Adelsheim

Industriebrücke in Adelsheim Gemeinderat stimmte Vergabe der Arbeiten an Firma Heizmann zu

Zahn der Zeit hat kräftig genagt

Adelsheim.Die Sanierung der Industriebrücke in Adelsheim kommt voran. Der Gemeinderat Adelsheim stimmte in seiner Sitzung am Montagabend in der Eckenberghalle einhellig dem Vertragsentwurf des Ingenieurbüros Sack und Partner und der Vergabe der Arbeiten an die Firma Jörg Heizmann für 336 020 Euro zu.

Wichtige Verbindung zum Gewerbe

Das Bauwerk bindet das Industriegebiet jenseits der Seckach an die Landesstraße an und ist, so Marco Rieß vom planenden Büro Sack und Partner, die wichtigste Verbindung zu den dortigen Firmen. Die zweite Zufahrt über den schmalen Rittersbrunnenweg ist für Schwerlastverkehr nicht geeignet.

Rückblickend berichtete Rieß, dass eine Brückenhauptprüfung gezeigt habe, dass das Bauwerk sanierungsbedürftig sei. Die Brückenkappen seien stark beschädigt, die Brückenabdichtung abgenutzt, das Geländer verrostet und durchgebogen – „der Zahn der Zeit hat genagt“, fasste Rieß zusammen.

Daraufhin sei beim Regierungspräsidium Karlsruhe ein Zuschussantrag gestellt worden, der im zweiten Anlauf im Jahr 2019 positiv beschieden wurde. 100 000 Euro Förderung sind bewilligt, so Rieß.

Die Antragsformulare wurden vom Ingenieurbüro Sack und Partner erstellt, das daraufhin auch die Planung forcierte und ein Leistungsverzeichnis erstellte. Neben der eigentlichen Brückensanierung und den entsprechenden Angleichungsmaßnahmen wurde für die HNVG die Verlegung der Gasleitung mit ausgeschrieben.

Bau unter halbseitiger Sperrung

Die Arbeiten werden bei einer ampelgeregelten, halbseitigen Sperrung noch in diesem Jahr ausgeführt. Höchstens für ein oder zwei Tage soll in Absprache mit den Firmen eine Vollsperrung nötig sein.

Zunächst sollen die Brückenkappen abgebrochen und neu erstellt werden. Die Abdichtung wird erneuert, an den Widerlagern und Flügelwänden wird eine Betonsanierung durchgeführt. Die Versorgungsträger sind „alle im Boot“, so Rieß weiter. Für die Arbeiten wurde eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt. Zum Submissionstermin am 21. April lagen von vier abgeholten Angeboten drei vor.

Kosten bleiben unter dem Ansatz

Nach der Prüfung hat die Firma Heizmann mit einer Bruttoangebotssumme von 336 020 das günstigste Angebot abgegeben. Die Vergütung des vorliegenden Ingenieurvertragsentwurfs beträgt rund 50 000 Euro.

Die Bruttoauftragssumme liegt etwa 40 000 Euro unter dem von der Stadt geplanten Ansatz. Im Haushaltsplan 2020 sind für die Sanierung der Industriebrücke 465 000 Euro vorgesehen. sab