Aschaffenburg

Erfolgreiche Fahndung 23-jährige Tatverdächtige festgenommen / Kind dem Jugendamt übergeben

Zwölfjähriger an Einbruch in ein Wohnhaus beteiligt

Archivartikel

Kleinostheim.Einbrecher haben aus Freitag aus einem Wohnhaus Schmuck im Wert von mehreren hundert Euro entwendet. Die mutmaßlichen Täter nahm die Polizei im Rahmen der Fahndung vorläufig fest. Es handelt sich um eine 23-Jährige und um einen erst zwölfjährigen Jungen, in einem verwandtschaftlichen Verhältnis stehend.

Die Frau sitzt inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Das tatverdächtige Kind wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut des Jugendamtes gegeben und in einer Jugendeinrichtung untergebracht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg am Dienstag in einer Presseerklärung mitteilten.

Der Einbruch ereignete sich am Freitag zwischen 9.30 und 10.30 Uhr. Die Täter waren durch ein Erdgeschoss-Fenster in das Wohnhaus in der Hörsteiner Straße eingedrungen, bevor sie sich im Inneren auf die Suche nach Beute machten. Sie entwendeten Schmuckstücke im Gesamtwert von etwa 500 Euro und flüchteten in zunächst unbekannte Richtung.

Zeugenhinweise

Bei einer Nachbarschaftsbefragung erhielt die Aschaffenburger Polizei Hinweise auf zwei verdächtige Personen, die im Bereich des Tatort-Anwesens gesehen worden sind.

Im Rahmen sofort eingeleiteten Fahndung wurden am Kleinostheimer Bahnhof die beiden Tatverdächtigen entdeckt, auf die die Täterbeschreibungen zutrafen. Die 23-Jährige Frau und der erst zwölfjährige Junge haben in Deutschland keinen festen Wohnsitz.

Beide sind bereits in der Vergangenheit wegen Einbruchdiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten.

In einem Mülleimer am Bahnhof entdeckten die Beamten in der Folge die entwendeten Schmuckstücke, die aus dem Einbruch in der Hörsteiner Straße stammen.

Offenbar war das Diebesgut dort kurz vor Eintreffen der Polizei „entsorgt“ worden. Bei den Tatverdächtigen stellten die Polizisten zudem Einbruchswerkzeuge und andere Beweismittel sicher. Darüber hinaus wurde der Fluchtweg vom Tatort in der Hörsteiner Straße zum Kleinostheimer Bahnhof durch den Einsatz von Personensuchhunden des Polizeipräsidiums Mittelfranken verifiziert, die eigens für diesen Zweck angefordert worden waren.

Beide Festgenommenen wurden zur Dienststelle gebracht. Die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernahm in der Folge die Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg. Die beschuldigte Frau wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts des Wohnungseinbruchdiebstahls an. Die 23-Jährige wurde nach der Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.