Adelsheim

Stiftung wird gegründet Inge Bertin vererbt ihr Anwesen der Stadt

Freude über Nachlass

Archivartikel

Adelsheim.Inge Bertin hat der Stadt Adelsheim ihr Anwesen in der Lachenstraße 32 hinterlassen und verschiedene Vorschläge gemacht, wie dieses künftig genutzt werden könnte. Da nach übereinstimmender Meinung des Testamentvollstreckers Heinz Dollinger und der Stadt verwaltung eine von Inge Bertin angeregte Nutzung für die Verwaltung, für das Museum oder für Gästezimmer nicht in Frage komme, wird das Haus verkauft und der Erlös in eine unselbstständige Stiftung überführt. Auch diese Variante war von Inge Bertin vorgeschlagen worden.

Ingeborg Bertin, geborene Oehm, starb am 5. März 2013 im Seniorenheim in Sennfeld. Zuvor wohnte sie in dem Gebäude in der Lachenstraße 32. Nach dem Erbschein des Notariats Adelsheim ist die Stadt Adelsheim Alleinerbin.

Testamentsvollstrecker Heinz Dollinger stellte das geplante weitere Vorgehen am Montag im Gemeinderat vor. Dabei berichtete er, dass das Anwesen inzwischen begutachtet worden und auf rund 140 000 Euro geschätzt worden sei. Dazu komme ein Vermögen von noch einmal rund 140 000 Euro.

„Das hat Seltenheitswert“

Abzüglich diverser Kosten könne man je nach Verkaufserlös mit einem Betrag von rund 250 000 Euro für die Stiftung rechnen. Diese soll ausdrücklich kulturellen, schulischen, musischen und musealen Zwecken zugute kommen. „Das hat Seltenheitswert“, freute sich Bürgermeister Bernhardt über die Zuwendung. Schön wäre es, wenn der Käufer das Haus erhalten würde, regte Stadtrat Michael Sauter an. Dollinger erklärte darauf, dass man darüber gemeinsam entscheiden könne.

Dem folgte der Gemeinderat und stimmte einmütig zu, dass das Anwesen Lachenstraße 32 zum Verkauf angeboten wird. Die künftige Verwendung des Stiftungsvermögens im Sinne des letzten Willens der Erblasserin wird ebenfalls vom Testamentsvollstrecker überwacht. sab