Ahorn

40 Jahre Ski-Club Schillingstadt Im Rahmen eines festlichen Abends wurde in die Historie des Vereins geblickt / Auftritt von Kabarettist Alois Gescheidle

Mit viel Engagement und Idealismus aktiv

Seit der Gründung des Ski-Clubs Schillingstadt (SCS) sind 40 Jahre vergangen. Grund genug, dieses Jubiläum festlich zu begehen.

Schillingstadt. Ein Grund unter anderem, Erinnerungen wach zu rufen und vor allem jenen zu danken, die bereit waren, diesen Anfang zu wagen. Die elf Gründungsmitglieder hatten 1979 mit viel Engagement und Idealismus begonnen – und überraschend schnell motivierte Mitstreiter gefunden.

Nach zehn Jahren wurde damals eine sehr positive Bilanz gezogen. Man beschloss, ein Fest in einem größeren Rahmen zu feiern. Höhepunkt der drei Festtage war der Auftritt von „Truck Stop.” Zuvor gab es in der Turnhalle ein Festbankett, wobei auch Vertreter des Skiverbandes Schwarzwald Nord, der Skikreise Rhein-Neckar sowie Neckar Odenwald anwesend waren. Alle fanden lobende Worte für die aktiven Vereinstätigkeiten. Vor allem auch im Bereich Rennsport, ausschlaggebend für den Bekanntheitsgrad des SCS.

Die Feier zum 40. Geburtstag fand in der Turnhalle statt. Die Vorsitzende Madeleine Boppel richtete Grußworte an die zahlreichen Besucher. Ihr besonderer Gruß galt den Gründungsmitgliedern, Bürgermeister Elmar Haas sowie Ortsvorsteherin Angelika Gerner. Namentlich benannte sie die Gründungsmitglieder, deren Freude und Spaß am Wintersport für die nachfolgenden Verantwortlichen ansteckende Wirkung zeigte. Mit einer Schweigeminute gedachten die Gäste den beiden verstorbenen Gründungsmitgliedern Gustav Weber und Wolfgang Englert.

Anschließend folgte ein Rückblick auf die Vereinsgeschichte. Dazu präsentierte Florian Schmidt entsprechende Fotos. Auf der Straße zum Eulenberg wurde 1979 der Schlepplift vorgestellt. Mit Rollschuhen ließen sich die Akteure den „Berg” hochziehen. In der Saison 1979/80 wurde er am Skigelände in Betrieb genommen.

Die ersten Vereinsmeisterschaften wurden geplant und der Hang entsprechend vorbereitet. In der Nacht vor dem Rennen hat ein Gegner des SCS auf dem Gelände Stroh verstreut. Helfende Hände nahmen Rechen in die Hand und säuberten die Piste, so dass die Meisterschaften doch noch stattfanden.

Viele weitere Aktivitäten folgten, wie die Bilderserie zeigte. Langlaufmeisterschaften, ein Langlauftag für Jedermann, Fahren bei Flutlicht und anderes. Skifreizeiten sowie Ausfahrten und Ausflüge standen ebenfalls auf dem Programm. Im Ganzen etwas untergegangen (kein Bildmaterial) sind die Kreismeisterschaften des Skikreises Neckar-Odenwald in Wieden im Schwarzwald. Diese wurden gemeinsam mit dem SC Eberbach ausgerichtet. Dabei waren neben den Rennläufern zahlreiche Helfer samt Skibob dort im Einsatz.

Ebenfalls zur erfolgreichen Vereinsgeschichte gehört die damalige Rennmannschaft mit ihren Trainern und Betreuern. Gesellige Veranstaltungen durften nicht fehlen. Dazu gehörten der Stammtisch, gemeinsame Weihnachtsfeiern mit dem Turnverein und andere Festivitäten. Arbeitseinsätze wurden dokumentiert.

Zu den Investitionen gehörten die Anschaffung eines Schleppliftes mit Bügeln sowie ein Stromaggregat. Ein neuer Skibob belastete ebenfalls die Vereinskasse. Dies alles war und ist nur möglich, wenn sich immer Menschen finden und sich für eine Sache engagieren.

Schon seit den Anfangsjahren sind Mitglieder bestrebt, Übungsleiterkurse zu besuchen und ihr Wissen und Können weiter zu geben.Florian Schmidt betonte zum Abschluss, dass der SCS in dieser Sache gut aufgestellt sei.

Nun war der angesagte Kabarettist Alois Gscheidle an der Reihe. Gleich zu Beginn nahm er das Publikum mit ins Geschehen, philosophierte in lustiger Weise über Ereignisse bei zu- oder abnehmendem Mond. Er ließ ein Pendel über die Köpfe von Paaren kreisen, kommentierte das Ganze auf eine Art, dass die Zuschauer Tränen lachten. „I schaff bei der Stadt” hieß seine nächste Nummer, als er kehrenderweise auf die Bühne kam. Witzig seine Feststellung, dass es für Politiker keine Ausbildung gäbe und sie „nix lernen müssten”.

Schwangerschaft und Geburt waren ebenfalls ein Thema. Als Mann vom Roten Kreuz holte er einen Besucher auf die Bühne und demonstrierte mit ihm die stabile Seitenlage. Die Gäste kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Nach der Pause wurden die Lachmuskeln erneut strapaziert. In Frauenkleidung nahm er die Kehrwoche aufs Korn. Er machte auch vor Klatsch über die Nachbarn nicht Halt. Zum Schluss holte er nochmals einen Gast auf die Bühne. Lachen und Applaus begleitete die beiden bei ihrem Auftritt als Sänger bei einer Probe. „Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus” sangen alle gemeinsam. Viel Beifall und Zugabe-Rufe ertönte. Mit einem lustigen Quiz verabschiedete sich Alois Gscheidle von dem Publikum.