Adelsheim

Josef Schimmel GmbH Verkauf an die R. Weiss-Gruppe, zu der unter anderem die Firma Bleichert aus Osterburken gehört

„Nachhaltigstes Übernahmekonzept“

Adelsheim/Osterburken.Nachdem durch Beschluss des Insolvenzgerichts Mosbach im vergangenen Sommer das Insolvenzverfahren über die Josef Schimmel Adelsheim GmbH eröffnet wurde, hat Insolvenzverwalter Dr. Renald Metoja in Zusammenarbeit mit der bundesweit tätigen Restrukturierungsberatung enomyc GmbH einen intensiven Investorenprozess initiiert. Das Ergebnis: Die Assets der Josef Schimmel Adelsheim GmbH wurden an die R. Weiss-Gruppe (unter anderem Bleichert Förderanlagen, Osterburken) mit Wirkung zum 1. Januar verkauft.

„Ich bin sehr froh, dass wir einen regionalen, strategisch ausgerichteten Investor finden konnten“, so Insolvenzverwalter Metoja. Die Weiss-Gruppe habe das nachhaltigste Übernahmekonzept für den Geschäftsbetrieb der Schimmel GmbH präsentiert. Insbesondere auch durch die räumliche Nähe würden sich Synergieeffekte ergeben, die den dauerhaften Bestand des Unternehmens sichern werden.

Die neue Eigentümerin werde die beiden Unternehmensbereiche Filtertechnik und Präzisionsdrehteile weiterführen und bereits während der Insolvenzverwaltung begonnene Restrukturierungsprozesse fort- und umsetzen. Auch aufgrund der guten Vernetzung des Investors hat das Unternehmen nun die Chance nach den zwei überstandenen Insolvenzen, sich wieder nachhaltig am Markt zu etablieren, so Metoja weiter. Dabei setze der Investor insbesondere auf das qualifizierte Management-Team und habe den nach Antragstellung durch die vorherigen Eigentümer abgelösten Geschäftsführer Matthias Roos in dem neu gegründeten Unternehmen wieder als solchen implementiert.

Die Josef Schimmel Adelsheim GmbH ist bereits seit 1949 auf dem Markt tätig, nach einem ersten Insolvenzverfahren 2016, in dessen Zuge das Unternehmen an einen Finanzinvestor veräußert wurde, musste das Unternehmen drei Jahre später im Mai 2019 erneut Insolvenz beantragen (wir berichteten). Im Zuge dieses neuen Insolvenzverfahrens wurde eine neue Unternehmensstruktur geschaffen, in deren Zuge massive und schmerzhafte Personalanpassungen vorgenommen werden mussten. Mehr als 50 Beschäftigte verloren ihren Job. Nur so sei es möglich gewesen, ein im Hinblick auf die tatsächlichen Umsatzzahlen wirtschaftlich tragfähige Personalstruktur aufweisen zu können, so Metoja.