Adelsheim

Konzertgemeinde Adelsheim Herbstkonzert mit dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg am 1. November in der EBG-Aula

Elgar, Tschaikowksi und Rachmaninow

Archivartikel

Fast schon traditionell findet das Herbstkonzert des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg am Freitag, 1. November um 19 Uhr in der Großen Aula des Eckenberg-Gymnasiums statt.

Adelsheim. Fast 90 junge Ausnahmemusiker sind im großen sinfonischen Klangkörper des Landesjugendorchesters vereint und verleihen mit ihrer spielerischen Leidenschaft den Kompositionen eine außergewöhnliche Wertschätzung. Im Mittelpunkt des Programms stehen die Enigma-Variationen von Edward Elgar. Zudem erklingen die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter Iljitsch Tschaikowski und die „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ von Sergei Rachmaninow. Als Solist ist der junge Pianist Frank Dupree zu erleben. Die Leitung hat der Dirigent Nabil Shehata.

Auftakt mit „Romeo und Julia“

Den Programmauftakt bildet Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“, die 1870 in Moskau uraufgeführt wurde und als Tschaikowskys erstes bedeutendes Orchesterwerk gilt. Die Anregung zur Komposition gab der vier Jahre ältere Kollege Mili Balakirew, der Tschaikowsky den literarischen Stoff wohl auch aufgrund seiner Begeisterung für Hector Berlioz’ Chorsinfonie „Roméo et Juliette“ nahelegte. Wie bereits der Titel „Fantasie-Ouvertüre“ andeutet, changiert das Werk zwischen „absoluter“ und „programmatischer“ Musik. Tschaikowsky stellt die Stimmungen des berühmten Shakespeare’sche Dramen kongenial heraus.

Es folgt Rachmaninows „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“, die 1934 innerhalb weniger Wochen auf Rachmaninows Landsitz Senar in der Nähe des Vierwaldstätter Sees entstand. Als Thema liegt der Rhapsodie die letzte der 24 Capricen Niccolò Paganinis in a-Moll zugrunde. In 24 Variationen zieht sich das Thema mal solistisch, mal in Begleitung des Orchesters durch die Rhapsodie. Rachmaninow, der bei der Uraufführung selbst am Klavier saß, hat einmal über sein Orchesterwerk gesagt: „Das Ding ist ziemlich schwer.“

Im zweiten Programmteil erklingen Edward Elgars Variationen op. 36. Damit schuf Elgar als erster englischer Komponist ein sinfonisches Werk von internationalem Rang. Ihm selbst verhalfen die „Enigma-Variationen“ zum lange erhofften Durchbruch als Komponist. Das Landesjugendorchester Baden-Württemberg versammelt die besten Nachwuchstalente des Bundeslandes im Alter von 13 bis 19 Jahren und zählt zu den bedeutendsten Maßnahmen der musikalischen Spitzenförderung auf Landesebene.

Mit jugendlicher Spielfreude, ausgefeilten stilistischen Interpretationen und hoher künstlerischer Qualität überzeugt das Orchester seit 1972 Publikum und Fachwelt. Haben die jungen Musiker das Probespiel bestanden, erhalten sie die Möglichkeit, während der zweimal jährlich stattfindenden Arbeitsphasen mit international renommierten Dirigenten und Solisten zusammenzuarbeiten und das gemeinsam Erprobte auf Konzerttourneen einem breiten Publikum zu präsentieren.