Adelsheim

„Querspange West“ Planung erscheint heute unrealisierbar

Für neue Ideen öffnen

Adelsheim.Der Gemeinderat verabschiedete sich am Montagabend einmütig von der Vorstellung, dass die vor vielen Jahren für die „Querspange West“ gekauften Grundstücke an der Seckach ausschließlich für diese jahrzehntealte Planung reserviert bleiben sollen. Die West-Spange sollte bei der Kreuzung Bahnallee/Untere Austraße abzweigen und dann über die Seckach in Richtung Schefflenzer Landstraße/Siechsteige führen.

Hintergrund der „Querspange West“ wie auch der „Querspange Ost“ war es, den Stadtkern vom Schwerlastverkehr zu entlasten. Beide innerörtlichen Umfahrungen sollten, so war die Absicht des Gemeinderats, erst nach dem Bau der B 292-Umgehung von Adelsheim errichtet werden, wie Edgar Kraft vom Büro Walter und Partner erläuterte.

Doch während die Ost-Spange weiter vorangetrieben wurde, wurde der Westteil nie konkret – abgesehen vom Grundstückskauf. Daher schlug Bürgermeister Wolfram Bernhardt jetzt vor, sich von der „Querspange West“ ganz zu verabschieden. Dann könnte man die Grundstücke für andere Zwecke wie Wohnbau nutzen.

Das begrüßten mehrere Stadträte, schließlich sehe die alte Planung eine neue, teure Brücke über die Seckach vor. Ohnehin seien beide Querspangen kaum zu finanzieren, so einige Räte. Außerdem würde die West-Spange den Auto- und Lkw-Lenkern nur rund 50 Meter sparen.

Doch manchem Gemeinderat ging die Streichung der „Querspange West“ zu weit. Ob an der Seckach überhaupt gebaut werden könne, sei zudem ungewiss. Schließlich einigte man sich auf den von Bürgermeister Bernhardt formulierten Kompromiss, dass man für eine andere Nutzung offen sei. sab