Adelsheim

Bundestagsabgeordneter zu Gast Alois Gerig informiert sich über Infrastrukturmaßnahmen und Wohnungsbau in Adelsheim

Firmen und Projekte der Stadt kennengelernt

Archivartikel

Adelsheim.Als Vertreter des Wahlkreises Odenwald-Tauber war es dem Bundestagsabgeordneten Alois Gerig ein Anliegen, sich bei Wolfram Bernhardt vorzustellen, der seit September neu im Amt des Bürgermeisters der Stadt Adelsheim ist.

Nach einem Kennenlerngespräch im Rathaus besichtigten Alois Gerig und Wolfram Bernhardt den entstehenden Neubau der Sport-und Kulturhalle sowie die Umgehungsstraße B 292, deren erster Teilabschnitt bereits fertiggestellt ist. Bernhardt merkte an, dass man in Adelsheim die positiven Auswirkungen dieser Baumaßnahme bereits in vielfältiger Hinsicht bemerke. Zum einen gehe der Verkehr von der Autobahn Richtung Seckach bereits heute über die Umgehungsstraße und entlaste somit die Innenstadt von Adelsheim. Zum anderen sei die absehbare Fertigstellung der Umgehungsstraße ein wesentlicher Grund für das große Interesse zahlreicher Firmen am „Business Park“ Adelsheim.

Baugebiet versus Flächenverlust

Im Anschluss informierte Bernhardt den Abgeordneten vor Ort über die geplanten Neubaugebiete in Adelsheim und Sennfeld. In diesem Zusammenhang wurde vor allem der schmale Grat thematisiert, auf dem man sich bei der Erschließung von Neubaugebieten bewege: Einerseits sei der Wunsch nach Wohnraum vorhanden und gerade junge Familien seien oft auf der Suche nach bezahlbaren Bauplätzen.

Der ländliche Raum besteche durch wesentlich günstigere Preise als die Ballungszentren und locke so junge Familien aufs Land, die dieses lebendig halten. Das freut auch Alois Gerig: „Ich begrüße es sehr, dass gerade junge Menschen wieder mehr Lust aufs Land bekommen. Das müssen wir weiter unterstützen.“ Andererseits bedeute die Erschließung von neuem Wohnraum auch eine Flächenversiegelung und damit ein Verlust von Flächen für die Land-und Forstwirtschaft. So waren sich Bernhardt und Gerig einig, dass in Zukunft das Augenmerk vor allem auf der Reaktivierung von Wohnraum in den Innenstädten liegen müsse. Sowohl in Adelsheim, wie auch in Sennfeld gibt es leerstehende Gebäude in der Innenstadt und unbebaute Baugrundstücke.

Auf der Rückfahrt nach Adelsheim vorbei am Seelein und dem Modellflugplatz in Richtung Sennfeld ging Alois Gerig noch auf die große Stärke des ländlichen Raumes im Bereich des Tourismus ein: „Das Bauland als Naherholungsgebiet wird noch gewaltig unterschätzt. Ich bin fest davon überzeugt, hier gibt es großes Potenzial.“

Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte eine Betriebsbesichtigung. Der Geschäftsführer von Trefz, Michael Eberhard, führte durch die Büro- und Lagerräume und erläuterte das Erfolgsgeheimnis der Firma.

Dass man sich als unabhängiger Großhändler von Farben und Lacken und im Wettbewerb erfolgreich behaupte, sei möglich durch den eigenen Fuhrpark und das gut sortierte, umfangreiche Warenlager mit über 10 000 Artikel.

Im Anschluss besichtigte man die Firma Krauss, deren Inhaber und Geschäftsführer ebenfalls Michael Eberhard ist. Krauss beliefert als Großhändler die Handwerksbetriebe in einem Umkreis von circa 80 Kilometern mit Bodenbelägen, Gardinen und Sonnenschutz.

Der Geschäftsführer erläuterte, dass beide Firmen großen Wert auf die Ausbildung legen – mit Erfolg: Die meisten Mitarbeiter der Stammbelegschaft haben selbst ihre Ausbildung in den Unternehmen gemacht. Alois Gerig lobte den großen Einsatz beider Unternehmen:„Der Mittelstand ist die tragende Säule der ländlichen Wirtschaft. Unternehmen wie Trefz und Krauss bieten wichtige Ausbildungsplätze und damit echte Perspektiven für junge Menschen im ländlichen Raum.“