung, Pflege und Erziehung in Bad Mergentheim zusammen, um ihre wohlverdienten Zeugnisse zu erhalten. Dabei wurde corona-bedingt auf eine größere Feier verzichtet.

Schulleiterin Anke Mund eröffnete die Abschlussfeier mit einer kurzen Ansprache. Darin verriet sie den Absolventen ihr Glücksrezept. So sei Glück, „wenn Berufung und Beruf in eins fallen“. Sie machte darauf aufmerksam, dass es gerade in der Altenpflege um Berufung gehe und auch darum, anderen Glück zu schenken. Weiterhin sprach sie die besondere Lebens- und Lernsituation der Schüler der systemrelevanten Berufsgruppe in diesem Jahr an. So mussten die Auszubildenden neben dem Homeschooling auch in den Einrichtungen der Altenhilfe arbeiten, um „unsere Gesellschaft grundlegend am Laufen zu halten“. Die Schulleiterin bedankte sich weiterhin bei den Lehrern sowie der Abteilungsleiterin Martina Schmalbach für ihren Einsatz in dieser ungewöhnlichen Zeit. Am Ende machte Mund den Schülern Mut, ihren Beruf als Berufung zu sehen und anderen Menschen Glück zu schenken. Auf die besondere Situation in diesem Jahre wies auch die Abteilungsleiterin Martina Schmalbach hin. Gerade nach den Anstrengungen und Schwierigkeiten der letzten Wochen hätten die Absolventen eigentlich eine „bombastische Feier“ verdient. Neben Homeschooling und Arbeit in den Einrichtungen der Altenhilfe sei vor allem die Prüfungssituation sehr besonders gewesen, so Martina Schmalbach. Da die praktische Prüfung nicht in den Alten- und Pflegeheimen stattfinden konnte, mussten die Prüflinge mit der interaktiven Simulationspuppe „Anne“ interagieren und so ihre Fachtauglichkeit unter Beweis stellen. Die Abteilungsleiterin lobte anerkennend die Flexibilität der Schüler. Weiterhin forderte sie die Anwesenden auf, sich in Zukunft berufspolitisch zu engagieren. Nur so erreiche man dauerhaft Verbesserungen und nicht nur „das Klatschen vom Balkon“. Auch appellierte sie an die frischgebackenen Pflegekräfte, die eigenen Ausbildungserfahrungen nicht zu vergessen und neuen Auszubildenden beiseite zu stehen.

Die Klassenlehrerin der 3BFA3, Anke Müller, schloss sich den Glückwünschen von Martina Schmalbach an und überreichte gemeinsam mit der Schulleiterin Anke Mund den 17 Altenpflegern ihre Urkunden und Zeugnisse. Mit einem Bambuszweig und einem Wunsch für die Zukunft verabschiedete sich Anke Müller von ihren Absolventen.

Nach diesem für alle Beteiligten wohl wichtigsten Programmpunkt richtete Angelika Kaplan, die Klassensprecherin der 3BFA3, das Wort an die Anwesenden. Eindringlich machte sie deutlich, dass die Mitschüler stolz und selbstbewusst in die Zukunft gehen sollten: „Ihr seid wer, lasst euch nichts anderes erzählen!“ Es liege in der Hand des Einzelnen, einen Arbeitsplatz zu finden, der angemessene Arbeitsbedingungen biete. Mit einem kleinen Film ließen die Anwesenden anschließend die letzten drei Jahre noch einmal Revue passieren. Zum Abschluss bedankten sich die Absolventen bei ihren Lehrern mit kleinen Präsenten. So klang die kleine Feier festlich aus.

Am nächsten Tag erhielten die 19 Altenpflegehelfer durch die Klassenlehrerin Ursula Hennig und die Abteilungsleiterin Martina Schmalbach ihre Zeugnisse und Urkunden. Auch bei den Absolventen der 1BFAHT und 3BFA1 waren der Unterricht, die Prüfungsvorbereitung und die Prüfung selbst eine große Herausforderung, die aber dank des Engagements aller Beteiligten gelang. So konnten die 19 staatlich anerkannten Altenpflegehelfer im kleinen Rahmen voller Stolz ihre Urkunden entgegennehmen.

Absolventen der 1BFAHT, 3BFA1 und 3BFA2 (Staatlich anerkannte Altenpflegehelfer): Rosetta Schwarz (Mobile Dienste Main-Tauber; Belobigung), Maximilian Griebel (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim), Isabell Lohse (Haus St. Wendelin, Assamstadt), Florenta Rama (Phönix Seniorenzentrum Schönblick), Armando Rivero Durand (Johann-Benedikt-Bembé-Stift, Bad Mergentheim), Jutta Theobald (Sozialstation Tauberbischofsheim), Dijana Topic (Arbeiter-Samariter-Bund), Mira Ulshöfer (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim), Lukas Baran (Johann-Benedikt-Bembé-Stift, Bad Mergentheim), Lisa Fabisch (Emma-Weizsäcker-Haus, Creglingen), Julia Jedroschik (Johannes-Brenz-Haus, Blaufelden), Verena Kik (Lotte-Gerok-Haus, Lauda-Königshofen), Jessica Lez (Johann-Benedikt-Bembé-Stift, Bad Mergentheim), Samira Metkamberi (Johannes-Brenz-Haus, Blaufelden), Alemitu Schmitt (Johannes-Sichart-Haus, Tauberbischofsheim), Dorjee Sherpa (Carolinum, Bad Mergentheim), Tea Sichinava (Johannes-Sichart-Haus, Tauberbischofsheim), Dana Tahkakiha (Haus Heimberg, Tauberbischofsheim), Ann-Kathrin Weber (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim)

Absolventen der 3BFA3 (Staatlich anerkannte Altenpfleger): Preise: Serah Feranmi Adewumi (Haus am Sonnenberg, Igersheim), Olga Heinrich (Hospital zum Heiligen Geist, Bad Mergentheim), Angelika Kaplan (Caritas-Sozialstation St. Totnan, Würzburg). Belobigung: Valentina Petrich (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim). Philipp Ehrmann (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim), Martin Ernert (Johannes-Brenz-Haus, Blaufelden), Ingrid Förderer (Phönix Seniorenzentrum Schönblick), Adrienn Macsan Kinyone (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim), Stefanie Kirschke (Eduard-Mörike-Haus, Bad Mergentheim), Emanuele Marino (Emma-Weizsäcker-Haus, Creglingen), Lara Neumann (Adam-Rauscher-Haus, Tauberbischofsheim), Lucas Fabio Neumeister (Johann-Bernhard-Mayer-Haus, Lauda-Königshofen), Marina Patmalniece (Haus Sonnenblick, Bad Mergentheim), Azra Pavicic (Phönix Seniorenzentrum Schönblick), Enes Perviz (Haus am Sonnenberg, Igersheim), Antje Riemer (Hospital zum Heiligen Geist, Bad Mergentheim), Tatjana Schäfer (Haus Sonnenblick, Bad Mergentheim). Die Absolventen freuen sich über ihre Leistung. epe

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