Adelsheim

Im Gemeinderat Historie und Vorhaben der Wasserversorgung Bauland vorgestellt

„Höchste Trinkwasserqualität das Ziel“

Archivartikel

Adelsheim.Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister am Montagabend, in der Gesellschafterversammlung der Wasserversorgung Bauland GmbH am 5. Dezember dem Jahresabschluss 2018 GmbH und dem Wirtschaftsplan für 2020 zuzustimmen. Diesen „Weisungsbeschluss“ verband die Verwaltung mit vielen Informationen über die Wasserversorgung.

Rainer Schöll, Adelsheims Kämmerer und Geschäftsführer der Wasserversorgung Bauland, stellte die Geschichte und die anstehenden Vorhaben vor, der technische Leiter Rainer Bühler berichtete über die praktische Seite.

Mini-Fehlbetrag „kein Beinbruch“

Schöll erinnerte daran, dass die Gesellschaft im Jahr 2005 gegründet worden sei und sich seitdem aus eher provisorischen Anfängen zu einem gut funktionierenden Unternehmen entwickelt habe. Als GmbH habe man Gewinnerzielungsabsicht, jedoch nur in einem bescheidenen Umfang von etwa 34 000 Euro im Jahr aus Gewinnen und Abschreibungen. Die Stadt Adelsheim ist in der Gesellschafterversammlung der Wasserversorgung Bauland durch den Bürgermeister vertreten.

Zu beschließen hat Wolfram Bernhardt am 5. Dezember unter anderem über den Jahresabschluss 2018. Umsatzerlöse in Höhe von 594 508 Euro wurden erzielt. Dem stehen Ausgaben in ähnlicher Höhe entgegen, unter anderem für Personal (338 334 Euro) und Material (129 220 Euro).

Der Jahresfehlbetrag von 664 Euro – im letzten Jahr gab es noch einen Gewinn – sei „kein Beinbruch“, so Schöll. Er sei auf defekte Fahrzeuge und entsprechende Neuanschaffungen zurückzuführen. Der Fehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen und der Geschäftsführer entlastet werden.

Als Prüfer für den Jahresabschluss 2019 soll die WGKK Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt werden. Der entsprechende Weisungsbeschluss wurde einstimmig gefasst, ebenso der Weisungsbeschluss zum Wirtschaftsplan 2020.

In dessen Erfolgsplan stehen Erträge und Aufwendungen von je 618 000 Euro, im Vermögensplan Einnahmen und Ausgaben von je 34 000 Euro, so Schöll. Große Vorhaben stünden nicht an. Kreditaufnahmen seien nicht vorgesehen.

Weiter informierte Schöll, dass man im April die technische Betriebsführung der Wasserversorgung Roigheim übernommen habe. Die Gemeinde sei allerdings Kunde, nicht Gesellschafter der Wasserversorgung Bauland. Durch die Erweiterung habe man noch Personalbedarf, doch das werde man 2020 angehen.

Rainer Bühler betonte, „zum ersten und letzten Mal“ im Gemeinderat Adelsheim zu sprechen, denn er gehe 2020 in den Ruhestand. Zuvor hatte Schöll erklärt, „Urgestein“ Bühler sei der letzte der „alten Garde“ der Wassermeister, mit denen man 2005 die GmbH gestartet habe.

„Unser oberstes Ziel ist es, Trinkwasser in einwandfreier Qualität und immer zur Verfügung zu stellen“, brachte Bühler seinen „Job“ auf den Punkt. Das funktioniere, es habe 2019 keine Beanstandungen gegeben.

Die Aufgaben der Wasserversorgung reichen von der Entnahme von vorgeschriebenen regelmäßigen Proben, wobei man auch die Bäder Bofsheim und Seckach einbeziehe, über die Montage von Hausanschlüssen und die Notversorgung bis hin zur Wasserversorgung von Festen der Kommunen und der Vereine. Seit November 2018 pflege man die Fernwirkdaten des Hochbehälters bei der JVA ein, seit diesem November die Daten aus Roigheim.

Wolfram Bernhardt und Sprecher der Fraktionen dankten für die geleistete Arbeit im Interesse des „hohen Gutes Trinkwasser“, auch im Namen der Vereine.

„Sharing“ ist in der Überlegung

Zuletzt kam die Frage auf, mit welchen Optionen für die technische Betriebsführung der Bürgermeister in die Versammlung gehe. Denn eine Ausschreibung des Postens blieb ohne Erfolg. Nun prüfe man die Möglichkeit eines „Sharings“, so Schöll. Man wolle zwar weiterhin so viel wie möglich in der GmbH selber machen, doch für manche Dinge bauche man einen Ingenieur. Diese technische Führungskraft könne man eventuell mit Stadtwerken oder auch der Bodensee-Wasserversorgung stundenweise „teilen“. Das werde Thema der Gesellschafterversammlung sein. sab