Adelsheim

An der Martin-von-Adelsheim-Schule 950 Euro für die kleine Klara aus Sennfeld erarbeitet

Nächstenliebe kein Fremdwort

Archivartikel

Adelsheim.Gleich mit drei Vorweihnachtsaktionen zeigte die Schulgemeinschaft der Martin-von-Adelsheim-Schule, dass Weihnachten für sie das Fest der Nächstenliebe ist.

Zunächst einmal verkauften die Schüler der Klassen 4 a und 4 b zusammen mit ihren Eltern und unterstützt durch ihre Religionslehrerin Heide Häffner samstags im Rewe-Markt Waffeln, Kuchen, Kaffee, Kinderpunsch und kleine Bastelarbeiten. Der Leiter des Marktes, Wolfgang Kleudgen, und seine Assistentin Wallmann waren in der Planungsphase sofort bereit, das Anliegen der Schüler zu ermöglichen.

Krankheitsverlauf verlangsamen

Doch die Aktion fand nicht für die eigene Klassenkasse statt, sondern für Klara aus Sennfeld. Sie erkrankte im Alter von drei Jahren zunächst an Knochenkrebs und erhielt wenig später die zusätzliche Diagnose Rett!

Delphinschwimmen und eine Reittherapie sind bisher die einzig nachgewiesenen Maßnahmen, die ihr helfen können, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

Doch diese Therapien sind teuer, weshalb es an diesem Aktionssamstag auf jeden Cent ankam. Sowohl die Schüler als auch die Bevölkerung zeigten bei dieser Aktion, wie wichtig es ist, an andere zu denken.

Die zweite Aktion der Nächstenliebe fand auf dem jährlichen Adelsheimer Weihnachtsmarkt statt. Hier zeigten rund 50 Schüler der Grundschule unter Leitung von Dorothea Gall, Elise Schweizer und Christina Höhne voller Begeisterung ihr musikalisches Talent und brachten so die Bevölkerung in Weihnachtsstimmung.

Belohnt wurden die Kinder für ihren Einsatz nicht nur mit kräftigem Applaus, sondern auch mit einem „Schneegestöber“, dem traditionellen Getränk, bestehend aus warmem Pflaumensaft, Sahne und Zimt, welches jedes Jahr am Stand des Fördervereins der Martin-von-Adelsheim-Schule verkauft wird. Der Förderverein brachte drei Tage lang vollen Einsatz und verkaufte auch die seit Jahren beliebten Schupfnudeln mit Sauerkraut, um so die Kasse des Fördervereins zu füllen und damit auch den Schülern etwas Gutes zukommen zu lassen.

Der „Höhepunkt der Nächstenliebe“ fand nun kurz vor Ferienbeginn statt. Schulleiter Florian Loser konnte zusammen mit den aktiven Schülern und Lehrern einen Spendenscheck von 700 Euro an Klaras Vater überreichen. Dieser zeigte sich sehr dankbar für den tollen Einsatz. Doch wollte er nicht nur etwas mitnehmen, sondern auch den Kindern etwas zurückgeben. Daher überreichte er den Schülern ein kleines Präsent als Dankeschön für ihre Mühe. Schenken macht Freude und kann sogar ansteckend sein.

Die Schüler der Klasse 4 b mit ihrer Klassenlehrerin Kathrin Stätzler spendeten weitere 250 Euro. Dieses Geld war ursprünglich für einen Landschulheimaufenthalt vorgesehen. Ist es nicht einfach schön zu sehen, dass es auch in der heutigen Zeit noch viele Menschen gibt, die nicht nur an sich selbst denken?