Adelsheim

Bei Verkehrsschau kritische Punkte unter die Lupe genommen Warnhinweise aufgestellt und Geschwindigkeitsbegrenzungen vorgenommen / Zebrastreifen abgelehnt

„Tempo 30“ nicht überall möglich, wo es gewünscht wird

Archivartikel

Adelsheim.Im Rahmen der Gemeinderatssitzung informierten Bürgermeister Wolfram Bernhardt und Andreas Wiltschko vom Ordnungsamt über die Ergebnisse der jüngsten Verkehrsschau. Diese wird von der Verkehrskommission, bestehend aus dem Bürgermeister, dem Ordnungsamt, Vertretern der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt und Experten des Polizeipräsidiums, in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Einen Teil der 36 dort behandelten Punkte, in vielen Fällen zurückgegangen auf Anregungen der Bürger und Gemeinderäte, stellte Wiltschko dem Gremium vor.

„30“ auf der Straße: Den Antrag, in einer 30er-Zone zusätzliche Schilder aufzustellen und die Zahl 30 auf die Straße zu malen, wurde abgelehnt, weil die Straßenverkehrsordnung das nicht vorsehe, so Wiltschko. Bernhardt machte zudem deutlich: „Wenn man das in einem Gebiet macht, wünschen sich das alle anderen Bewohner von 30er-Zonen auch.“

Zebrastreifen: Die Entscheidung, ob in der Marktstraße ein weiterer Zebrastreifen eingerichtet wird, wurde vertagt auf die Zeit nach der Fertigstellung der Ortsumgehung. Man wolle den Verkehr erst einmal beobachten. „Dann kommt das Thema noch einmal auf die Tagesordnung“, so Wiltschko. Weil dort die vom Gesetz vorgegebenen Fußgängerzahlen für einen Zebrastreifen wohl nicht erreicht würden, wurde auch ein Überweg in der Lachenstraße abgelehnt, ebenso in der Unteren Austraße beim ehemaligen Krankenhaus.

Verkehrsspiegel: Abgelehnt wurde die Anbringung eines Verkehrsspiegels, um die Einfahrt aus der Stichstraße beim Salon Gmelin in die Marktstraße leichter zu machen. Die Kommission sei der Ansicht gewesen, dort sei die Sicht eigentlich gut, so Wiltschko, unter dem Widerspruch einiger Gemeinderäte.

Tempo 30: Ebenfalls abgelehnt wurde eine Verlängerung der Tempo-30-Zone in der Marktstraße bis hin zur Kurve beim Beeren-Bauer. Die Begründung: Hintergrund der Begrenzung auf der Bundesstraße sei die Engstelle bei der Kirche. Allerdings sei die Beschilderung angepasst worden. Inzwischen werde auf die Gefahrenstelle hingewiesen – mit dem Schild „Engstelle“. Die beantragte Tempo-30-Zone in der Sennfelder Bahnhofstraße, die mit dem Kindergarten begründet wurde, wurde abgelehnt. Der Zugang münde nicht auf die Bahnhofstraße, sondern auf eine Nebenstraße.

Blitzersäulen: Für die gewünschten Blitzersäulen sei der Landkreis zuständig, nicht die Kommune, so die Verkehrskommission.

Mehr Sicherheit für Schüler: Um die Schüler sicherer ans Ziel zu bringen, wurden neue Regelungen für die Verkehrsführung am Eckenberg getroffen. Unter anderem wurden teilweise zehn Stundenkilometer angeordnet und Schilder „Achtung Kinder“ aufgestellt.

„Achtung Radfahrer“: Das in einer vergangenen Sitzung angeregte Schild „Achtung Radfahrer“ wurde am Ortseingang von Adelsheim aus Sennfeld kommend angebracht. Dort endet der Radweg.

Dauerparker: Dem Thema der Dauerparker am Sennfelder Bahnhof will sich die Verkehrsschau noch einmal annehmen, wenn das dort entstehende Mehrfamilienhaus mit den zugehörigen Stellplätzen fertig ist.

Zu schnelle Fahrzeuge: Die Ortsansässigen sollten wissen, dass in der Sennfelder Weinbergstraße Tempo 30 vorgeschrieben ist. Deshalb seien dort keine weiteren Maßnahmen nötig. Beim ehemaligen „Ross“ sei ein Schild „Achtung Ausfahrt“ und „Tempo 30“ angebracht worden.

Aussiedlerhöfe: Bei den Aussiedlerhöfen am Eicholzheimer Weg wird zu schnell gefahren. Deshalb wird das Tempo dort auf 50 Stundenkilometer beschränkt. Um einheitliche Regelungen zu haben, soll künftig auf der südlichen Seite der B 292, bei den Aussiedlerhöfen im Lindengrund, ebenfalls Tempo 50 gelten. Im Moment ist dort Tempo 30 vorgeschrieben. sab