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FunFacts aus der Region

Wussten Sie schon...

… dass an der Entstehung des Klosters Bronnbach ein Heiliger und drei Vögel maßgeblich beteiligt waren?

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Der Legende nach zeigte der heilige Bernhard von Clairvaux, der auf einer Pilgerreise Halt in Wertheim machte, auf das Taubertal und weissagte, dass dort ein Kloster seines Ordens gegründet werden würde. Fränkische Edelleute, die den Plan hegten, ein Zisterzienserkloster zu stiften und sich auf der Suche nach einem geeigneten Standort befanden, erblickten an demselben Ort drei weiße Lerchen, die zwitschernd aus dem Dickicht aufflatterten. Die Edelleute folgten diesem Fingerzeig Gottes und errichteten an der Stelle die Abtei Bronnbach. Die drei weißen Lerchen sind übrigens auch im Wappen des Klosters wiederzufinden.

© dpa

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Die erste Ausgabe der „Fränkischen Nachrichten“ am Dienstag, 30. Juli 1946, bestand aus nur vier Seiten. Ein Grund dafür dürfte der Papiermangel in der Zeit nach dem Krieg gewesen sein. Anfangs erschienen die FN auch lediglich dreimal pro Woche – dienstags, donnerstags und samstags.

© Fränkische Nachrichten

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Mit einer Fläche von fast 700 Quadratmetern ist das Deckenfresko im Treppenhaus der Würzburger Residenz das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom berühmten Freskenmaler Giovanni Battista Tiepolo aus Venedig angefertigt.

© dpa
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… dass Bilder und Anzeigenvorlagen früher per Bus oder Bahn von den FN-Standorten nach Tauberbischofsheim transportiert wurden? Bevor Computer zum Bestandteil der täglichen Arbeit in den Redaktionen wurden, mussten Fotos und Anzeigevorlagen trotzdem „irgendwie“ von den FN-Standorten in Bad Mergentheim, Wertheim, Buchen und Walldürn nach Tauberbischofsheim gelangen – in einer großen, stabilen Mappe. Von Buchen und Walldürn fuhr täglich der Rhein-Main-Bus von Heidelberg nach Würzburg. Der Fahrer hielt kurz in Tauberbischofsheim und reichte das Paket aus dem Fenster. Von Wertheim und Bad Mergentheim kam die Mappe mit dem Zug – da hieß es pünktlich sein, damit sie nicht nach Aschaffenburg weiterfuhr. Wurde der Zug einmal verpasst, gab es zwei Möglichkeiten: Der Schaffner warf die Mappe auf den Bahnsteig, oder in seltenen Fällen fuhr der Hausmeister dem Zug hinterher und versuche, ihn an einer anderen Station abzupassen.

© Josef Heer

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... wie viele Meter Zeitungspapier auf eine der großen Rollen in der Druckerei passen? Jede Nacht werden die Fränkischen Nachrichten in der Druckerei des Mannheimer Morgen gedruckt und danach zu den Lesern nach Hause transportiert. Wenn man den Weg in die riesige Versandabteilung zu Fuß geht, kommt man im Rollenkeller vorbei. Dort werden die großen Papierrollen gelagert. Auf einer Rolle sind rund 22 Kilometer Zeitungspapier – das entspricht ungefähr der Strecke von Hardheim nach Wertheim.

© Benjamin Jungbluth

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Der letzte noch aktive Eisenhammer im Spessart steht in Hasloch. Er arbeite heute noch wie vor über 230 Jahren und wird vom Konzern Kurtz Ersa - dessen Grundstein er ist - als lebendiges Industriedenkmal betrieben.

© Elisa Katt

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Wissen Sie, woher der Odenwald seinen Namen hat? Nein? Kein Wunder, denn die Herkunft des Namens wird kontrovers diskutiert. Eine mögliche Erklärung führt die Bezeichnung auf den nordischen Göttervater Odin zurück – „Odins Wald“. Dagegen spricht, dass Odin im Süden Deutschlands als Wotan verehrt wurde. Kommt der Name womöglich von Odem – also Atem – und leitet sich von Winden als Atem der Götter ab? Oder ist er dank spärlicher Besiedlung entstanden – also von „Öde“? Eine weitere Erklärung beruft sich auf den Wortstamm „Ode“, was Sage bedeutet und den Odenwald dementsprechend zum „Wald der Sagen“ deklariert.

© Frank Rumpenhorst

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Das größte oberschlächtige Mühlrad von Süddeutschland ist in Oberlauda zu bestaunen. Verschiedene heimatliche Geschichtshistoriker bestätigen das Jahr 1343 als erstmalige urkundliche Erwähnung der Mühle. 1886 war das Wasserrad ganz aus Holz, wobei das Alter nicht mehr nachvollzogen werden kann. Es hatte einen Durchmesser von 7,20 Metern. Ab 1896 hatte ein völlig neues, aus Eisen bestehendes Wasserrad einen Durchmesser von immerhin 10,60 Metern. Dazu war auch eine Triebwerksveränderung einschließlich des Zuleitungskanals erforderlich. 1902 wurde das Wasserrad auf den heute noch zutreffenden Durchmesser von 8,50 Metern reduziert.

© Kiatipis

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Einem einfachen Schäfer und seiner Herde ist es zu verdanken, dass die Kurstadt Bad Mergentheim zu dem wurde, was sie heute ist: Ein international anerkanntes Heilbad. Am 13. Oktober 1826, also vor fast 200 Jahren, entdeckte der Schäfer des Johanniterhofes, Franz Gehrig, die Heilquellen wieder. Er weidete seine Herde rechts der Tauber, als er bemerkte, dass sich seine Schafe um eine Sickerstelle drängten. Vorsichtig kostete der Schäfer von dem Wasser - es schmeckte bitter und salzig. Dies war der Ursprung der heutigen Wilhelmsquelle. Durch Bohrungen wurden im Laufe der Zeit weitere Quellen gefunden: Drei Trinkquellen und eine Badequelle.

© Joachim W. Ilg

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Eine besondere Attraktion im Bad Mergentheimer Deutschordensmuseum ist das 1939 entdeckte „Hockergrab von Althausen", dessen Rekonstruktion seit 2015 Teil der Ausstellung „Vor 4500 Jahren im Taubertal“ ist. Vier Steinzeit-Menschen - eine Frau, ein Mann und dazwischen zwei Kinder - wurden gemeinsam bestattet. Forschungen verrieten, dass es sich bei den Personen, die hier eng umschlungen liegen, um eine „Patchwork-Familie“ handelt.

© Holger Schmitt
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Wolfram von Eschenbach hat womöglich einen Teil seines berühmten Versromans Parzival in Wertheim verfasst. Darauf lässt eine Passage im Werk schließen. Dort ist zu lesen: „min herre der grave von Wertheim“. Daraus schließen Historiker, dass von Eschenbach auch in Diensten eines Wertheimer Grafen gestanden hat, hinter dem sie Graf Poppo I. oder seinen Sohn vermuten.

© Susanne Marinelli

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Das Bauland zwischen Tauber und Odenwald ist als Heimat des Grünkerns bekannt. Die Entstehung der kulinarischen Spezialität geht zurück bis ins Jahr 1660, wie der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ informiert. Der Grünkern wurde aufgrund von Missernten zufällig entdeckt. Durch verregnete, nasskalte Sommer verdarb das Korn bereits vor der Reife. In der darauf folgenden Hungersnot kamen die Bauern auf die Idee, den grünen Dinkel bereits während der Milchreife, das heißt 14 Tage vor der Vollreife, zu schneiden und die Körner im Backofen zu trocknen. Da jedoch kein gutes Brot aus dem Grünkern gebacken werden konnte, fand dieser hauptsächlich Verwendung als Suppeneinlage. Heute wird der Grünkern mit Mähbinder und Mähdrescher geerntet und anschließend auf der so genannten Darre getrocknet. Der Fränkische Grünkern ist seit 2015 europaweit geschützt und wurde in das europäische Herkunftsregister aufgenommen. tlt

© Matthias Balk/dpa

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Die Alte Mainbrücke in Würzburg zält zu den zehn schönsten Brücken in ganz Deutschland. Das findet zumindest das Geo-Magazin. „Auf den ersten Blick wähnt man sich auf der Prager Karlsbrücke – doch die ist 320 Kilometer entfernt“, schreibt das Magazin in seinem Online-Ranking.

© Daniel Karmann

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Die Peterskapelle ist das älteste erhaltene Bauwerk in Tauberbischofsheim. Errichtet wurde die Kapelle im Jahr 1180. In und an dem sakralen Bauwerk erinnern zahlreiche kunstvolle Grabplatten an Tauberbischofsheimer aus vergangenen Jahrhunderten. Die Peterskapelle fungierte im Laufe der Geschichte als Stadtkirche, Friedhofskapelle und Heimatmuseum.

© Fabian Greulich

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Ein Wertheimer Wirt musste im 17. Jahrhundert einmal 30 Gulden Strafe zahlen, weil er einen Grafen nicht in seine Gaststätte lassen wollte. Historiker und Archivar Robert Meier beschreibt den Vorfall wie folgt: Graf Kraft zu Hohenlohe wollte 1632 im Wirtshaus „Kette“ einkehren, aus der im Übrigen später die „Bach’sche Brauerei“ wurde. Der Kettenwirt Philipp Metzler aber wies den Diener des Grafen ab: Das Wirtshaus sei zu voll. Da besagter Graf allerdings zu dieser Zeit als Statthalter amtierte, hatte der Wirt einen „hohen Repräsentanten der herrschenden Gewalt“ seiner Schenke verwiesen. Als Strafe sollte Metzler nicht nur 60 Gulden sondern zusätzlich noch die Bewirtungskosten in „Rose“ und „Gans“ übernehmen, wo der Graf stattdessen eingekehrt war. Doch der Wirt wehrte sich und schließlich wurde seine Strafe auf 30 Gulden reduziert. Später eröffnete Philipp Metzler den „Ochsen“, der sich auch heute – knapp 400 Jahre später – noch am Wertheimer Marktplatz befindet.

© Armin Weigel/dpa
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Gerade im ländlichen Raum setzen viele Menschen nach wie vor auf das eigene Auto als Verkehrsmittel der Wahl. Die meisten Autos pro Kopf hat im Main-Tauber-Kreis die Stadt Grünsfeld. Dort kommen knapp 7,4 Fahrzeuge auf zehn Personen. Am anderen Ende der Skala steht Bad Mergentheim mit rund 6,2 Autos pro zehn Einwohner.

© dpa

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Ottilie Klein kam 1880 nach Wertheim und muss die Stadt wohl geliebt haben, denn sie blieb bis zu ihrem Tod 1930. Mehr als 40 Jahre lang arbeitete sie als Lehrerin - in einer Zeit, zu der Frauen diesen Beruf aufgeben mussten, sobald sie heirateten und eine Familie gründeten. Mit zwei Kolleginnen gründete sie die erste Frauen-WG in Wertheim. 1919 zog sie dann als erste weibliche Abgeordnete ins Wertheimer Stadtparlament ein. In diesem Jahr durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt wählen und gewählt werden.

© Grafschaftsmuseum Wertheim

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Der sogenannte Moosbrunnen ist eins der Wahrzeichen von Wertheims Partnerstadt Salon-de-Provence in Südfrankreich. Kalkablagerungen haben dazu geführt, dass die Brunnenschalen komplett mit Moos zugewachsen sind, und sorgten so für die unverwechselbare Form der Sehenswürdigkeit. Übrigens stand der Brunnen bereits im 16. Jahrhundert.

© Office de Tourisme

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Graf Wolfgang II. von Hohenlohe residierte ab 1587 in Weikersheim und ließ das Schloss dort neu bauen. Der Graf hatte eine Schwäche für Alchemie und ging seinem Hobby in einem kurz nach dem Umzug egens dafür eingerichteten Labor nach. Im Jahr 1595 kam der junge Alchemist Michael Polhaimer an den Hof und behauptete, den Grafen lehren zu können, wie man aus Quecksilber Silber gewinnt. Dieser bemerkte den Betrug erst, als sich Polhaimer schon mit einer größeren Summe Geld nach Würzburg abgesetzt hatte. Lange dauerte es allerdings nicht, bis der Übeltäter verhaftet wurde. Graf Wolfgang ließ ihn im Burggefängnis einsperren, begnadigte ihn zwei Jahre später und stellte ihn daraufhin als Kanzleischreiber ein, damit er so seine Schuld beglich. Knapp ein Jahr später starb Michael Polhaimer bei einem Duell.

© Staatliche Schlösser und Gärten

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Hollywood-Stars in Unterfranken: 2010 fanden Dreharbeiten für den Film „Die drei Musketiere“ in Würzburg statt. Viele Schaulustige kamen zur Residenz, der Alten Mainbrücke und der Festungen Marienberg, um einen Blick auf Berühmtheiten wie Orlando Bloom, Milla Jovovich und Christoph Waltz zu erhaschen. Der Hollywood-Streifen kam 2011 in die Kinos und war einer der teuersten Filme, die jemals in Deutschland gedreht wurden.

© Daniel Karmann

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Weikersheims Stadtteil Nassau hat einen Namenszwilling am anderen Ende der Welt – die Hauptstadt des atlantischen Inselstaats Bahamas trägt den gleichen Titel. Solche Doppelgänger sind auf der ganzen Welt zu finden: Es gibt ein Sydney in Kanada und ein Paris in den USA. Auch bei einigen Städten und Gemeinden in der Region besteht Verwechslungsgefahr. Freudenberg zum Beispiel gibt es nicht nur am Main sondern auch in der bayerischen Oberpfalz und in Nordrhein-Westfalen. Gemeinden in Rheinland-Pfalz und Sachsen tragen den Namen Boxberg, ebenso wie ein Stadtteil von Heidelberg.

© Michael Weber-Schwarz

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Die Würzburger Julius-Maximilians-Universität blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sie wurde zuerst 1402 mit dem erforderlichen Privileg von Papst Bonifatius IX. als „Hohe Schule zu Würzburg“ gegründet. Damit war sie die vierte auf dem heutigen Gebiet Deutschlands und erste in Bayern. Bereits 1430 wurde der Lehrbetrieb allerdings wieder eingestellt. Nach diesem gescheiterten ersten Anlauf wurde die Universität im Jahr 1582 von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn erneut gegründet, einem ihrer Namensgeber. Der zweite Teil ihres Namens stammt von König Maximilian I. Joseph von Bayern.

© Daniel Karmann

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Wenn die Altstadt zum Feuchtgebiet wird: Seit Jahrhunderten führt Wertheims Lage an Main und Tauber immer wieder zu Hochwassern. Wussten Sie aber, dass es auch das Phänomen des "Hochwassertourismus" bereits vor über hundert Jahren gab? Das Grafschaftsmuseum beschreibt, dass einige Altstadtbewohner im Jahr 1909 keine Boote mehr bekamen, "da diese für Spazierfahrten an Touristen vermietet waren".

© Kellner

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Mit dem EU-Austritt Großbritanniens zum 31. Januar 2020 wurde Veitshöchheim , genauer gesagt der kleine Ortsteil Gadheim, zum geografischen Mittelpunkt der Europäischen Union: Dieser liegt nun bei 9 Grad, 54 Minuten, 7 Sekunden östlicher Länge und 49 Grad, 50 Minuten, 35 Sekunden nördlicher Breite auf einem Acker im Landkreis Würzburg. 

© Nicolas Armer

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Barbara von Wertheim, die aus dem Geschlecht der Schenk zu Limpurg stammte, heiratete im Jahr 1528 den Wertheimer Grafen Georg II., der jedoch bereits zwei Jahre später starb. Gräfin Barbara übernahm daraufhin die Vormundschaft ihres 1529 geborenen Sohnes und so wurden Stadt und Grafschaft Wertheim vor fast 500 Jahren von einer Frau regiert. Barbara war außerdem eine wichtige Figur der Reformation in Wertheim. Ihre Grabplatte (Bild) ist in der Stiftskirche zu finden.

© Kurt Bauer
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Mit rund 626 Metern ist der Katzenbuckel der höchste Berg des Odenwalds. Der Gipfel des erloschenen Vulkanschlots erhebt sich nahe der Gemeinde Waldbrunn im Neckar-Odenwald-Kreis. Woher der Name Katzenbuckel wirklich kommt, ist nicht geklärt – es gibt verschiedene Theorien. Die naheliegende Erklärung dürfte sein, dass die Form des Bergs die Menschen an den gekrümmten Rücken einer Katze erinnerte. Es ist aber auch denkbar, dass sich der Name von den Chatten ableitet, einem germanischen Volksstamm, der einst die Region besiedelte. Womöglich ist auch der Name des Bundeslands Hessen auf diesen Stamm zurückzuführen.

© Ronald Wittek

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Johann Wolfgang von Goethe trank gern Wertheimer Wein - den er vermutlich per Zufall erstmals probierte: Ein Weinhändler schickte ihm 1797 Wertheimer, weil der eigentlich bestellte Würzburger ausgegangen war. Der Wein kam nicht schlecht an, 1798 und 1800 orderte Goethe jeweils sechs Flaschen. Keine gewaltige Menge, aber immerhin. Und mit der Zeit wurde der Konsum des Wertheimer Weins im Haushalt Goethes zur schönen Gewohnheit.

© Frank Rumpenhorst/dpa

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Zugegeben, lang blieb Albrecht Dürer nicht in Wertheim. Als der Maler im Juli 1520, damals auf dem Höhepunkt seines Schaffens, in der Main-Tauber-Stadt ankam, befand er sich auf der Durchreise von Nürnberg in die Niederlande. Ob er Wertheim nicht reizoll genug fand, um zum Stift zu greifen, oder ob ihm schlicht die Zeit nicht reichte: Eine Ansicht der Stadt hat er nicht hinterlassen. Dafür gab er wohl für Speis und Trank 57 Pfennige aus, bevor ihn sein Weg weiter den Main entlang führte.

© Daniel Karmann/dpa

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Vor fast 230 Jahren, am 5. September 1791, kam der junge Ludwig van Beethoven in Mergentheim an. Er spielte die Bratsche im Hoforchester des Hochmeisters Maximilian Franz von Österreich. Bei seinem Aufenthalt in der Kurstadt ahnte wahrscheinlich kaum einer, dass er einmal einer der berühmtesten Komponisten der klassischen Musik werden sollte.

© Oliver Berg

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"Der Maah künnt . . .!": In Wertheim fließen Main und Tauber zusammen, die Stadt wird regelmäßig überflutet. Besondere Ausmaße erreichte das Hochwasser 1784 – bei einem Main-Pegel von 8,5 Metern stand die Wertheimer Altstadt unter Wasser. „Schuld“  hieran  war ein langer, kalter Winter mit starkem Schneefall, zugefrorenen Flüssen und, bei schließlich einsetzendem Tauwetter, heftigem Regen. Zum Vergleich: Der normale Pegel am Zusammenfluss von Main und Tauber liegt bei rund 1,5 Metern.  Dieses Bild stammt aus dem Jahr 1909, als die Altstadt ebenfalls überflutet war.

© FN-Archiv/Holl

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Mit bis zu 30 Tieren ist das Wolfsrudel des Bad Mergentheimer Wildparks das wohl größte in Europa. Meist verstecken sich die scheuen Tiere im weitläufigen Gehege, doch mit etwas Glück kann man ihre grauen Schnauzen zwischen den Bäumen entdecken.

© Boris Roessler

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Wendelin Grimm wurde 1818 in der Brunnenstadt geboren, verbrachte dort die erste Hälfte seines Lebens und heiratete mit 27 Jahren Juliane Segner. Als der älteste Sohn der Eheleute elf Jahre alt war, beschloss die Familie nach Nordamerika auszuwandern und kam im Herbst 1957 in Minnesota an. Neben drei Koffern mit ihren Habseligkeiten brachte Grimm einen Beutel mit Samen der Luzerne – des „Ewigen Klees“ – mit in seine neue Heimat. Diese Samen säte er auf seinem Gehöft, doch kaum eine Pflanze überdauerte den strengen Winter. Im Frühjahr erntete Grimm die Samen der wenigen überlebenden Luzerne und wiederholte das ein ums andere Jahr. Nach langer, harter Arbeit gelang es ihm so, den ersten winterfesten Klee in Nordamerika zu züchten.

© Holger Hollemann/dpa

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Die Tropfsteinhöhle im Buchener Stadtteil Eberstadt verdankt ihre Entdeckung einem Zufall, so heißt es auf der Homepage der Sehenswürdigkeit. Im Dezember 1971 fanden in einem Muschelkalksteinbruch Sprengungen statt und dabei öffnete sich ein Spalt, ein Meter hoch und zwei Meter breit. Dahinter verbarg sich ein Naturdenkmal von atemberaubender Schönheit.

© Marcel Sowa

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Der Name des Flusses Tauber geht auf das keltische Wort „dubr“ zurück, welches „Wasser“ bedeutet. In Großbritannien gibt es mehrere Ortsnamen mit einem ähnlichen Wortstamm. So beispielsweise die englische Stadt Dover, oder auch das kleine Dorf Doverdale – dessen Name nicht nur sehr ähnlich klingt wie unser Taubertal, sondern wohl auch eine vergleichbare Herkunft hat.

© Elisa Katt

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Das ist wohl darauf zurückzuführen, dass katholische Orte wie die Brunnenstadt den gregorianischen Kalender bereits Ende des 16. Jahrhunderts einführten, evangelische Regionen wie Wertheim dagegen erst Jahrzehnte später.

© Patrick Pleul/dpa
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