Adelsheim

Gemeinderat in Kürze Wohnungen im städtischen Anwesen „Obere Austraße 13a“ sollen an benachteiligte Personen vermietet werden

Neue Gebühren bei der Abwasserbeseitigung beschlossen

Adelsheim.So ausgiebig der Gemeinderat über die Sport- und Kulturhalle diskutierte, so schnell wurden am Montagabend die weiteren Tagesordnungspunkte beschlossen. Darunter fiel auch die Abwasserbeseitigung, deren Gebühren für das kommende Jahr erhöht wurden. Die Niederschlagswassergebühr wurde auf 0,53 Euro pro Quadratmeter festgelegt, die Schmutzwassergebühr auf 2,91 Euro pro Kubikmeter. Das Gremium einigte sich ebenso einstimmig beim Abwasser aus Kleinkläranlagen (36,72 Euro pro Kubikmeter) und aus geschlossenen Gruben (3,67 Euro pro Kubikmeter).

Bei der dezentralen Abwasserbeseitigung wurde die Gebühr auf 78,87 Euro pro Kubikmeter beim Abwasser aus Kleinkläranlagen und auf 24,75 Euro pro Kubikmeter beim Abwasser aus geschlossenen Gruben festgelegt.

Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erklärten Kämmerer Rainer Schöll und Bürgermeister Wolfram Bernhardt, dass man damit immer noch deutlich unter den Gebühren benachbarter Gemeinden liege. „Teils um 30 oder 40 Cent“, entgegnete der Kämmerer. „Wir haben die Gebühren jahrelang reduziert, aber die neuen Investitionen und Abschreibungen müssen wir irgendwie auffangen.“

Zustimmung erhielt auch der Vorschlag der Verwaltung, die beiden Wohnungen im städtischen Anwesen „Obere Austraße 13a“ an benachteiligte Personen zu vermieten. Um die Vergabe gerecht, fair und transparent zu gestalten, wurde ein Gremium ins Leben gerufen. Der amtierende Bürgermeister, der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung, der Sachbearbeiter für Liegenschaften sowie die Gemeinderatsmitglieder Heide Lochmann und Sabine Kalbantner entscheiden, an wen die Wohnungen vermietet werden.

Kriterien für die Auswahl

Ausschlaggebend soll unter anderem die Anzahl der einziehenden Personen sowie deren Alter sein und die berufliche, finanzielle und auch persönliche Situation. Die Vermietung erfolgt unbefristet. Entfällt die Bedürftigkeit der Mieter, so darf die Stadt eine ordentliche, fristgemäße Kündigung vornehmen.

Wie der Bürgermeister erklärte, habe die Gemeinde das Anwesen vor drei Jahren für Flüchtlinge erworben. Da Adelsheim derzeit mit 14 Anschlussunterbringungen über dem Soll-Zustand liege, könne das Anwesen anderweitig vermietet werden.

„An der Leibenstadter Steige“ heißt der Bebauungsplan, für dessen Aufstellung das Gremium das Ingenieurbüro Walter + Partner in Adelsheim beauftragte. Das Gebiet in Sennfeld in Richtung Leibenstadt soll die angespannte Bauplatzsituation entschärfen.

In der Einwohnerfragestunde tauchte die Frage auf, wie es mit der Bauvoranfrage für das Parkhaus in der alten Stadthalle ausschaue. Bürgermeister Bernhardt erklärte, dass hierfür noch kein Ergebnis vorliege.

Dankbar war die Verwaltung für den Hinweis eines Bürgers, dass der Parkplatz am Sennfelder Bahnhof „dauerhaft zugestellt wird.“ Seitdem das Mehrfamilienhaus dort bewohnt sei, stünden die Parkplätze für Pendler kaum noch oder teilweise gar nicht mehr zur Verfügung. Man werde dem nachgehen, versicherte die Verwaltung. ms