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Beliebtheit hat zugenommen - Eigentlich sind sie Pflanzen für drei Jahreszeiten / Die Qual der Sortenwahl

Heidelbeeren wahre Genussfrüchte

Von 
lwg
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Blühende Heidelbeeren. © Christine Scherer

Veitshöchheim. Heidelbeeren sind wahre Genussfrüchte. Die Beliebtheit der gesunden Beeren hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Warum nicht auch im eigenen Garten anbauen? Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim geben Tipps.

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Bei wenig Kalorien enthalten Heidelbeeren Ballaststoffe, Vitamine und weitere wertvolle Inhaltsstoffe. Die blauen Beeren schmecken einfach gut und sind beliebt bei Alt und Jung.

Heidelbeere oder Blaubeere?

Ursprünglich wurden die niedrigen, wildwachsenden Waldheidelbeeren (Vaccinium myrtillus) als Heidelbeeren oder Blaubeeren bezeichnet. Beide Begriffe werden synonym und oft regional unterschiedlich eingesetzt. So auch bei den „Kulturheidelbeeren“ (Vaccinium corymbosum), die seit den 1930er Jahren von Nordamerika kommend, auch in Deutschland angebaut und weiter gezüchtet werden.

Mit 1,20 bis 1,80 Metern Höhe sind Kulturheidelbeeren vom Wuchs deutlich größer als Waldheidelbeeren. Ein wesentlicher Unterschied ist auch die Frucht selbst. Wer kennt nicht die blauverschmierten Kindergesichter nach dem Genuss von Waldheidelbeeren? Sie besitzen außer der blauen Fruchthaut auch ein blauschwarzes Fruchtfleisch, das Zähne und Mund färbt.

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Bei den Kulturheidelbeeren, deren Früchte größer sind, passiert das nicht. Hier ist lediglich die Fruchthaut blau und das Fruchtfleisch grünlich bis weiß. Trotzdem spricht man von Blaubeeren.

Kultur-Heidelbeeren im Garten

Eigentlich sind sie Pflanzen für drei Jahreszeiten: glöckchenförmige cremeweiße Blüten im Frühjahr von Hummeln umschwärmt, blaue kugelige Früchte im Sommer und leuchtend rote Herbstfärbung.

Was den Standort betrifft, so möchte die Kulturheidelbeere einen Platz an der Sonne in einem sauren Boden. Gelangen die Wurzeln in Erde mit einem pH-Wert von über sechs, so färben sich die Laubblätter gelb und die Pflanze kümmert. Wo das Bodenmilieu nicht passt, hat es sich bewährt die Sträucher in große Kübel (Mörtelkübel) mit einem sauren Substrat (zum Beispiel Rhododendronerde) zu pflanzen. Wichtig ist die Gabe sauerwirkender Dünger (etwa Rhododendrondünger) und ausreichend Regenwasser. Staunässe darf jedoch keine entstehen, weshalb mehrere Abzugslöcher im Kübel mit Blähton als Drainage wichtig sind.

Wie bei anderen Beerensträuchern, beschränkt sich die Pflege auch das jährliche Entfernen einzelner älterer Triebe. Sinnvoll ist der Schutz vor Vogelfraß, denn die Früchte sind heiß begehrt. Empfehlenswert ist das rechtzeitige Schützen mit Gemüsefliegennetzen (Maschenweite 0,8 Millimeter). Diese sind so fein, dass auch die gefürchtete Kirschessigfliege nicht durch die Maschen hindurch kommt. Die Maden können in feuchten und kühlen Jahren besonders die Früchte später reifender Sorten schädigen.

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Die Beeren an einem Strauch reifen unterschiedlich, weshalb immer wieder durchgepflückt wird. Pflanzt man jedoch mehrere Sorten, so kann man über einen längeren Zeitraum ernten. Außerdem verbessert sich dadurch die Befruchtung und somit der Ertrag.

Von den frühen Sorten ‘Duke’ und ‘Reka’ kann man die ersten Früchte naschen, denn sie reifen je nach Region schon ab Mitte Juni. Vor der geschmackvollen und ertragreichen Heidelbeer-Sorte ‘Bluecrop’ erntet man den ganzen Juli hindurch. Bevor dann die späten Sorten ‘Elizabeth’ und ‘Darrow’ im August und September folgen.

Immer wieder trifft man auf Neues und Besonderheiten. So trägt die Heidelbeere ‘Hortblue Petite’ im Juni und September Früchte. Aufgrund ihres kompakten Wuchses und der Höhe von maximal einem Meter, lasst sie sich auch als niedrige Hecke pflanzen.

„Bazelberry“ als Lösung

Kein Platz im Garten oder nur ein kleinerer Balkon? „Bazelberry“ ist hier die Lösung.

Klein und kompakt bleibend, sind sie speziell für die Kultur in Gefäßen gedacht. Terrasse und Balkon werden mit winterharten Pflanzen verschönert, die Naschfrüchte liefern und im Herbst mit rötlicher Herbstfärbung erfreuen. lwg

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