Assamstadt

Auszeichnung Familie Leuser erhält Nabu-Förderpreis

Umstellung auf biologische Landwirtschaft

Assamstadt/Nürnberg.Mit insgesamt 230 000 Euro unterstützt der Nabu sieben Betriebe dabei, von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Nun erhielten vier Betriebe aus Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg auf der Messe „Biofach“ in Nürnberg den Nabu-Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“. Unter den Preisträgern ist auch der Betrieb von Berthold und Matthias Leuser, Leuser GbR, aus Assamstadt mit Mutterkuhhaltung und Bio-Masthähnchenstall (Naturland).

„Wir freuen uns über jeden Betrieb, der seinen Beitrag dazu leistet, artenreiche und lebendige Lebensräume zu erhalten. Der Anbau nach Bio-Kriterien wirkt sich zudem positiv auf Böden und die Qualität unserer Gewässer aus. Doch die Umstellung ist für viele Landwirte ein finanzieller Kraftakt. Deshalb haben wir 2015 den Förderpreis ‚Gemeinsam Boden gut machen‘ ins Leben gerufen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Hilfe für bislang 70 Betriebe

Ziel ist es, Landwirte bei der herausfordernden Umstellung zu unterstützen – etwa wenn Investitionen in neue Maschinen oder tierfreundlichere Ställe anstehen. Oder wenn sie in der zweijährigen Umstellungsphase bereits nach Bio-Kriterien wirtschaften, aber noch keine Bio-Preise erzielen.

Seit 2015 hat der Nabu über 1,4 Millionen Euro an rund 70 Betriebe ausgeschüttet. Diese bewirtschaften nun 13 266 Hektar ökologisch – eine Fläche fast so groß wie das Stadtgebiet Bonns. Insgesamt haben sich bislang 300 Betriebe um eine Förderung beworben. Schirmherrin des Projektes ist seit 2018 Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Auch der Biolebensmittelhändler Alnatura unterstützt den Förderpreis seit vielen Jahren.

Auch 2021 greift der Nabu Betrieben bei der Umstellung finanziell unter die Arme. Landwirte können sich noch bis 31. Juli bewerben, sofern sie ihren gesamten Betrieb auf Bio umstellen, sich einem Bio-Anbauverband anschließen und für mindestens fünf Jahre ökologisch produzieren.

30 Prozent Flächenzuwachs

Bewerben können sich zudem Bio-Betriebe, die einen neuen Zweig aufbauen möchten, der mindestens 30 Prozent Flächenzuwachs ausmacht. Gefördert werden Betriebe, die sich besonders stark für die Natur engagieren.