Adelsheim

Aus dem Gemeinderat Adelsheim Teiländerung des Bebauungsplans „Business-Park Adelsheim“/ Vorauswahlgremium tagte

Niestroj Bauwerk gewann Investorenwettbewerb „Hergenstadter Straße 3“

Archivartikel

Adelsheim.Der Investorenwettbewerb zum Grundstück Hergenstadter Straße 3 und die Bebauungsplanänderung „Business-Park“ waren weitere Themen der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Über die Hintergründe dazu informierte Bürgermeister Wolfram Bernhardt in der Sitzung.

Bebauung ausgeschrieben

So wurde das Hausgrundstück in der Hergenstadter Straße 3 vor etwa einem Jahr von der Stadt erworben. Im Gemeinderat habe man später den Beschluss gefasst, das Grundstück zu teilen und ein öffentliches Ausschreibungsverfahren zur Bebauung einer Teilfläche durchzuführen (die FN berichteten). Wohnungen und Räume für Dienstleistungen könnten entstehen. Zum Abgabetermin lagen zwei Angebote von Investoren vor. Zur Entscheidungsfindung habe der Gemeinderat beschlossen, ein Vorauswahlgremium zu bilden, das einen Ergebnisvorschlag erarbeitet.

Das neue Stadtoberhaupt ging auf die einzelnen Kriterien, die jeweilige Bewertung und das Gesamtergebnis ein und betonte, dass die Angebote den Gremiumsmitgliedern in anonymisierter Form vorlagen. Aufgrund dieses Bewertungsergebnisses entschied der Gemeinderat bei einer Befangenheit einstimmig, der Niestroj Bauwerk GmbH mit dem Kaufgebot von 50 000 Euro den Zuschlag zu erteilen.

Lagerhalle entsteht

Vor etwa einem Jahr beschloss der Gemeinderat, den „vorhabenbezogenen Bebauungsplan WLC“ im vereinfachen Verfahren aufzustellen, da die Firma Würth im Business-Park eine Lagerhalle errichten will.

Die im Rahmen der Anhörung von berührten Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange eingegangenen Stellungnahmen und die Einwendungen einer Bürgerin trug Edgar Kraft vom Planungsbüro „Walter & Partner“ vor. „Im bisherigen Bebauungsplan sind die Wandhöhen auf maximal 14 Meter und die Firsthöhen auf maximal 20 Meter beschränkt. Das neue Planungsverfahren setzt eine Gebäudehöhe von maximal 36 Metern fest“, verdeutlichte Kraft die Einwendungen. Dadurch werde eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes erwartet, die man allerdings mit einer angepassten Farbgestaltung der Fassade entkräften könne.

Im Rahmen eines grünordnerischen Beitrags wolle man nun klären, ob das Landschaftsbild zusätzlich beeinträchtigt werde. In eine ähnliche Richtung zielt der Einspruch einer Bürgerin. Ein solcher „Klotz“ riegele die Luftzirkulation ab und beeinträchtige das Klima. Auch hier, so Kraft, solle eine fachtechnische Begutachtung zeigen, ob die Mehrhöhe Auswirkungen auf die Frischluftzufuhr und das Kleinklima habe.

Nachdem er sämtliche Einwendungen detailliert vorgestellt hatte, meinte Stadträtin Heide Lochmann: „Dieses Gebäude passt nicht ins Landschaftsbild. Es ist mir zu hoch. Deshalb enthalte ich mich der Stimme.“ Der Gemeinderat nahm von den eingegangenen Stellungnahmen Kenntnis und stimmte bei einer Enthaltung zu. dani