Bad Mergentheim

Zwischen Wachbacher und Seegartenstraße Leerstand wird beseitigt / Neubau ist geplant

Abriss des ehemaligen Kauflands beginnt

Vor einem Jahr wurde bekannt, dass der riesige Leerstand des ehemaligen Kaufland-Areals ein Ende haben soll. Aktuell sind die Abrissarbeiten in vollem Gange; zunächst im Inneren der Gebäude.

Bad Mergentheim. Rund 6000 Quadratmeter Fläche umfasst das Gelände zwischen der Wachbacher und der Seegartenstraße sowie dem Mittleren Graben. Im Erdgeschoss-Bereich sind ein Quartiersladen (Kleinsortimenter mit Drogerieartikeln), ein Angebot von Physiotherapie/Fußpflege oder vielleicht eine Facharztpraxis vorgesehen. In den Obergeschossen sind unter anderem seniorengerechtes Wohnen, Tagespflege, eine Demenz-Wohngemeinschaft und ein Zentrum für Intensivpflege angedacht. Doch zunächst steht der Abriss des ehemaligen Kaufland-Areals samt Parkgarage an, dann der Neubau eines geplanten Wohn- und Geschäftshauses.

Im Herbst 2016 hatte das Einkaufszentrum nach nur 15 Jahren alle seine Mieter verloren – Kaufland (früher Handelshof), KiK und auch Deichmann sowie einige kleinere Läden. Seitdem herrscht dort ein großer Leerstand; und das Parkhaus verfällt.

Wie unsere Zeitung vor einem Jahr bereits berichtete, hatte die Berliner Immobiliengesellschaft „Berlinovo“ ihr Objekt weiterverkauft, an die KRE – Krakat Real Estate Group – mit Sitz in Bamberg. Rechtsanwalt Christian Löhr von der KRE Asset-Management GmbH & Co. KG sagte damals der Redaktion: „Wir planen den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses. Das entspricht dem Bedarf des Standorts nach Analyse des Umfelds am besten.“ Für den Beginn der Baumaßnahmen wurde das Frühjahr 2020 anvisiert.

Ende September vergangenen Jahres fasste der Gemeinderat den Entwurfsbeschluss für den Bebauungsplan „Quartier Seegartenstraße/Wachbacher Straße“. Das Quartier, in dem das ehemalige Kaufland liegt, soll auch nach dem Willen der Stadt und der Bürgervertreter neu belebt werden.

Fragen der Redaktion

Bereits Ende Januar 2019 äußerte sich Rechtsanwalt Christian Löhr von der KRE Asset-Management GmbH & Co. KG zu Fragen der Redaktion hinsichtlich des geplanten Neubaus. Damals erklärte Löhr für den neuen Eigentümer, die KRE – Krakat Real Estate Group: „Wir planen den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses. Bei einer Gesamtgrundstücksgröße von rund 6000 Quadratmetern werden wir seniorengerechtes Wohnen (so genanntes ’assisted living’), einschließlich betreuter Wohngruppen für die Nutzer mit Demenzerkrankung und Bewohner mit Intensivpflegebedarf errichten. Selbstverständlich werden wir auch dem Bedarf vor Ort an der Errichtung von Wohnungen für den allgemeinen Wohnungsmarkt gerecht. Wir planen mit einer Summe der Mietfläche von insgesamt zirka 7000 Quadratmetern.“

Die Substanz und den Zuschnitt der ehemals gewerblich durch einen Einzelhändler genutzten Fläche wolle man „nicht folgeverwenden und müsse das Bestandsgebäude entfernen“, sagte Löhr damals schon und führte weiter aus, dass nach dem Abriss die Neubau-Maßnahmen ab Frühjahr 2020 geplant seien und die Fertigstellung für Ende Herbst 2021 angepeilt werde.

„Eingeschaltet sind von unserer Seite (Investor) a) als Projektentwickler Dr. Harald Gerlach/ Pettstadt und b) als Architekt Peter Giessegi/Haßfurt, die seit langem mit uns, der KRE-Group, bei verschiedenen Projekten in intensiver Kooperation stehen“, so Löhr 2019.

In einem kurzen Telefonat bestätigte Löhr dieser Tage das geplante „einheitliche Bauvorhaben“ mit einer Tagespflegeeinrichtung, betreutem Wohnen und einem Nahversorger mit rund 200 Quadratmetern Fläche, ähnlich einem Tante-Emma-Laden, sowie zudem möglicherweise einer Arztpraxis. Zu aktuellen Zeitplänen und dem Umfang aller Investitionen teilte er bis zum gestrigen Freitagnachmittag nichts mehr mit.

Zum Thema