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Für gute Düngung - Nährstoffe im Gartenboden wichtig

Zeit für den Bodencheck

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Veitshöchheim. Die richtige Ernährung der Pflanzen sorgt für gutes Wachstum und Pflanzengesundheit. Um optimal zu düngen, spielen die Nährstoffe im Gartenboden eine wichtige Rolle. Doch welche Nährstoffe sind schon im Boden vorhanden? Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie empfehlen eine Bodenprobe im Spätherbst. Nur wer weiß, welche Nährstoffe im Gartenboden vorhanden sind, kann richtig düngen. Bei einer Untersuchung im Bodenlabor werden vorhandene Nährstoffgehalte und andere wichtige Eigenschaften des Bodens ermittelt.

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Beete sollten leer sein

Eigentlich hat der Zeitpunkt der Probenahme keinen Einfluss auf die Ergebnisse, bis auf die Bestimmung pflanzenverfügbaren Stickstoffs. Sinnvoll ist jedoch die Zeit im Spätherbst oder zeitigem Frühjahr, wenn die Beete leergeräumt sind. Eine Bodenuntersuchung muss nicht jedes Jahr durchgeführt werden, da sich die Nährstoffgehalte wenig verändern. Im Gemüsegarten jedoch ist eine Probenahme etwa alle fünf Jahre zu empfehlen.

Werden die Gartenflächen unterschiedlich genutzt und bewirtschaftet (Obstgarten, Gemüsegarten, Ziergarten, Rasen), benötigt man eine getrennte Beprobung. Hierfür nimmt man zehn bis 15 Einstiche einer einheitlich bewirtschafteten Fläche, in der Regel bis 20 oder 30 Zentimetern Tiefe bei Gemüsebeeten und Staudenflächen. Bei Rasenflächen genügen zehn Zentimeter, für Bäume und Obstgehölze ist eine Beprobung von 60 bis 90 Zentimeter sinnvoll. Bei Obst- und Gartenbauvereinen sowie Siedlerverbänden oder anderen Stellen können oft Hilfsmittel geliehen werden. Wer keinen Bohrstock hat, verwendet für Tiefen bis 30 Zentimeter einen Spaten. Die gesammelte Erde zerkleinert man, mischt sie und verpackt 500 Gramm für das Bodenlabor.

Wertvolle Erkenntnisse

Die Standard-Bodenuntersuchung gibt Aufschluss über Bodenart, Phosphat- und Kalium-Werte sowie den pH-Wert. Oft lässt man Magnesium-Wert und Humusgehalt zusätzlich untersuchen. Der Humusgehalt zeigt an, wie viel organische Substanz sich im Boden befindet. Bei intensiver Nutzung baut sich Humus ab und setzt Nährstoffe frei, die den Pflanzen als Dünger dienen. In der Regel wird der Stickstoffgehalt im Boden nicht mit analysiert, da er sehr veränderlich ist. Mit einem Nitratschnelltest lassen sich die aktuellen Stickstoffwerte vor jeder Kulturpflanzung oder Aussaat auch vom Freizeitgärtner selbst ermitteln.

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Mit Hilfe der Bodenuntersuchungsergebnisse kann man zielgerichtet düngen. Oft zeigt sich nämlich, dass Volldünger nicht nötig sind. Eine wertvolle Grunddüngung erhält man durch das Ausbringen des eigenen Kompostes. Außerdem fördert er ein aktives Bodenleben. Die Ergebnisse einer Bodenanalyse geben häufig auch Aufschluss, warum bestimmte Ernährungsstörungen wie Stippe oder Eisenmangel auftreten.

Die Bodenprobe ist ein wichtiger Check, um den eigenen Gartenboden kennenzulernen, damit bodenschonend und fachgerecht gehandelt werden kann.

Der Boden ist ein wertvolles Gut und Ausgangspunkt allen Lebens auf der Erde. Alljährlich zum Internationalen Tag des Bodens (Weltbodentag 5. Dezember) bietet die Bayerische Gartenakademie schon seit vielen Jahren ein Seminar für Freizeitgärtner und Interessierte an.

Am 3. Dezember ist es wieder soweit. Unter dem Thema „Bodenpflege im Klimawandel“ findet das Seminar statt.

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