Adelsheim

Katholischer Kindergarten „Don Bosco“ 25-jähriges Bestehen mit einem buten Programm gefeiert / Als anerkannte Bildungseinrichtung in der Gemeinde fest verankert

Toleranz und Offenheit als gelebte Werte

In den 25 Jahren seines Bestehens hat sich der Kindergarten „Don Bosco“ viel Anerkennung erarbeitet und ist längst fest in das Gemeinwesen in Adelsheim eingebunden.

Adelsheim. Unter dem Leitspruch des Namenspatrons Don Bosco „Fröhlich sein und Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ hat der gleichnamige Kindergarten in Adelsheim am Wochenende sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Da sich die Renovierungs- und Umbauarbeiten am Kindergartengebäude verzögern, musste Kindergartenleiterin Gudrun Stein ihre Festansprache in die örtliche katholische Kirche verlegen.

Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter auch ehemalige Kinder und Erzieherinnen mit ihren Familien, galt ihr besonderer Willkommensgruß Pfarrer Andreas Schneider, Bürgermeister Wolfram Bernhardt, Marina Häußler für den Pfarrgemeinderat, Christian Herrmann für den Förderverein und Sabrina Mülder vom Elternbeirat.

Nach dem gemeinsamen Familiengottesdienst traf man sich rund um den Kindergarten und im Pfarrsaal zum gemeinsamen Feiern. Angesagt war Spiel und Spaß für die Kinder unter anderem mit Aufführungen des Kinderzirkus Klinge Seckach, Luftballon-Wettfliegen, Edelsteine sieben und Kinderschminken.

Mit konstruktiver Unterstützung durch den Träger, der anfangs die Kirchengemeinde St. Marien Adelsheim war und nun die Seelsorgeeinheit Adelsheim-Osterburken-Seckach ist, habe man in den vergangenen 25 Jahren qualitativ gute pädagogische Erziehungsarbeit geleistet, betonte die Kindergartenleiterin in ihrer Festansprache.

Ihr Dank galt allen Erzieherinnen für ihr aufopferungsvolles Engagement, ohne das eine solche Einrichtung nicht funktionieren würde. Weiter erinnerte sie an die Zerstörung des alten Kindergartens St. Marien durch Hochwasser im Dezember 1993, wodurch man spontan im neu gebauten Kindergarten „Don Bosco“ aufgenommen werden musste.

Aktuell beheimatet die Adelsheimer Einrichtung 15 verschiedene Nationalitäten in zwei Krippengruppen mit 20 Kindern im Alter von ein bis drei Jahren sowie zwei Kindergartengruppen mit 47 Kindern ab drei Jahren. Der familiären Wurzeln bewusst und mit flexiblen Öffnungszeiten im Angebot, verhelfe man zudem auch dem Begriff „Inklusion“ zum Leben. Acht Erzieherinnen in der Krippe und sechs im Kindergarten seien bei Ganztagesbetreuung bis zu 45 Stunden in der Woche für die Kinder da.

Gudrun Stein hob in ihren Ausführungen die pädagogischen Eckpunkte der Erziehungsarbeit hervor, in denen unter anderem der Dialog mit allen an der Kindergartenarbeit Beteiligten vorherrsche. „Ohne die Historie zu vergessen, gehen wir auch neue Wege, indem wir uns neugierig und interessiert an neue Projekte wagen.“ Stolz sei man auch auf das BeKi-Zertifikat, das man 2018 vom baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Peter Hauk erhalten habe und das die bewusste Kinderernährung im „Don Bosco“ widerspiegelt.

Durch die Funktionsräume und die Freispielbegleitung orientiere man sich am „Offenen Konzept“, wobei sich die Erzieher mehr als Berater oder Coach sehen. Selbstverständlich seien die sprachliche Bildungsarbeit, die Einbeziehung christlicher Werte in die Erziehungsarbeit, Offenheit, Toleranz und Verständnis gelebte Tatsachen und keine zeitgeistlich beschränkten Floskeln.

In den anschließenden Grußworten der Gäste wurde das nicht nur unterstrichen, sondern lobend hervorgehoben. Der katholische Kindergarten „Don Bosco“ sei eine feste und anerkannte Bildungseinrichtung in Adelsheim und fest in das Gemeinwesen eingebunden. L.M.