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"MM"-Bürgerforum

"MM"-Bürgerforum: Fragen aus dem Publikum

Bei der „MM“-Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl im Nationaltheater haben auch die Zuhörer Fragen stellen können. Es ging etwa um eine dritte Rheinbrücke, neuen Wohnraum, gefällte Bäume, zugemüllte Haltenstellen und für Fahrradfahrer in beide Richtungen freigegebene Einbahnstraßen.

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Bernhard Reinbold: "Im Grundgesetz steht nicht nur, dass Eigentum geschützt ist, sondern auch, dass Eigentum verpflichtet. Wie wollen Sie sicherstellen, dass sein Gebrauch der Allgemeinheit dient?" Claudius Kranz: "Wir brauchen hier Maß und Mitte. Beim Wohnraum sollte gewährleistet werden, dass in dieser Stadt ein Manager ebenso etwas findet wie ein einfacher Angestellter, der ein bezahlbares Reihenhäuschen sucht."

© Christoph Blüthner

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Monika Meis: "Am Rande von Franklin wurden eine ganze Menge Bäume gefällt. Warum?" Ralf Eisenhauer: "Das war im Zuge der Konversion notwendig. Anstelle der gefällten Bäume wird ein höherwertiges Biotop entstehen, in dem viele Pflanzen und Insektenarten geschützt werden." Melis Sekmen: "Um Grünflächen stärker zu schützen, fehlte uns leider bisher die politische Mehrheit

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Melanie Laube: "In der Neckarstadt-West gibt es große Probleme mit Sperrmüllhaufen, die lange liegen bleiben und immer größer werden. Manche Leute verbrennen auch einfach ihr Sperrmüll-Holz." Melis Sekmen: "Da muss man bei der Stadt anrufen, dann werden die Sperrmüllhaufen abgeholt. Dass Sperrmüll von einigen auch daheim verbrennt wird, ist mir neu. Wenn das so ist, muss man dem mal nachgehen."

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Helmut Roos: "In der Augustaanlage soll auf dem Gehweg auch ein Fahrradweg entstehen. Wie soll der da bei all den Laternen und Haltestellen hinpassen?"  Melis Sekmen: "Das ist ein sehr breiter Gehweg. Messungen haben ergeben, dass man einen Teil von ihm zum Fahrradweg machen kann." Thomas Trüper: "Vom Platz her sollte es gehen, Fahrradweg und Gehweg räumlich zu trennen.

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Hagen Hunek: "Seit zehn Jahren sind Hunde und Fahrräder am Strandbad verboten. Aber feiernde Menschen hinterlassen riesige Müllmengen, auch Gänse machen sehr viel Dreck. Warum werden Hundebesitzer ausgeschlossen?" Achim Weizel: "Wie ich höre, halten sich da leider einige nicht an die geltenden Regeln. Die muss die Stadt eben auch durchsetzen. Mit den Gänsen ist es wegen des Tier- und Naturschutzes schwierig."

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Hedwig Sauer-Gürt: "Warum will die CDU, dass auf Coleman nur Häuser mit Swimming Pool und so weiter für besonders reiche Menschen entstehen?" Claudius Kranz: "Das ist nicht unsere Position. Hier kann man auch noch gar nicht richtig planen, weil Coleman ja noch von den US-Streitkräften genutzt wird und niemand weiß, wie lange noch. Und neuer Wohnraum kann da wohl nur am Rande entstehen."

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Hermann Kraus: "Wie stehen Sie zu einer dritten Rheinquerung?" Rüdiger Ernst: "Die brauchen wir unbedingt. Die Stadt sollte auch darauf hinwirken, dass die A 6-Autobahnbrücke über den Rhein verbreitert wird." Thomas Trüper: "Eine dritte Rheinbrücke bringt nichts. Bis sie fertig wäre, ist die Sanierung der Ludwigshafener Hochstraßen vorbei. Wir sollten besser mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen."

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Andreas Ksionsek: "Bei uns auf dem Lindenhof entsteht ein neuer Kinderhort am Rande des Waldparks. Das wird wieder Natur kosten, dabei ist der zusätzliche Betreuungsbedarf seit langem bekannt. Wieso plant man nicht langfristiger?" Melis Sekmen: "Uns ist sehr wichtig, dass bei Baumaßnahmen vorhandene Grünflächen möglichst erhalten bleiben. Einen bestehenden Baum zu erhalten ist immer besser, als einen neu zu pflanzen."

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim? 

Swaantje Düsi (30, Mannheim): „Das ist klar das Thema Kinderbetreuung. Es ist absurd, dass man sich heute schon für einen Krippen- oder Kindergartenplätze anmelden muss, wenn man schwanger ist. Die Stadt hat dieses Problem viel zu spät erkannt und damit auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stark geschadet. Hier muss konsequent investiert werden, damit die Versäumnisse aufgeholt werden. Sonst werden am Ende viele Mütter, die nach der Geburt gerne wieder arbeiten gehen würden, dazu gezwungen, zu Hause zu bleiben.“

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim? Franziska Grün (25, Mannheim): „Bezahlbares Wohnen. Als Studentin ist es für mich und viele andere Kommilitonen furchtbar, eine Wohnung zu finden, die man ohne große Schwierigkeiten bezahlen kann. Und wenn man doch Wohnraum findet, muss man darum konkurrieren. Wer das Geld hat, kann sich seinen Wohnraum aussuchen, und junge Menschen, die auf dem Sprung in den Beruf sind, haben das Nachsehen. Daran müsste dringend etwas getan werden, damit das Leben in dieser Stadt in Zukunft finanzierbar ist“

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim? Heidemarie Bauriedel (70, Mannheim): „Mir kommen da gleich zwei Themen in den Sinn. Auf der einen Seite das Thema Sauberkeit, das uns viel darüber sagt, wie wir die Stadt schätzen, in der wir leben. Auf der anderen Seite das Thema Zusammenleben, das mir sehr am Herzen liegt – und das meine ich bewusst auch international. Denn wir haben in der Stadt viele Menschen, die aus anderen Ländern gekommen sind und spüren sollten, dass hier das deutsche Grundgesetz gilt, an das auch sie sich zu halten haben. Wenn die Politik mehr dafür tut, dass die Menschen das begreifen und sich an Recht und Ordnung halten, ist uns allen gedient.“

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim? Christian Düsi (30, Mannheim): „Das ist ein sehr individuelles Problem, das ich aber – wie ich denke – mit vielen anderen Menschen teile, und zwar das Thema Radwege. Wir haben hier in Mannheim kein funktionierendes Radwegenetz, an vielen Stellen noch nicht einmal eine klare Trennung zwischen Rad- und Fußwegen. Das führt bei mir regelmäßig zu gefährlichen Situationen. So weit, dass ich mittlerweile längst nicht mehr so viel mit dem Rad unterwegs bin, wie ich es gerne sein würde.“

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim? Christa Heller (83, Mannheim): „Das drängendste Problem ist das, das gar nicht richtig angesprochen wurde: die Bildung. Die ist für mich mit Anstand und Respekt verbunden. Das lernte man bei uns früher in der Kinderstube. Wer sich anständig verhält, tritt anderen Menschen nicht zu nah, wirft seinen Müll nicht auf den Boden und sorgt sich umeinander. Das in die Köpfe der Menschen zu bringen, sollte Aufgabe der Politik sein, sonst brauchen wir schlüssige Antworten bei anderen Themen gar nicht zu erwarten.“

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim?

Robin Kähler (72, Mannheim): „Über Mobilität und Verkehr ist gesprochen worden, aber am Ende hört man meist nur, was die Parteien alleine machen wollen. Über die Grenzen des eigenen Programms schaut da niemand. Was mir fehlt, ist die Bereitschaft zum Konsens, mit der man sagt: Wir müssen das lösen. Dabei bräuchte es genau die in der heutigen Zeit so dringend. Wenn wir vieles nur behaupten, ohne es umzusetzen, können wir es gleich lassen.“

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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim?

Monika Wyss (75, Mannheim): „Ich habe heute Spitzenkandidaten gehört mit Positionen, die mir bestens bekannt waren. Auf den Listen sehe ich Dutzende Namen, zu denen ich keine Beziehung habe, doch die bekommt man bei solchen Veranstaltungen nie zu hören. Dabei hätten die zu Sicherheit und Konversion sicherlich einiges zu sagen. Mit Sicherheit mehr als die Kandidaten heute.“

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Veröffentlicht
Von
Timo Schmidhuber
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Umfrage: Was ist das drängendste Problem in Mannheim?

Günter Sebastian (71, Mannheim): „Da ich schon gewählt habe, hat mir das Forum als Wahlhilfe nichts mehr gebracht. Ich bin von den Kandidaten heute enttäuscht. Was hier gesagt wurde, ist teilweise vernünftig, wird nach der Wahl aber sicher in großen Teilen wieder hinter dem Fraktionszwang verschwinden. Dabei bräuchten wir wieder mehr Basisarbeit.“

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