Ahorn

100 Jahre FC Eubigheim In einem Einlagespiel der U 19-Bundesligisten trifft am Samstag, 13. Juli, um 13.30 Uhr die TSG Hoffenheim auf den 1. FC Köln / Ein Anruf von Gretl Rückert beim Bruder genügte

Stars von morgen im Bauland zu bestaunen

Ein besonderes Präsent bereitet sich der FC Eubigheim zum 100. Geburtstag. Am Samstag, 13. Juli, treffen um 13.30 Uhr die U 19-Teams der TSG Hoffenheim und des 1. FC Köln aufeinander.

Eubigheim. Ob Geißbock Hennes kommt, ist ungewiss, ebenso, wie der genaue Spielerkader aussieht. Gewiss ist jedoch, dass das Badnerlied gesungen wird, wenn die U 19-Bundesliga-Mannschaften der TSG 1899 Hoffenheim und des 1. FC Köln aufeinandertreffen. Den Verantwortlichen des Sportprogramms für die Jubiläumsfeierlichkeiten des FC Frankonia Eubigheim, Carsten Kistner, Klaus Rotter und Benjamin Wörner, ist es gelungen, mit diesen Vertretern aus den Bundesligen Süd und West erfolgreiche Nachwuchskicker ins Bauland zu holen.

„Wir hätten uns dieses Highlight am Samstag nicht erträumen können“, freut sich Kistner. In den zwei Jahren Planung kristallisierte sich heraus, dass man Mitglieder und Fußballbegeisterte aus der Region zum 100. Geburtstag mit etwas Besonderem beschenken wolle. Ein anfangs geplantes Turnier ließ sich nur sehr schwer umsetzen – da kam der Zufall zu Hilfe. Denn Kistner, auch bei den „Boachscheißern“ eine Faschingsgröße, brachte das „Boachscheißerheftle“ zu Gretl Rückert, der Schwester des Präsidenten der TSG Hoffenheim, und plauderte ein bisschen aus dem Nähkästenchen.

Rückert wiederum rief tags darauf ihren „kleinen Bruder“ Peter Hofmann an und machte ihm den 100. Geburtstag schmackhaft. Große Überzeugungsarbeit musste sie dabei nicht leisten, bestehen doch viele gewachsene verwand- und freundschaftliche Bande zwischen Bauland und Kraichgau – schon lange, bevor die TSG erstklassig spielte.

Die Jugendmannschaften besuchten öfter die Spiele, viele besitzen Dauerkarten, zu Hoffenheim besteht eine tiefe Verbundenheit, nicht zuletzt durch die räumliche Nähe. Dennoch ist es maßgeblich Gretl Rückerts Verdienst, dass die TSG-Junioren am Samstag in ihrer „zweiten Heimat“ auflaufen werden. Fahne, Trikot und Schal liegen schon bei ihr bereit, und wie es sich für einen leidenschaftlichen Fan gehört, schmücken auch ansonsten zahlreiche blau-weiße Fähnchen Balkon und Blumenkästen. Selbst die Meisen bekommen ihre Liebe zum Heimatverein zu spüren, hängt doch der Meisenknödel verführerisch am blau-weißen Hoffenheim-Vogelhäuschen.

Selbstredend, dass sie immer „up to date“ ist. „Ich habe eine App, ich muss schließlich auf dem Laufenden sein“, so Rückert enthusiastisch. Freudig erzählt sie, deren Vater Werner ebenfalls Präsident war, dass sie schon Dietmar Hopp hat spielen sehen und stolz auf dessen soziales Engagement sei – auch hier in der Region.

Die Liebe zu den Vereinsfarben Blau-Weiß erhielt mit ihrem Umzug ins lila-weiße Eubigheim zarte Konkurrenz. Doch schlagen zwei Herzen in ihrer Brust harmonisch miteinander.

Die TSG, die mit ihrem Nachwuchsleistungszentrum für eine moderne Jugendarbeit steht, hat bereits namhafte Spieler für den Seniorenbereich herausgebracht. Mit dem U21-Nationalspieler Philipp Ochs aus Wertheim und Dennis Geiger aus Mosbach stehen aktuell zwei Kicker aus der Region bei Hoffenheim unter Vertrag. Somit verspricht dieser fußballerische Leckerbissen, dass man den ein oder anderen Spieler aus dieser Talentschmiede nicht nur am Samstag über den grünen Rasen, sondern künftig auch zu den üblichen Bundesligaanstoßzeiten über den Bildschirm sieht.