Ahorn

Ökumenische Frauengruppe Eubigheim Im Rahmen der Hauptversammlung auf das vergangene Jahr zurückgeblickt

„Beispiel, dass es miteinander geht“

Archivartikel

„Im Herbst gibt’s bei Frau sehr viel zu tun, da bleibt wenig Zeit sich auszuruh’n .“ Mit diesem Gedicht eröffnete Esther Dötter die Generalversammlung der ökumenischen Frauengruppe.

Eubigheim. Ihr besonderer Gruß galt Dekan Rüdiger Krauth von der evangelischen Kirchengemeinde, Pfarrer Steffen Kolb von der katholischen Pfarrgemeinde musste sie wegen Terminüberschneidungen entschuldigen.

Nach dem Totengedenken folgte der Tätigkeitsbericht von Elisabeth Englert.

Sie ließ die vergangenen vier Jahre Revue passieren – und so manche Zuhörerin zeigte sich erstaunt, welch umfassendes Repertoire die ökumenische Frauengruppe bot. Dem Jahreszyklus entsprechend, bestehen vom Weltgebetstag, Seniorennachmittag über Maiandacht bis hin zur Adventsfeier in steter Regelmäßigkeit Angebote, die nicht mehr wegzudenken sind und eine Bereicherung darstellen. Hinzu kamen einzelne Aktionen wie etwa Ausflüge oder die Teilnahme an den Präsentationen Eubigheims im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Äußerst wertvoll

Als äußerst wertvoll bezeichnete Englert die Arbeit der beiden Besuchsgruppen, die mit einem kleinen Geschenk im Gepäck bei den kranken und älteren Mitbürgern vorbei schauen, wobei hier die gewidmete Zeit sowie das Gespräch das größte Geschenk darstellten.

Kassiererin Andrea Offner berichtete über die solide finanzielle Basis des Vereins. Durch Birgit Hafner und Elke Friedrich wurde ihr eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt.

Nach der Entlastung des Vorstands lobte Dekan Krauth mit den Worten „Ihr seid ein tolles Beispiel, dass es miteinander geht“ die konstruktive Zusammenarbeit der evangelischen und katholischen Frauen. Nur gemeinsam könnten die großen Herausforderungen „unserer Zeit angegangen werden“, so der Dekan überzeugt, der sich selbst als „Ökumene-Fan“ bezeichnete. Als Beispiel nannte er den Schutz des Sonntags.

Marlies Dehoust berichtete über die indischen Patenkinder des Vereins. Inzwischen werde bereits das dritte Mädchen auf dem Weg zu einem dem Abitur vergleichbaren Schulabschluss unterstützt. Durch regen Briefkontakt wisse man, dass die Hilfe ankomme, für was genau sie verwendet werde und überdies seien die Mädchen durchweg stolz, so viele Patinnen zu haben.

Abschließend leitete Englert zum „Mitarbeiterinnen-Karussell“ über, da etliche Gruppen neu besetzt wurden. Sämtliche Angebote werden in Form von Projekten organisiert, die es den Verantwortlichen erlauben, den Fokus nur auf ihr eigenes Projekt zu legen. Hierdurch wird der Aufwand, im Gegensatz zur klassischen Vorstandsarbeit, reduziert, da sie für weitere Veranstaltungen nicht in Anspruch genommen werden. Mit persönlichen Worten verabschiedete sie die beiden Gründungsmitglieder Marlies Dehoust und Christiane Haas, die seit Beginn der ökumenischen Zusammenarbeit den Weltgebetstag organisierten und Kultur, Lieder und Gebete rund um den Globus präsentierten.

Heidi Bauer, Esther Dötter, Annika Dötter und Esther Wrana werden künftig den Weltgebetstag vorbereiten. Gerlinde Rudoletzky, die nicht nur durch ihre Dekorationen, Bilder und Faschingsbeiträge bestach, organisierte regelmäßig Ausflüge, mit Vorliebe in die nähere Umgebung ganz nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen . . .“ Sie öffnete mit der Auswahl ihrer Ziele die Augen für die Schätze und Kleinode der Region, ob in Creglingen, Öhringen oder Erbach, um nur einige beispielhaft zu nennen.

Der Seniorennachmittag als publikumsträchtige Veranstaltung wurde ebenfalls von Beginn an von Esther Dötter und Elke Friedrich mit Herzblut und Ideenreichtum durchgeführt. Beide wollen nun kürzertreten und dieses Projekt in andere Hände legen. Ihr Mix aus Information, geistlichem Impuls, Unterhaltung und Geselligkeit wurde von ihren Gästen stets geschätzt. Ob Reiseberichte, Tipps zur altersgerechten Ernährung oder Bewegung, ob aktuelle Themen wie der Schutz der Bienen, ihre Auswahl garantierte stets hohe Besucherzahlen.

Zur Freude aller wurden hierfür Angelika Berger, Martina Dünzl, Martina Gabel, Jutta Hafner, Andrea Hefner und Petra Offner gewonnen. Diese Vielfalt an Talenten und neuen Impulsen garantiert, dass der Seniorennachmittag weiterhin ein Highlight im Veranstaltungskalender Eubigheims bleibt.

Ute Adelmann und Heike Gehrig standen dem Adventsteam mit ihrem Erfahrungsschatz zur Seite und wurden nun ebenfalls verabschiedet. Die neue Gruppe besteht aus Christiane Haas, Jutta Hafner und Elke Uhrig. Im Besuchsdienst der evangelischen Frauen beendete Annelore Binder nach vielen Jahren ihr caritatives Engagement. Erfreulicherweise wird Heidi Brandstetter diesen wertvollen Dienst am Nächsten fortführen. Einzig beim Projekt Maiandacht gab es keine Änderungen. Dieses wird weiterhin von Elisabeth Englert, Birgit Hafner, Maria Heim und Andrea Stein fortgeführt.

13 Neuzugänge

Maria Heim zeigte sich in ihren Schlussworten glücklich, dass durch die vielen Verantwortlichen, die sich hier ehrenamtlich einbringen, die Ökumene, die Geselligkeit sowie der generationsübergreifende Dialog gepflegt werden und sie verwies auf die Mitgliederwerbung, aufgrund derer bislang 13 Neuzugänge die Gemeinschaft verstärken und unterstützen.

Mit dem Ausblick auf die Adventsfeier am Barbaratag (4. Dezember) schloss die Versammlung.