Bad Mergentheim

Verwaltungsausschusss tagte Kosten der Weihnachtsbeleuchtung in der Diskussion / Vollzeitstelle im Sachgebiet "Veranstaltungsmanagement und Sport"

Über 3000 Euro mehr für Licht-Schmuck

Zwei Tagesordnungspunkte hatten die Ratsmitglieder bei der jüngsten Verwaltungsausschuss-Sitzung zu behandeln. Eine Debatte entspann sich beim Thema Weihnachtsbeleuchtung.

Bad Mergentheim. Die Stadtkasse informierte in einem umfassenden und zahlenmäßig detailliert ausgearbeiteten Bericht die Ausschussmitglieder über die Kosten der Weihnachtsbeleuchtung 2016/2017 und die Entwicklung der Ausgaben und Einnahmen der Jahre 2012/2013 bis 2016/2017.

Dabei wurde deutlich, dass sich die Gesamtkosten seit 2012/2013 nur wenig verändert haben. So betrugen die Kosten im Jahr 2012/2013 52 805,45 Euro, im Jahr 2016/2017 52 859,42 Euro. Nach Abzug der Beiträge Dritter, Stadtwerk und City Gemeinschaft, verbleiben bei der Stadt 2016/2017 Kosten in Höhe von 42 614,96 Euro. Ein Vergleich mit dem Vorjahr 2015/2016 zeigt hierbei eine Erhöhung um 3396,24 Euro. Der größte Kostenfaktor ist, wie in all den vergangenen Jahren, das Personal mit Kosten von rund 34 000 Euro. Mit den genannten Kosten wurden 2016/2017 zirka 1400 Meter Girlanden gebunden und angebracht.

Zudem hat die Stadt die Brunnen geschmückt und ausgestaltet. Wie Stadtrat Hariolf Scherer in seinem Redebeitrag deutlich machte, dürfe eine solch schöne, mit eigenem, natürlichem Tannenreisig versehene Weichnachtsbeleuchtung "auch etwas kosten". Eine Bitte hatte er an die Verantwortlichen der Weihnachtsbeleuchtung: so wäre es nach seiner Ansicht, falls machbar, wünschenswert, in Zukunft kleinere Weihnachtsbäume aufzustellen. Dies könnte die Bestückung mit Leuchtmitteln erheblich erleichtern und kostengünstiger machen.

Stadtrat Josef Wülk bemängelte bei der Kostenaufstellung eine Aussage über die Kosten der einzelnen Stadtteile. Eine solche sei, so Stadtrat Scherer, sehr zeitaufwändig und damit auch wieder ein Kostenfaktor.

Ein gutes Beispiel von ehrenamtlichen Engagement in Sachen Weihnachtsbeleuchtung stellte Stadtrat Andreas Lehr mit Hinweis auf den Tourismusverein Markelsheim vor. So kümmere sich dieser Verein, neben zahlreichen anderen weihnachtlichen Aktivitäten, auch um die Weihnachtsdekoration und -beleuchtung in Markelsheim.

Wiederbesetzung "dringend"

Als nächster Tagesordnungspunkt wurde dem Verwaltungsausschuss eine Beschlussvorlage des Sachgebiets Personalmanagement präsentiert. Hier ging es um die Wiederbesetzung der Vollzeitstelle im Sachgebiet "Veranstaltungsmanagement und Sport". Ein Grundsatzbeschluss und die Stellenausschreibung standen zur Diskussion.

Grund dieser Vorlage war der Umstand, dass die einzige vollbeschäftigte Mitarbeiterin im Sachgebiet "Veranstaltungsmanagement und Sport" ab 31. August eine andere Stelle antreten wird.

Nach Auffassung der Verwaltung ist die Wiederbesetzung dieser Stelle im Interesse einer geordneten Arbeit im Fachbereich "Kultur- und Tourismusamt" und der mit diesem Aufgabenbereich verbundenen großen öffentlichen Wirkung dringend geboten. Die Anstellung ist unbefristet und wird nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TvöD) mit einem Entgelt nach Entgeltgruppe 9 bewertet.

Die Haupttätigkeiten bestehen aus der Organisation, Durchführung und Nachbereitung von regelmäßigen Veranstaltungen (u.a. Stadtfest, Volksfest, Weihnachtsmarkt), der Erstellung neuer Veranstaltungskonzepte, der Betreuung des Ticketsystems " reservix", Akquise und Organisation von Großveranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit den kulturell aktiven Vereinigungen und Institutionen.

Wahl im September

Die Wahl soll, nach Auswahl der Bewerber durch eine mit Mitgliedern der Gemeinderatsfraktion besetzten Auswahlkommison, durch den Verwaltungsausschuss am 21. September erfolgen.

Nachdem seitens der Ausschussmitglieder keine Einwände gegen das Verfahrensprozedere geltend gemacht wurden, konnte OB Udo Glatthaar, sichtlich zufrieden, einen einstimmigen Beschluss und gleichzeitg das Ende der öffentlichen Sitzung, verkünden.