Ahorn

Grotte beim Kindergarten Kleinod in Eubigheim erstrahlt in neuem Glanz

Aus Dornröschenschlaf geholt

Archivartikel

Die Grotte beim katholischen Kindergarten in Eubigheim ist zu einem echten Hingucker geworden.

Eubigheim. „Die Grotte liegt mir sehr am Herzen“, so drückt Carmen Ihle, Leiterin des katholischen Kindergartens St. Josef ihre besondere Beziehung zu jener aus. Die am Rande des Spielgeländes errichtete Grotte, die in der gut 70-jährigen Geschichte des Kindergartens unzählige Generationen begleitete, war sowohl baulich als auch gedanklich in Vergessenheit geraten.

Wo früher Blumen zu Ehren der Mutter Gottes blühten, Kinder sich zum Gebet versammelten oder Lichterprozessionen am Kirchenpatrozinium Mariä Himmelfahrt hinführten, verdeckten nun große Büsche den Blick auf die von silbernen Rosenranken vor Spielbällen geschützte Madonna.

Aus den Augen aus dem Sinn – doch gerade im Hinblick auf den religiösen Erziehungsauftrag dieser christlichen Bildungseinrichtung hielt Ihle dies für inakzeptabel und holte die Marienfigur quasi aus ihrem Dornröschenschlaf.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und unter tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes wurde das Umfeld entbuscht, die Grotte ausgebessert, das Blumenbeet frisch angelegt und die Statue neu ausgerichtet, so dass sie ein „richtiger Hingucker“ wurde.

Doch damit nicht genug, nun werde sie in den Kindergartenalltag und -jahreslauf eingebunden. „Die Kinder kennen Maria oft nur von Weihnachten an der Krippe“, bedauert die engagierte Erzieherin. Nun werde die Mutter Gottes regelmäßig bei religiösen Angeboten präsent sein.

Die Kinder scheinen schon Gefallen an ihrem neuen, alten Kleinod zu haben, denn sie widmeten sich eifrig dem Blumen gießen oder Kerzen entzünden. Geplant sei überdies, die Grotte – wie vor Jahren üblich- am Kirchenpatrozinium der Bevölkerung zugänglich zu machen, in Corona-Zeiten zwar ohne Lichterprozession, aber doch immerhin zum persönlichen Besuch und Gebet.