Klärschlammverordnung Rückgewinnung vorgesehen

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In Klärschlamm ist auch der Pflanzennährstoff Phosphor enthalten. Dieser geht jedoch weitgehend verloren, weil zum einen zwei Drittel der in Deutschland anfallenden 1,8 Millionen Tonnen Klärschlamm verbrannt werden. Zum anderen werden die Anforderungen an die derzeit noch in Landwirtschaft und Landschaftsbau als Dünger eingesetzten Klärschlämme verschärft. Künftig dürfen nur noch Klärschlämme mit geringen Schadstoffanteilen auf dem Acker eingesetzt werden. Die weltweiten Vorkommen vor allem schadstoffarmer Phosphate nehmen ab. Vor diesem Hintergrund der zunehmenden Verknappung dieses endlichen Rohstoffes hat der Bundestag eine neue Klärschlammverordnung beschlossen. Sie sieht vor, den Nährstoff aus Klärschlämmen zurückzugewinnen und als Düngemittel zu nutzen. Je nach Kläranlagengröße muss nach einer Übergangsfrist von zwölf bis 15 Jahren Phosphor aus Klärschlamm, Abwasser oder aus Klärschlammverbrennungsanlagen zurückgewonnen werden. Phosphor ist ein essenzieller Nährstoff für Pflanzen und spielt eine wichtige Rolle im Energietransfer der Zellen, ist am Kohlenhydrathaushalt, Wasserhaushalt und an der Photosynthese beteiligt. Phosphormangel führt zu verkleinerten Blattflächen, zu Verfärbungen bis hin zu Nekrosen. Die Entwicklung von Blüten, Samen und Früchten wird reduziert. bzfe