Adelsheim

Säule offiziell übergeben Mit der neuen Ladestation für Elektrofahrzeuge am Rossparkplatz wird das Netz in Baden-Württemberg engmaschiger / Vom Land gefördert

Auch in Adelsheim kann man jetzt Strom tanken

Adelsheim.Die „Reichweiten-Angst“ der Elektroauto-Fahrer sollte langsam der Vergangenheit angehören, finden die Verantwortlichen der EnBW und Adelsheims Bürgermeister Wolfram Bernhardt.

Das gelte zumindest in Baden-Württemberg, wo in den vergangenen Monaten ein flächendeckendes Ladenetz aufgebaut worden sei: In einem Zehn-Kilometer-Raster gebe es im gesamten Land eine zuverlässige Ladeinfrastruktur für Elektroautos mit mehr als 450 Ladesäulen.

In einem zweiten 20-Kilometer-Raster gebe es zudem mindestens eine Schnell-Ladesäule mit 50 Kilowatt Ladeleistung.

Ein Konsortium unter Führung der EnBW habe seine Kräfte gebündelt und das Landesprogramm „Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge“ (SAFE) erfolgreich umgesetzt. Über eine kürzlich in Adelsheim beim Rossparkplatz an der B 292 errichtete Schnell-Ladesäule freute sich auch Adelsheims Bürgermeister Wolfram Bernhardt. Die neue Ladestation bietet zwei Gleichstrom-Anschlüsse mit je 50 Kilowatt sowie einen mit bis zu 43 Kilowatt Leistung für das Wechselstrom-Laden.

Bereits nach einer Viertelstunde ‚Tanken’ lassen sich mit fast jedem modernen Elektromobil wieder an die 100 Kilometer zurücklegen. Nutzer profitieren außerdem davon, dass die Ladekabel über alle drei gängigen Steckertypen (CCS-, CHAdeMO- und Typ 2-Stecker) verfügen und fest an den Säulen angebracht sind.

Wichtige Entscheidungshilfe

„Gerade im ländlichen Raum ist ein dichteres Netz an Lademöglichkeiten eine wichtige Voraussetzung, dass sich die Menschen für ein Elektrofahrzeug entscheiden. Deshalb forciert das Land den Ausbau der Ladeinfrastruktur, das – ebenso wie die EnBW und ihre Partner – das Ziel verfolgt, eine umwelt- und klimaschonende Mobilität zu ermöglichen“, betonte Bernhard Ries, Kommunalberater der EnBW.

Zugang über eine App

Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit der „EnBW mobility+ App“ oder mit Hilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind. Die App eröffnet laut Ries den Zugang zum größten Ladenetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz: über 30 000 Ladepunkte werden in der App gebündelt.

Ferner lotst die App zu freien Anschlüssen und bietet Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre.