Bad Mergentheim

Gemeinderat Ergänzung der Begründung zum Planentwurf

61 Hektar für Nutzung der Windkraft

Bad Mergentheim.Seit über acht langen Jahren sucht die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bad Mergentheim-Igersheim-Assamstadt eine Konzentrationszone für die Nutzung der Windkraft. Hauptsächlich in der Kurstadt gab es dazu unzählige Debatten, Besprechungen und mehrere Bürgerversammlungen. Der Mergentheimer Gemeinderat segnete nun einstimmig Ergänzungen der Begründung zum Planentwurf ab, so dass die VG wohl im Sommer die öffentliche Auslegung des Planentwurfs beschließen kann.

Nach ausgiebiger Suche, vielen Gutachten und Abwägungen ist nur noch der Nordteil der Potenzialfläche 2 zwischen Althausen, Dainbach und Bobstadt mit insgesamt 61 Hektar übrig. Thomas Tuschhoff (Grüne) kritisierte die restriktive Planung und sagte, dass er die Begrenzung der Nabenhöhe möglicher Windkraftanlagen auf 150 Meter als nicht mehr zeitgemäß erachte. Auch das Regierungspräsidium regt laut Ratsvorlage an, die genannte Höhenbegrenzung zu überdenken. Die Stadtverwaltung verweist dagegen in ihrer Stellungnahme unter anderem auf die gewünschte optische Homogenität mit den direkt angrenzenden Windkraftanlagen auf Gemarkung Boxberg-Bobstadt, deren Nabenhöhe bis 149 Meter reiche. Andreas Lehr (CDU) betonte seinerseits, dass das lange und ausführliche Verfahren letztlich auch die Akzeptanz in der Bevölkerung fördern sollte. Ein neuer Antrag von Tuschhoff, die Nabenhöhe auf 160 Meter festzulegen, wurde von ihm nicht gestellt, weil er bereits im Bauausschuss keine Mehrheit bekam.

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