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Sind unsere Vögel noch zu retten?

Von 
Anton Mittenhuber
Lesedauer: 

Leserbrief zur Situation der Vögel in der heimischen Landschaft

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Auch wenn uns andere Probleme zur Zeit bewegen, so dürfen wir das Artensterben nicht aus den Augen verlieren. Wenn der Bestand eines Allerweltsvogels wie des Feldsperlings mittlerweile als gefährdet (Vorwarnstufe) gilt, ist das sehr besorgniserregend und sollte uns nachdenklich stimmen.

Der Rückgang der Vögel ist auch an den Kirschbäumen deutlich sichtbar, wo man wie in früheren Zeiten kaum noch Mitesser (Vögel) hat. Wie vor Jahren das Rebhuhn, der Feldhamster und andere mehr aus unserer Landschaft verschwanden, ist es heute beispielsweise der Kuckuck oder der Wiedehopf, die auch so langsam verschwinden, und wir werden uns in Zukunft von vielen anderen Vogel- und Tierarten verabschieden müssen.

Die „Rote Liste“ bedrohter Tiere und Pflanzen wächst und wächst und die Arten sterben schneller, als die „Rote Liste“ aktualisiert werden kann. Experten schätzen, dass pro Tag bis zu 150 Pflanzen und Tierarten von der Erde verschwinden. Über die Hälfte der in Deutschland brütenden Vogelarten ist gefährdet und etwa 20 gelten bereits als ausgestorben.

Die Hauptursachen sind bekannt, aber mit den bisherigen halbherzigen Vogelschutzmaßnahmen halten wir, wie man sieht, das Artensterben nicht auf. Diese wirken wie der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein.

Nötig wäre eine radikale Änderung unserer bisherigen Verhaltungsweise gegenüber der Natur, aber das ist nicht in Sicht. Erschreckend ist auch, dass viele Menschen dem Artensterben völlig gleichgültig gegenüberstehen und ihnen ein optimaler Handyempfang auch im Wald weit wichtiger erscheint als dass noch ein Vogel fliegt oder singt.

Aber täuschen wir uns nicht, denn wenn die Artenvielfalt verschwindet, dann ist auch unser Leben beziehungsweise das unseres ganzen Planeten bedroht. Ohne die Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen werden die fast ausgestorbenen Tiere (Vögel) und Pflanzen nicht wieder zurückkommen.

Viele Vögel leiden an und Futtermangel und an passenden Nistgelegenheiten. Das bedeutet: Füttern nicht nur im Winter und die Bereitstellung von Nisthilfen (Nistkästen) wo immer es möglich ist. Gleichsam neben dem Klimawandel bedroht auch das Artensterben das Leben auf der Erde, deshalb ist dem Artenschutz die gleiche Priorität wie dem Klimaschutz einzuräumen, was momentan nicht der Fall ist.

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