Adelsheim

8. Oldtimer-Schleppertreffen in Leibenstadt Unterhaltsames Treffen lockte Schaulustige und Schlepperfahrer aus der ganzen Region an

Publikumslieblinge von Lanz bis Ursus

Beim 8. Oldtimer-Schleppertreffen in Leibenstadt konnten die zahlreichen Zuschauer rund 100 Traktoren, historische Motorräder, Geräte und Maschinen aus längst vergangenen Tagen bestaunen.

Leibenstadt. Das Oldtimer-Schleppertreffen findet im zweijährigen Rhythmus immer am „Tag des Denkmals“ statt und ist ein Besuchermagnet für Schlepperfreunde aus nah und fern. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Schlepperfreunden Leibenstadt.

Das ganze Dorf auf den Beinen

Wieder war das ganze Dorf auf den Beinen und zeigte sich in Sachen Organisation und Bewirtung der Gäste von seiner besten Seite. Vereine und Kirchengemeinde unterstützten die Schlepperfreunde und kümmerten sich umsichtig um das leibliche Wohl der Besucher.

Neben vielen privaten Schlepperbesitzern waren Abordnungen der benachbarten Interessengemeinschaften aus Widdern, Erlenbach, Neudenau, Oberkessach, Stein am Kocher, Bofsheim und Westernhausen sowie die Mopedfreunde aus Eubigheim zu Besuch.

Sehr gut angenommen wurde auch der neue Standort des Treffens, nämlich mitten im Dorf rund um den Grabenweg. Hier luden die schön geschmückte alte Dreschhalle sowie die Feldscheune von Bernd Belzner zum Verweilen ein. Rund um die Scheune bot sich den Schlepperbesitzern auf den Wiesen und Wegen genügend Platz, um ihre liebevoll restaurierten Gefährte auszustellen. Doch auch viele (noch) nicht restaurierte Fahrzeuge waren zu bestaunen und wiesen auf ein arbeitsreiches Schlepperleben hin.

Zu sehen waren sowohl die neuesten Ackerschlepper, die mit GPS und Computertechnik ausgestattet sind, ein moderner Leistungsprüfstand für Schlepper, als auch alte Fahrzeuge, die schon viele Jahrzehnte auf den Rädern haben. Wohlklingende Namen wie McCormick, Schlüter, Porsche, Allgaier, Eicher, Massey Ferguson, verschiedene Unimogs und andere namhafte Marken waren vertreten. Der eine oder andere Scheunenfund war auch zu bestaunen.

Publikumslieblinge waren natürlich Marken wie Lanz, Hanomag oder Ursus, deren Fahrzeuge immer wieder für Begeisterung sorgen, wenn sie angeschmissen werden und dann ein dynamisches Eigenleben entwickeln. So wurde unter anderem die Transmission angetrieben, und die Besucher erhielten einen Einblick in die beschwerliche Arbeit in früheren Zeiten, wobei die – damals modernen – Maschinen doch eine große Erleichterung waren. Eine weitere Hilfe bot die Erfindung von Steinbrechern, Kartoffelrodern, Sämaschinen und Bindern. Nach Kriegsende, während des Wirtschaftswunders, erlebten die Marken Agria und Holder einen großen Aufschwung und wurden besonders im kleinbäuerlichen Bereich eingesetzt. Dass man auch hier Wert auf Qualität setzte, zeigt die Tatsache, dass die Maschinen sich heute noch als funktionstüchtig und wertstabil erweisen.

Ebenfalls in technisch einwandfreiem und fahrbereitem Zustand zeigten sich Mopeds und Motorräder der Marken Kreidler, Zündapp, NSU und Schwalbe, die sich ebenfalls zum Oldtimertreffen eingefunden hatten.

Auch eine Zwei-Mann-Motorsäge, Baujahr 1946, vom befreundeten Club aus Hirschlanden konnte man in Aktion bestaunen.

Gerhard Zimmermann, Sprecher des Organisationsteams, zeigte sich überwältigt von der großen Anzahl der Besucher, die trotz des regnerischen Wetters zum Oldtimertreffen gekommen waren.

Dorfgemeinschaft funktioniert

Im Gespräch mit den FN brachte er seinen Dank für die hervorragend funktionierende Dorfgemeinschaft zum Ausdruck und erwähnte an dieser Stelle besonders die Familien Götz, Stark, Belzner, Becker sowie Sigmar Blum und Lore Lauer, die ihre Gebäude und Anwesen für das Treffen zur Verfügung stellten.

Auch Bernd Belzner, der das Schleppertreffen einst ins Leben rief, steht der Gemeinschaft noch immer mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem unterstützten die Stadt Adelsheim sowie die Mitarbeiter des Bauhofes das Event rund um die alten Schmuckstücke. jüh