Ahorn

Großprojekt Höherer Eigenanteil der Gemeinde bei Sanierung und Umbau der Festhalle in Hohenstadt

Kostenanteil für Kommune steigt

Archivartikel

Ahorn.Bei Umsetzung der Sanierung und des Umbaus der Festhalle in Hohenstadt kommt auf die Gemeinde Ahorn gegebenenfalls ein höherer Eigenanteil an den Gesamtkosten zu als es bislang absehbar und eingeplant war.

Entsprechendes teilte Bürgermeister Elmar Haas in der öffentlichen Ratssitzung am Dienstagabend mit. Einerseits sei der im August bewilligte Förderbetrag für die beabsichtigte Sanierungs- und Umbaumaßnahme aus Mitteln des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) mit fast 294 000 Euro erfreulich hoch. Andererseits habe das Regierungspräsidium aus dem Kommunalen Ausgleichstock per Bescheid im September anstelle der beantragten 200 000 Euro lediglich einen Zuschuss von 90 000 Euro bewilligt.

Dementsprechend steigere sich der Eigenanteil der Gemeinde Ahorn an den veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 700 000 Euro um rund 100 000 Euro auf etwa 300 000 Euro.

Der dereinstige Gemeinderatsbeschluss zur Sanierung und zum Umbau der Festhalle in Hohenstadt wurde unter der Prämisse gefasst, dass bei entsprechenden Gesamtfördermitteln sowohl aus dem ELR-Programm als auch aus dem Kommunalen Ausgleichstock der Kostenanteil für die Gemeinde nur 200 000 Euro betrage. Daher bat Haas in Anbetracht der aktuellen Sach- und Bezuschussungslage das Gremium um eine erneute Beschlussfassung in einer der nächsten Ratssitzungen.

Bei dem Vorhaben ist unter anderem ein barrierefreier Zugang zur Festhalle beabsichtigt. In dem kalkulierten Gesamtvolumen bereits eingerechnet sind darüber hinaus die geschätzten Kosten für einen zweiten Fluchtweg aus der Halle in Form einer seitlichen Fluchttreppe, der die Verwaltung nach Prüfung dreier verschiedener Alternativen den Vorzug geben würde. Aufgrund der Hallengröße halte man einen zweiten Fluchtweg ausgesprochen sinnvoll, wobei im Falle der avisierten Variante die Zustimmung der Kirchengemeinde erforderlich werde, erklärte der Bürgermeister.

Resümierend zog Haas eine sehr erfreuliche Zwischenbilanz hinsichtlich der ELR-Förderkulisse. In diese war die Gemeinde Ahorn unter anderem nach einem im März 2017 unter dem Motto „Ahorn auf nachhaltigen Wegen“ durchgeführten Maßnahmen-Workshop als ELR-Schwerpunktgemeinde über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren aufgenommen worden. Dieses Jahr seien zwölf Anträge mit einem Auftragsvolumen von 510 000 Euro bewilligt worden. Die bisherige Gesamtzuschusssumme belaufe sich auf rund 1,1 Millionen Euro, wobei noch nicht alle der bewilligten Maßnahmen umgesetzt worden seien.

„Es ist viel Arbeit, die wir für die Bürger und für die Entwicklung der Gemeinde leisten, aber nach drei Jahren zeigt sich schon, dass sich der Aufwand absolut gelohnt hat, zumal fast alle gestellten Anträge bewilligt wurden“, unterstrich Haas in einem Fazit. pdw