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Ausflugstipps in der Region

Die schönsten Burgen in unserer Region

Wer schon immer einmal eine Zeitreise ins Mittelalter unternehmen und die spannende Welt der Ritter und Burgherren entdecken wollte, ist in unserer Region goldrichtig.  Die Redaktion hat die schönsten und spannendsten Burgen und Ruinen zusammengetragen. Hier unsere Empfehlungen!

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Eindrucksvoll thront sie über der historischen Altstadt: Die Wertheimer Burg zählt zu den größten – und schönsten – Steinburgruinen in ganz Deutschland. Nicht umsonst ist sie das Wahrzeichen der Stadt. Früher war sie der Sitz der Wertheimer Grafen, eine Pulverexplosion im Jahr 1619 und Beschuss im Dreißigjährigen Krieg sorgten dafür, dass heute nur noch die Grundmauern als Ruine erhalten sind. Der Aufstieg aus der Altstadt ist etwas steil, aber er lohnt sich. Außerdem lässt sich ein Besuch der Burg wunderbar mit einer Wanderung durch die Hügel rund um Wertheim verbinden.  Teile der historischen Gemäuers sind frei zugänglich, beispielsweise die Plattform vor dem Eingang mit herrlichem Ausblick über die Altstadt, für ein paar Münzen gelangen Besucher über ein Drehkreuz in den hinteren Teil der Burg und können das gesamte Gemäuer erkunden. Der Bergfried gibt den Blick bis weit ins Tal frei. Der Burggraben ist im Sommer eine beliebte Kulisse für verschiedene Kulturveranstaltungen. Ebenfalls in den Sommermonaten beziehen die Wertheimer Burgziegen ihr Quartier auf den Grünflächen rund um die Ruine. Weitere Informationen – auch zu Führungen – gibt es bei der Tourismusregion Wertheim.

© Susanne Marinelli

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Mitten im Wald oberhalb von Freudenberg ragt die Ruine der Freudenburg aus den Bäumen hervor. Auffällig ist ihr einmaliger, dreistufiger Bergfried, ein sogenannter „Butterfassturm“. Früher ein Symbol der Macht des Erzbistums Würzburg, macht er die Freudenburg heute bekannt unter Burgkennern. In den Wirren der Geschichte war die Burg jahrhundertelang dem Zerfall ausgesetzt – bis sich der Freudenberger Franz Hofmann zusammen mit Gleichgesetzten der „Burginitiative" für ihren Erhalt einsetzte. In unzähligen Arbeitsstunden gelang es ihm und seinen Mitstreitern, der Burg zu neuem Glanz zu verhelfen und sie zum Anziehungspunkt für Touristen zu machen. Heute finden in dem sanierten Gemäuer die Freudenburg Festspiele und viele weitere Veranstaltungen statt. Besucher können die Burg ganzjährig besichtigen. Zu erreichen ist sie über den ausgeschilderten Fußweg ab dem Rathaus oder ab dem Waldparkplatz „Kreuzschleife". Weitere Infos, auch zu Burgführungen, gibt es beim Tourismus & Kultur Büro der Stadt.

© Hans-Peter Wagner

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Sie ist eine der ältesten Burgen der Region: Die Burg Gamburg wurde Mitte des 12. Jahrhunderts als Grenzfestung durch die Erzbischöfe von Mainz erbaut. Anders als viele andere Burgen in der Region wurde sie nie zerstört und ist seit 2001 als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ gelistet. Mauern, Türme, Palas und Bergfried sind bis heute gut erhalten. Seit ihrere Erbauung wurde die Burg durchgängig bewohnt und befindet sich heute im Privateigentum der Familie von Mallinckrodt. Die „Barbarossa-Fresken“ – 1986 entdeckte, spätromanischen Malereien im Pals – gelten als die ältesten ihrer Art nördlich der Alpen. Sie zeigen Szenen aus dem Dritten Kreuzzug von Kaiser Friedrich I. Barbarossa und enthalten eine der ältesten Inschriften in deutscher Sprache. Eindrucksvoll ist auch der Barockgarten mit dem Nymphenbrunnen. Als integraler Teil einer Burganlage ist der Park in Deutschland einmalig. Die Gamburg ist vom gleichnamigen Dorf aus über zwei Fahrwege erreichbar: Den Burgweg sowie den etwas steileren Hohlweg. Sie ist Station verschiedener Pilger-, Rad- und Wanderwege. Besucher können die Anlage von April bis November (2021 ab Ende Mai) an Wocheneden und Feiertagen jeweils von 14 Uhr bis 18.30 Uhr erkunden. Weitere Infos zu den Öffnungszeiten, Regeln und Führungen durch die Anlage gibt es auf der Internetseite Burg und Burgpark Gamburg.

© Burg Gamburg/Alexander Nicke
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Auf einem Bergsporn im Mudtal in der Nähe der Ortschaft Kirchzell im Odenwald können Besucher die Überbleibsel der Burg Wildenberg erkunden. Sie wurde um das Jahr 1200 erbaut und in den Wirren der Bauernkriege Anfang des 16. Jahrhunderts zerstört. Über Türmen, Erkern und Trümmern der beeindruckend großen Anlage thront noch heute der rund 25 Meter hohe Bergfried. Historisch bedeutend dürfte die Burg auch deshalb sein, weil Wolfram von Eschenbach womöglich einen Teil des Parzival hier verfasste. Die Burg Wildenberg ist ganzjährig öffentlich zugänglich. Bergfried und Gewölbekeller können jedoch nur bei Führungen besichtigt werden. Mehr Infos dazu gibt es (unter Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Situation) hier. Die Burg ist vom Parkplatz des Waldmuseums Watterbacher Haus in Kirchzell zu Fuß erreichbar. In der Nähe der Ruine befindet sich auch eine Station des Smart Pfads Odenwald.

© Margareta Sauer

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Unweit von Wertheim verbirgt sich eine der größten Burgruinen Bayerns – die Burg Prozelten, auch Henneburg genannt. 15 Kilometer von der Stadt Wertheim entfernt, liegt die mächtige Burgruine im südlichen Rand des Spessarts auf einem Ausläufer des Kühlbergs versteckt  und erhebt sich 100 Meter über der Gemeinde Stadtprozelten. Sie wurde um 1200 von den Schenken von Klingenberg als Befestigungsanlage errichtet, der Bergfried und das östliche Palas zeugen noch von dieser Zeit. Die imposante Anlage zählt zu den schönsten Burgruinen in ganz Deutschland.  Sie ist vor allem deswegen so gut erhalten, weil König Ludwig I. von Bayern im 19. Jahrhundert umfangreiche Sicherungsarbeiten durchführen ließ. Durch lange Zeit des Leerstands in den Folgejahren blieben weitere Modernisierungen jedoch aus und ein Blitzeinschlag im 20. Jahrhundert trug noch dazu bei, dass das Gebäude zusehendes verfiel. In den 1980er Jahren begann man schließlich mit einer großflächigen Sanierung der Burg und diese wird voraussichtlich im Jahr 2022 wieder komplett für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Die Henneburg ist ganzjährlich geöffnet und kostenfrei zugänglich, aufgrund der noch andauernden Sanierungsarbeiten sind die Bergfriede und das Palas jedoch aktuell für Besucher gesperrt.

© Holger Leue

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Eine weitere spannende Burgruine lockt vor allem Kultur- und Pferdefreunde nach Igersheim. Dort steht die ehemalige Deutschordensburg Neuhaus. Die imposante Burgruine, das Wahrzeichen Igersheims, stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist auf dem Kitzberg im Naturschutzgebiet Neuhaus zu finden. 400 Jahre war die Burg im Besitz des Deutschen Ordens, seit 1809 ist die Burg Staatsdomäne. Die Wirtschaftsgebäude, die Teil der Anlage sind, befinden sich in Privatbesitz und werden heute zur Pferdezucht genutzt . Nicht zuletzt dem Engagement des Vereins „Sport, Pferde und Kultur“ auf Burg Neuhaus ist zu verdanken, dass die Burg jedes Jahr Ziel zahlreicher Kulturfreunde ist. So kommen Mittelalter-Fans im Juni beim traditionellen Fest Spectaculum et Gaudium, mit Mittelaltermarkt und Ritterturnier auf ihre Kosten, während im Juli das Burg-Neuhaus-Open Air für musikalische Unterhaltung sorgt. Aufgrund der Corona-Pandemie entfällt das Mittelalterfest 2021 leider. Aber selbst wenn kein Fest stattfindet lohnt sich ein Besuch auf Burg Neuhaus, denn Burgruine und Bergfried sind das ganze Jahr über frei zugänglich. Aktuell müssen Besucher auf historische Burgführungen verzichten, vor Ort gibt es jedoch informative Flyer, durch die Besucher von allein in die Geschichte der Deutschordensburg eintauchen können.
Die Burgbesichtigung kann übrigens wunderbar mit einer Wanderung verbunden werden, denn der IHG-50 Burg-Neuhaus-Weg Igersheim führt direkt dorthin. Auf dem schönen Rundweg laden außerdem  herrliche Ausblicke und eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Wacholderheide“ zum Verweilen ein.

© Ingrid Kaufmann-Kreusser

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Majestätisch erhebt sich über der Stadt Miltenberg die Mildenburg. Im 13. Jahrhundert vom Erzbischof von Mainz als dessen Verwaltungssitz errichtet, wechselte die Burg im Laufe der Jahre unzählige Male den Besitzer. Der Markgräflerkrieg im 16. Jahrhundert hinterließ deutliche Spuren der Zerstörung an der Anlage, sodass die Mildenburg in Zuge des darauf folgenden Wiederaufbaus ihren Treppenturm und heutiges Erscheinungsbild erhielt.  Bergfried und Ringmauer, die erhalten geblieben sind, stammen jedoch original aus dem 13. Jahrhundert. Nachdem die Burg bereits mehrere Besitzerwechsel hinter sich hatte und die Anlage zunehmend verfiel, gelang es der Stadt Miltenberg 1979 die Mildenburg in ihren Besitz zu bringen. Diese erstrahlt nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen und Bauarbeiten nun in neuem Glanz und lockt Besucher aus allen Ecken nach Miltenberg. Konnte man früher lediglich den Außenbereich der Burg bestaunen, kann seit der Sanierung auch der Innenbereich besichtigt werden. Seit 2011 ist die schöne Burg mit der Eröffnung des Museums Burg Miltenberg wieder öffentlich zugänglich. Das Museum ist seit Ende Mai 2021 wieder für Besucher geöffnet, für Erwachsene fallen Kosten an, für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt kostenlos. Nähere Informationen zu den aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen und Führungen gibt es hier.

© Holger Leue

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Im Tal des Hardheimer Bachs, oberhalb des kleinen Örtchens Schweinberg bei Hardheim, thront die mächtige Bergfried-Ruine Burg Schweinberg. Bestehend aus einer Vorburg und einer Kernburg, von der letztere öffentlich zugänglich ist, erzählt die Burganlage von längst vergangenen Zeiten. Die archäologische Denkmalpflege datiert die Burg auf das 12. Jahrhundert und der Stammbaum der ursprünglichen Burgherren, das edelfreie Geschlecht „de Swenenburg“, lässt sich bis auf das Jahr 1098 zurückverfolgen. Über die Jahre fiel die Burg immer mehr dem Verfall anheim und wurde zwischenzeitlich gar als Steinbruch genutzt. Heute zeugen eine erhaltene Bastion und der Bergfried vom ursprünglichen Glanz der eindrucksvollen Anlage, die vier Meter dicken Mauern vermitteln einen guten Eindruck von den ursprünglichen Dimensionen des Bauwerks.

© Elmar Zegewitz

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Burg Guttenberg: Der Faszination kann sich kaum einer entziehen. Wenn ein Uhu, ein Geier oder ein Seeadler nur ein paar Zentimeter über den Köpfen der Besucher segelt, dann ist die Ehrfurcht vor diesen majestätischen Tieren mit Händen zu greifen. Die Deutsche Greifenvogelwarte auf der Burg Guttenberg fasziniert Groß und Klein bis heute.

© Ursula Brinkmann
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