Assamstadt

Feierliche Einweihung Der Rundweg hat eine Länge von etwa 2,2 Kilometern / Förderung durch das „Leader“-Projekt

Naturerlebnispfad erfährt hohe Akzeptanz

Archivartikel

Assamstadt.Bei Kaiserwetter wurde am Sonntagnachmittag in einer kleinen Feierstunde der Assamstadter Naturerlebnispfad offiziell eingeweiht. Die erste Station mit dem Klettergerüst neben dem Schlackohrenpilz bot hierzu den passenden Rahmen.

Der Rundweg hat eine Länge von etwa 2,2 Kilometer. Ob zum Klettern, Entdecken oder Balancieren, ob „Scheu wie ein Reh“, „Flink wie ein Wiesel“ oder „Schlau wie ein Fuchs“ – unter solch spielerischen Namen werden an acht Stationen Kinder zum Mitmachen aufgerufen. Für Werbezwecke und zur Orientierung gibt es einen Flyer und eine eigene Internetseite.

Die Idee, eine Art „Trimm-Dich-“oder „Waldlehrpfad“ zu errichten, gab es bereits bei der Vereinsgründung 2012, erinnerte Andreas Sturm bei der Begrüßung. Ab 2014 wurde der Konzeptentwurf erstellt und 2016 begann die „Leader“-Projektphase, die sehr viel Schreibtischarbeit mit sich brachte. Zwischen 2016 und 2017 wurde außerdem die Konzeption feiner ausgearbeitet und beispielsweise die Texte für die Schilder an den einzelnen Stationen verfasst, erläuterte der Leiter der Projektgruppe „Junge Erwachsene & Familien“ im Heimat- und Kulturverein.

Zudem galt es, die Grundstücksituationen zu klären, bevor ab 2018 endlich angepackt wurde: In 18 Arbeitseinsätzen wurden alle Stationen errichtet. Im Juni 2019 wurde noch das Ferienprogramm in das Langzeitprojekt mit eingebunden, indem die Kinder Nistkästen für das Insektenhotel anfertigen durften. Schließlich dauerte es bis Mitte des Jahres, bis alles fertiggestellt und auch noch die letzten Wegeschildchen angebracht waren.

Einerseits gab es vielfach unbürokratische Hilfen. Andererseits arbeiteten unterschiedlichste Vereine zusammen, um ein solches Großprojekt zu stemmen. Wie das in seiner Gemeinde läuft, davon zeigte sich Bürgermeister Joachim Döffinger fasziniert. „Ich bin stolz auf euch und die vielen ehrenamtlichen Stunden, die ihr geleistet habt“, sagte der Schultes. Der Naturerlebnispfad sei nicht nur ein Mehrwert für alle Assamstadter, sondern auch ein überregionales Aushängeschild.

Der Naturerlebnispfad wurde zwar teilweise via „Leader“ mit EU-Mitteln bewerkstelligt, aber ohne weitere Helfer wäre es nicht gegangen, sagte Andreas Sturm – und dankte im Anschluss der Edgar-und-Helene-Ansmann-Stiftung, dem Sägewerk Nied, dem Bayern-Fanclub und dem Assamstadter Bauhof für die Unterstützung. Und schlussendlich geht es nicht ohne den ehrenamtlichen Einsatz: 250 Arbeitsstunden vor Ort seien geleistet worden, ohne Konzeptfindung, Planung und dergleichen zu berücksichtigen, wusste Projektleiter Sturm.

„Die Natur erleben wir jeden Tag, aber um die Natur bewusst wahrzunehmen, kann so ein Pfad helfen – und dafür gebe ich gerne meinen Segen“, sagte Pfarrer Trudpert Kern, bevor er seine Segensworte sprach. Gemeinsam wurde ein „Vater unser“ gebetet.

Dass sich die viele Arbeit schon jetzt gelohnt hat, darüber waren sich an diesem Tag alle Verantwortlichen einig. „Ich werde häufig auf den Pfad angesprochen und habe schon viele lobende Worte aus der Bevölkerung erhalten“, meinte etwa Andreas Sturm. Außerdem sehe er schon an den Flyern, die wöchentlich nachgelegt werden müssten, dass der Pfad sehr gut angenommen werde. Und wie um den Worten Nachdruck zu verleihen, fanden sich noch während der kurzen Einweihungsfeier immer wieder einzelne Familien mit Kindern zum Klettern und Verweilen an der Station „Klettern wie ein Eichhörnchen“ ein.