Assamstadt

Segen in die Häuser gebracht Vor der Dreikönigsaktion feierten die Aktiven in Assamstadt einen festlichen Gottesdienst / 6700 Euro für die gute Sache gesammelt

Großartiger Einsatz der Sternsinger wird belohnt

Archivartikel

Assamstadt.In einem festlichen Gottesdienst wurden die Sternsinger von Pfarrer Kern ausgesendet. 41 Assamstadter Kinder und Jugendliche waren dann am Dreikönigstag unterwegs, um den Segen in die Häuser zu bringen. Unter dem Motto „Frieden – im Libanon und weltweit“ sammelten die Sternsinger dieses Jahr für Kinder im Libanon.

In dem kleinen Land leben Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen zusammen. Doch der Friede ist auch 30 Jahre nach dem Bürgerkrieg im Libanon noch sehr zerbrechlich, es gibt viele soziale Probleme. Zudem leben rund eine Million syrische Flüchtlinge im Libanon, was eine riesige Herausforderung für das Land darstellt. Viele Kinder haben traumatische Erfahrungen hinter sich.

In vielen Projekten der Sternsinger lernen Kinder, wie ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Kultur und Religion gelingen kann. Die Nachmittagsbetreuung der Caritas, wo Kinder verschiedener Kulturen und Religionen in geschützter, friedlicher Atmosphäre miteinander lernen und spielen, ist eines dieser Projekte.

Zusätzlich wird den vielen Flüchtlingskindern aus Syrien im Libanon der Schulbesuch ermöglicht. Die meisten Eltern der Flüchtlingskinder haben kein Einkommen und leben oft ohne Strom und fließendes Wasser. Sie können ihre Kinder weder ausreichend ernähren, noch für den Schulbesuch sorgen. In den Zentren, die vom gesammelten Geld der Sternsinger unterstützt werden, bekommen Kinder Unterricht und Freizeitangebote, aber auch warme Mahlzeiten und ein Stück Normalität im Alltag. Sozialarbeiter und Psychologen kümmern sich um traumatisierte Kinder. Doch Friede und Gerechtigkeit müssen auch im heutigen Alltag täglich neu geschaffen werden. Als kleine symbolische Geste der Assamstadter Sternsinger wird ein sehr großer Teil der Süßigkeiten, die sie in den Häusern erhielten, an den Tafelladen in Bad Mergentheim weitergegeben.