Assamstadt

Frauenfasnacht Stimmungswogen schlugen bei der katholischen Frauengemeinschaft in der Asmundhalle hoch

Närrische Kreuzfahrt auf der „MS Assamstadt“

Die Stimmungswogen schlugen hoch bei der Frauenfasnacht in Assamstadt. Das Traumschiff nahm Kurs auf einen närrischen Abend.

Assamstadt. Ein ausverkaufter Assamstadter Kulturtempel, ausschließlich bestens gelaunte Passagiere, Kapitäne, Piraten, Matrosen und bunte Fische, kombiniert mit einer hochmotivierten Besatzung auf dem Traumschiff „MS Assamstadt“: Die Vorzeichen für einen närrische Kreuzfahrtabend der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) hätten nicht besser sein können. Trotz des herannahenden Sturmtiefs „Sabine“ hatte die Vorsitzende Thea Hammel zusammen mit ihrem Frauenfasnachts-Organisationsteam ein Programm auf die Beine gestellt, in dem sich ein Glanzlicht an das andere reihte.

Mitreißende Show

Mitreißende Gardetänze, eine buntes Animationsprogramm an Bord, akrobatische Turneinlagen und originelle Büttenreden waren ganz nach dem Geschmack der einfallsreich kostümierten Kreuzfahrer, denen die Assamstadter Musikanten unter der Leitung von Roman Stauch vom Start weg kräftig einheizten.

Die beiden routinierten Moderatorinnen Nicole Hernadi und Bettina Schmierer führten die närrische Schar aus der gesamten Region zielsicher von einem Ankerplatz zum nächsten und zu den schönsten Orten der Welt. Ohne großes Begrüßungsprotokoll ging es sofort nach dem Einzug des Organisationsteams in die Vollen.

Die Schülerinnen der 5. Klasse lockten die unternehmungslustige Frauenschar mit ihrer Tanzeinlage in den afrikanischen Dschungel. Dann konnten sich Nicole Scherer und Tamara Schlenkhoff nicht auf das richtige Stück Kuchen im nagelneuen „Nahkauf“ einigen. Eine wahre Augenweide war der Showtanz der 16 topfitten Mädchen der Phönix-Garde des TSV Krautheim, bevor die waschechten „Schlackohren“ Yvonne und Christina Leuser erklärten, welche Ausstrahlung eine selbstbewusste „Sexbombe“ haben sollte.

Tolle Animation

Nicht fehlen darf auf einem Kreuzfahrtschiff natürlich auch ein gut eingeübtes Animationsteam und da ließ sich die Reederei „kfd“ nicht lumpen. In zwei Abschnitten traten Sarah Connor (Andrea Deißler) mit ihrem verschnupften Mann (Heidi Hammel) und die strahlende Helene Fischer (Cordula Deißler) unter dem funkelnden Sternenhimmel ins Rampenlicht der zum Schiffsdeck umdekorierten Bühne der Asmundhalle. Den geschickt eingebauten Begrüßungsteil nutzen die Moderatorinnen für ein Filmmelodien-Ratespiel, in dem Bürgermeisterstellvertreterin Silvia Geißler und Pfarrer Bernhard Metz antraten. Am Ende der Fragerunde gab es ein salomonisches Urteil und zwei Sieger.

Die Kreuzfahrt durch die närrischen Wogen ging mit der Jazztanzgruppe aus Gommersdorf weiter. Der farbenprächtige Auftritt dieses Quintetts aus dem Jagsttal leitete zum akrobatischen Höhepunkt des Programms über. Mit waghalsigen Personenpyramiden, Salti, Überschlägen und Hechtrollen, sorgten die Piraten-Purzlerinnen für ein hochklassiges turnerisches Spektakel. Den Extraapplaus hatten sich die Akteurinnen und die Trainer Anna-Lena Weiland und Eva Hügel redlich verdient.

Knisternde Spannung herrschte beim anschließenden Hörspiel „Rosenmontag in Assamstadt“. Minutiös schilderten die beiden ehemaligen Prinzessinnen Bianca Hügel und Theresa Ansmann die Vorbereitungen des größten Gaudiwurms der Region inklusive der „dramatischen“ Zwischenfälle. Sogar die „echte Polizei“ und ein ortsfremder LKW-Fahrer wurden kurzerhand in das Umzugsprogramm integriert.

Danach ging es Schlag auf Schlag mit den „Sternschnuppen“ (Uli Freudenberger und Julia Rothengaß) in der Rolle des Ehepaares „Hubertine und Heinrich“, der Angeltouristin Sylvia Deißler und dem abschließenden Tanz der Prinzengarde der Assamstadter „Schlackohren“, in den heimatlichen Hafen zurück.

Erlös wird gespendet

Der Reinerlös der wunderschönen Kreuzfahrt kommt einem guten Zweck zu Gute: Die beiden aus Assamstadt stammenden Comboni Patres Konrad und Trudbert Tremmel in Nigeria und Schwester Ulrike Nied in Argentinien können das Geld für ihre missionarische Arbeit gut gebrauchen.

Die katholischen Frauengemeinschaft zeigte ihren Gästen einmal mehr, dass nicht nur die drei noch kommenden Prunksitzungen der Fasnachtsgesellschaft „Schlackohren“ am Samstag 15., Samstag 22., und Sonntag, 23. Februar und der große Rosenmontagsumzug am 24. Februar einen Besuch lohnen. pal