Bad Mergentheim

Duale Hochschule Baden-Württemberg, Campus Bad Mergentheim „Strategische Entwicklungen Richtung Internationalisierung und Digitalisierung sind erfolgreich“

539 Studenten im Online-Modus

Archivartikel

539 Studenten zählt der Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg aktuell. Einen coronabedingten Einbruch gab es nicht.

Ba Mergentheim.„Die Entwicklungen am Campus Bad Mergentheim waren sehr gut. Mit den Themen Internationalisierung und Digitalisierung waren wir auf einem klaren Wachstumskurs. Die Pandemie wird dieses Wachstum deutlich verlangsamen, aber wir sind uns nach wie vor sicher, dass wir strategisch gut aufgestellt sind und wir auch weiterhin ein wichtiger Partner für die Entwicklung von zukünftigen Fach- und Führungskräften in und für die Region sein werden“, sagt Professor Dr. Seon-Su Kim, der Campus-Leiter der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Redaktion wollte von ihm ebenso wissen, wie sich die Zahl der Studierenden entwickelt hat. „Am Campus in Bad Mergentheim studieren zurzeit 539 Studenten. Ihr Studium gestartet haben 189 Erstsemester. Damit bleibt die Zahl der Studierenden das dritte Jahr in Folge stabil, was trotz Corona und angesichts der allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen bemerkenswert ist“, teilt die DHBW-Pressestelle mit.

Der Campus Bad Mergentheim ist dabei weiterhin im Wesentlichen ein regionaler „Nahversorger“ mit Blick auf die Herkunft der Studenten, hat aber auch schon immer einen beachtlichen Anteil von Studierenden, die aus dem ganzen Bundesgebiet kommen.

In der Kurstadt unterrichtet werden Betriebswirtschaftlehre (BWL), darunter BWL-International Business, BWL-Gesundheitsmanagement und BWL-Digital Business Management, sowie Wirtschaftsingenieurwesen und Angewandte Informatik.

BWL-Digital Business Management und Angewandte Informatik kamen zuletzt hinzu.

Am stärksten nachgefragt sind BWL-International Business und Wirtschaftsingenieurwesen. Beide Studiengänge werden laut DHBW „insbesondere von global tätigen Unternehmen weiterhin stark nachgefragt“. Der anhaltende Trend der Digitalisierung bei den Prozessen, Produkten und Services der Unternehmen führe aber auch zu einer wachsenden Nachfrage im Bereich der Informatik.

„Bislang keine konkreten Fälle“

„Die grundsätzliche Lage am Standort Bad Mergentheim ist positiv“, heißt es von den DHBW-Verantwortlichen. Und weiter: „Die strategischen Entwicklungen in Richtung Internationalisierung und Digitalisierung sind erfolgreich. Der Umgang mit der Pandemie birgt weiterhin einige Herausforderungen. Umso mehr sind wir froh, dass die Gesundheitslage am Campus sehr gut ist – wir haben bislang keine konkreten Fälle. Der Schutz der Gesundheit steht steht für uns an oberster Stelle. Daher wird das Wintersemester mit digitalen Vorlesungen fortgesetzt und die Mitarbeiter befinden sich, dort wo möglich, im Home-Office.“

Welche Entwicklungen sind am Campus schon absehbar und was ist Neues in Vorbereitung? Dazu erklärt Alexandra Weidner vom Bereich Hochschulkommunikation: „Nach der Förderzusage des Wirtschaftsministeriums von Baden-Württemberg nimmt das KI-Lab (Forschung zur Künstlichen Intelligenz) seit ein paar Monaten die Arbeit auf: Der Fokus liegt dabei auf virtuellen Assistenzsystemen, so genannten Voice-Bots, an denen die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz erprobt werden. Als Pilot gibt es demnächst einen Corona-Bot, der am Telefon Informationen und Fragen rund zu Corona am Campus beantworten kann.“

Weidner teilt zudem mit: „In Zukunft werden wir uns in den Studiengängen sicherlich noch mehr mit den Themen Nachhaltigkeit, Diversity und Digitalisierung beschäftigen. Ebenso möchten unter dem Stichwort Wissenstransfer zukünftig einen größeren Beitrag für die Gesellschaft und die Region leisten und unser Wissen beziehungsweise unsere Kompetenzen auch Unternehmen und der interessierten Öffentlichkeiten anbieten.“

Große Herausforderung

Ein Studium unter Corona-Bedingungen und unter den neuesten Vorgaben – wie läuft so etwas ab? Dazu sagt Weidner: „Nach dem Sommer war das Semester ein hybrides, bei dem digitale Lehre mit Präsenzlehrveranstaltungen kombiniert wurde. Mit der neuesten Verordnung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg wurden alle Präsenzveranstaltungen, bis auf unbedingt notwendige Laborübungen und Prüfungen, wieder ins digitale verlegt. Während die Umstellung im Sommersemester noch eine große Herausforderung darstellte, ist dies aktuell etwas weniger der Fall. Die Lehrbeauftragten, Mitarbeiter und Studierenden waren bereits auf diesen Fall vorbereitet, viele der Studiengänge haben bereits vorher ihre Kurse digital abgehalten.“

Aktuell verfügt der Campus Bad Mergentheim über 16 Professoren, davon ein Campus-Leiter und sieben Professoren die die Funktion der Studiengangsleitung innehaben. Zusätzlich arbeiten 39 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit am Campus der Kurstadt.

Zuletzt wurde Prof. Dr. Carsten Müller (im Januar) als Professor an den DHBW-Campus Bad Mergentheim berufen, nachdem er davor bereits seit einigen Jahren als Lehrbeauftragter tätig war. Im Mai kam noch Prof. Dr. Eva Maria Boder hinzu. Seit Oktober ist sie Studiengangsleiterin im Bereich BWL-International Business.

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