Adelsheim

Konzert in der St.-Marien-Kirche Fränkischer Madrigalchor und vier Solisten führen den „Messias“ von Georg Friedrich Händel auf

Überaus gelungenes Gesamtkunstwerk

Mit der Aufführung des „Messias“ hat der Fränkische Madrigalchor rund 300 Zuhörer in der Adelsheimer Kirche St. Marien beeindruckt.

Adelsheim. Der Fränkische Madrigalchor hat mit der Aufführung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel rund 300 Besucher in der Kirche St. Marien in Adelsheim beeindruckt. Unter der musikalischen Leitung von Dieter Kaiser musizierten das Heidelberger Kantatenorchester und vier Gesangssolisten.

40 Jahre alt ist der Fränkische Madrigalchor in diesem Jahr geworden, und er hat sich und seinem Publikum mit der Aufführung des berühmten Händel-Oratoriums ein besonderes Geschenk bereitet. Die rund 40 Sänger, einschließlich eines Knabensoprans, überzeugten mit einer reifen Leistung.

Solisten überzeugten

Chor- und Orchesterklang waren ausgewogen, der Text der Chorpassagen klar und verständlich. Auch die Solisten beeindruckten. Die aus Österreich angereiste Sopranistin Lydia Eller führte zum ersten Mal ein Werk gemeinsam mit dem Fränkischen Madrigalchor auf. Mit ihr haben die Verantwortlichen nahezu eine Idealbesetzung gefunden. Doch auch die Altistin Judith Ritter aus Karlsruhe, der Tenor Thomas Jakobs aus Mainz und der Bass Claus Temps aus Karlsruhe überzeugten in bewährter Weise.

Das Heidelberger Kantatenorchester war mit Streichern, Bläsern und Schlagzeuger ins Bauland gekommen. Falk Zimmermann spielte die Solo-Trompete, Beatrix Huber-Lohse den Basso continuo an der Orgel. Dieter Kaiser, dem musikalischen Leiter, gelang es, aus dem Zusammen- und Wechselspiel von Chor, Orchester und Solisten ein Gesamtkunstwerk zu machen.

Und so genossen die Besucher zweieinhalb Stunden lang gebannt dieses melodiöse, eingängige und eindringliche Werk, das die Lebens- und Heilsgeschichte von Jesus Christus zum Inhalt hat. So erzählt der erste Teil von der Verheißung und Geburt des Heilands. Es folgt die Darstellung von Jesu Leidensgeschichte, Tod und Auferstehung. Der dritte Teil widmet sich der Erlösung, die erst durch den Tod möglich wird.

Die unterschiedlichen Stimmungen, seien es Trauer, meditative Besinnlichkeit, Freude und Jubel, drückten Sänger und Musiker sehr gut aus.

„Halleluja“ als Zugabe

Als am Ende die Besucher aufstanden und heftigen applaudierten, war klar, dass für diesen Abend nicht der letzte Ton gespielt oder gesungen sein konnte. Nach den Dankesworten erfreuten die Musiker die Besucher mit einer Zugabe, welche natürlich nur das weltbekannte „Halleluja“, das letzte Stück des zweiten Teils, sein konnte.

Georg Friedrich Händel schuf das Oratorium „Messias“ im Sommer 1741 in nur 20 Tagen. Es wurde am 13. April 1741 in Dublin uraufgeführt. In der Folgezeit hat der Komponist sein Werk immer wieder umgearbeitet, so dass verschiedene Fassungen dieses bedeutenden Werks bestehen.