Adelsheim

Gesangverein 1839 Adelsheim Mitglieder für jahrzehntelange Treue geehrt / Sänger feiern in diesem Jahr das 180-jährige Vereinsbestehen / Gemischter Chor im Jahr 1975 eingeführt

„Aus der Stadt nicht mehr wegzudenken“

Adelsheim.Auch wenn die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig waren: Der Gesangverein 1839 Adelsheim kann auf treue Mitglieder zählen, die zum Teil schon seit 70 Jahren dabei sind. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Probelokal „Alter Bahnhof“ deutlich.

Ereignisreiches Jahr

Der Vorsitzende Ralf Zimmermann blickte in seiner Rede auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Neben der Mai- und Vatertagswanderung sowie einem spontanen Ständchen für das älteste Mitglied zu dessen 98. Geburtstag ging er vor allem auf das Adelsheimer Volksfest ein. Nach der Teilnahme am Volksfestumzug bewirteten die Sänger zusammen mit dem katholischen Kirchenchor und den Landfrauen erstmals nicht mehr im Schlosscafé, sondern unter den Carpots in der Seestadt. Die Organisation und der Arbeitsaufwand hätten sich hier merklich reduziert, so der Vorsitzende, wenngleich das Ambiente im Schlosshof schöner gewesen sei. Zimmerman erwähnte unter anderem auch den Ausflug im September nach Rastatt, den Volkstrauertag im November sowie das Stimmbildungsseminar, an dem sich die Mitglieder engagiert beteiligten. Das Vereinsjahr klang traditionell mit der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes am ersten Advent und der anschließenden Weihnachtsfeier im Kleintierzüchterheim aus. Außerdem beteiligte sich der Chor noch an der Eröffnung des Weihnachtsmarktes. In ihrem Kassenbericht gab Margit Schifferdecker einen Einblick in die Vereinskasse. Die Kassenprüferinnen Elfriede Mauer und Helga Geiger bescheinigten ihr eine einwandfreie Kassenführung.

Chorleiter Daniel Borkeloh äußerte sich zufrieden über die Leistungen des Chores. Das Schlossgrabenkonzert wertete er als Höhepunkt des Vereinsjahres. Die hierzu neu einstudierten Stücke seien bei den Besuchern sehr gut angekommen, man habe ein breitgefächertes und abwechslungsreiches Repertoire angeboten. Borkeloh betonte, dass die Sänger stets offen für neues Liedgut seien. Er wünsche sich, dass auch weiterhin neue Sänger zum Chor kämen, der gesanglich gut aufgestellt sei und für jede Altersgruppe entsprechendes Liedgut einstudiere. Nach der Entlastung des Vorstandes übermittelte Bürgermeister Klaus Gramlich die Grüße der Stadt. Als einer der ältesten Vereine im Stadtgebiet bilde der Gesangverein einen wichtigen Kulturträger und sei bei öffentlichen Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Außerdem leisteten die Sänger mit ihren Auftritten und Konzerten einen wichtigen Beitrag im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt.

Entscheidung mit Weitblick

Bei der Ehrung langjähriger Mitglied ließ der Vorsitzende Ralf Zimmermann die Geschichte des Chores, der in diesem Jahr auf sein 180-jähriges Bestehen zurückblicken kann, Revue passieren. Diese sei geprägt von Höhen und Tiefen. In den Nachkriegsjahren sei der Verein wieder aufgeblüht und in den Hochzeiten wären rund 80 Sänger im Männerchor aktiv gewesen, erklärte der Vorsitzende. Davon könne man heute nur noch träumen, so Zimmermann. Mit Weitblick sei 1975 vom damaligen Vorsitzenden Herbert Zimmermann der gemischte Chor ins Leben gerufen worden und fortan der Chor wieder gut aufgestellt gewesen. Leider waren die Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig und die Bemühungen um neue aktive Sänger seien sehr schwierig. Umso mehr freue sich die Sängerfamilie im Rahmen der Versammlung, langjährigen Mitgliedern für ihre Treue zum Chorgesang danken zu können.

Folgende Mitglieder wurden geehrt: Erika Zeh (25 Jahre), Ingeborg Henn (35 Jahre), Werner Schäfer und Ute Müller (40 Jahre), Johann Prokosch und Armin Herold (50 Jahre), Johann Roth (60 Jahre), Konrad Schmid (65 Jahre), Reinhold Haag, Josias Berg und Albert Spöhrer (70 Jahre). In einem kleinen Rückblick ließ es sich Reinhold Haag, der im Alter von 98 Jahren immer noch rege am Vereinsleben teilnimmt, nicht nehmen, die Entwicklung des Chores seit Kriegsende aufzuzeigen. Er war einer der ersten Sänger, die 1948 den Chorbetrieb wieder aufnahmen und den Chor mit Leben erfüllten.

Die Ehrungen für regelmäßigen Singstundenbesuch nahm der stellvertretende Vorsitzende Gunther Reinhardt vor. Ein Sängerglas und Präsent erhielten Marlies Börkel, Elfriede Mauer, Roswitha Baumann, Beatrix Huber-Lohse, Hannelore Vogt, Margit Schifferdecker, Elisabeth Deutsch, Herbert Haas, Werner Schäfer und Günter Gramlich.

Abschließend gab es noch eine Terminvorschau: Unter anderem am 7. Juli nimmt der Verein beim Chortreff des Sängerkreises in Hardheim teil und am 13. Juli beim Schlossgrabenkonzert mit der Chorgemeinschaft Sennfeld. Der Sängerausflug führt am 7. September nach Rottweil. jüh