Der Garten im neuen Jahr

Von blühenden Glöckchen und nackten Zwiebeln

Schon im Januar tut sich draußen einiges

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flu
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Schneeglöckchen gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Frühlingsgewächsen der Welt. Mit ihren zarten Blütenglöckchen trotzen sie Wind und Wetter und verzaubern bereits zu Beginn des Jahres. © FLuwel

Bei einem flüchtigen Blick in den Garten könnte man meinen, die Natur läge vollumfänglich im Winterschlaf. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, genauer hinzuschauen, wird feststellen: Schon im Januar tut sich einiges draußen. In den Beeten sprießen bereits die ersten Zwiebelblumen und zeigen sich als kleine, grüne Spitzen, die aus der Erde herausragen – nicht zuletzt hatte hier auch das ungewöhnlich warme Wetter seit Silvester seine Finger im Spiel.

Zu den ersten, die Blüten zur Schau tragen, zählen die weißen Schneeglöckchen (Galanthus) und die sonnig gelben Winterlinge (Eranthis hyemalis). Meist ist erst im Februar mit ihnen zu rechnen, doch bei den aktuellen Temperaturen verzaubern sie schon etwas früher mit ihren Blütenglöckchen. Beide Frühjahrsschönheiten sind absolut treu und treiben Jahr für Jahr aufs Neue aus. Da sie bereitwillig verwildern, breiten sie sich sogar aus und bilden mit der Zeit eindrucksvolle Blütenteppiche.

Nach und nach gesellen sich dann auch die ersten Krokusse zum Gesamtbild dazu und sorgen für Abwechslung in der Farbgestaltung. Neben Weiß und Gelb bieten diese Knollen auch eine breite Palette an Lila- und Violetttönen. „Frühlingsblüher sind aber nicht nur schmückend, sondern auch wichtig für die hiesige Insektenwelt“, betont Carlos van der Veek. „Je nach Witterung unternehmen Hummelköniginnen bereits im Februar ihre ersten Flüge.“ Gepflanzt wurden die frühen Zwiebelpflanzen und Knollengewächse bereits im Herbst. Gleiches gilt für die etwas später blühenden Traubenhyazinthen (Muscari), Narzissen, Tulpen und viele weitere Frühlingsboten.

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Wer im letzten Jahr nicht dazu gekommen ist, muss sich also noch einige Monate gedulden, um den nächsten Frühling blütenprächtig zu starten. Es lohnt sich aber, schon jetzt mit der Liste für die nächste Pflanzzeit zu beginnen, sonst kann es sein, dass man im Laufe der Zeit die Blumenzwiebeln vergisst, die en Menschen die frühe Jahreszeit so angenehm machen.

„Gartenbesitzer, denen es bei den aktuell warmen Temperaturen im grünen Daumen kribbelt und die am liebsten sofort zum Spaten greifen möchten, können dennoch schon jetzt beginnen“, so van der Veek. „Ende Januar beginnt die Pflanzzeit für Lilien.“ Kein Witz: Die klassisch-schönen Sommerblumen haben nackte Blumenzwiebeln. Das bedeutet, ihnen fehlt eine schützende Außenschicht, die sie vor dem Austrocknen an der frischen Luft bewahrt. Deshalb rät der Experte, sie so früh wie möglich in die Erde zu setzen, denn eine Lagerung ist schwierig und vor allem von Laien kaum ohne Qualitätsverlust zu bewerkstelligen. Im Boden sind die Bollen dagegen gut aufgehoben und können bereits mit dem Wurzeln beginnen. Sollte das Wetter noch einmal umschwingen und mit einer Kälteperiode überraschen, ist das übrigens kein Problem. Lilienzwiebeln sind hart im Nehmen – genau wie die frühen Blüher Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse. flu