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Obst und Gemüse für den Winter lagern - Tipps von den Fachleuten der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim

Für frische Vorräte in der kalten Jahreszeit

Von 
lwg
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Auch bei Sellerie sollte auf die entsprechende Lagerung in der kalten Jahreszeit genau geachtet werden. © LWG

Veitshöchheim. Damit die Wintervorräte lange frisch bleiben, benötigen sie gute Lagerbedingungen. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie aus dem unterfränkischem Veitshöchheim geben Tipps, wie man die Obst- und Gemüseernte aufbewahren kann.

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Knackiges Obst und Gemüse während der kalten Jahreszeit liefert gesunde Frische. Wenn die Ernte aus dem Garten kommt, dann ist dies unschlagbar regional.

Erntegut einlagern

Für eine Lagerung über einen längeren Zeitraum eignet sich nur gesundes Herbst- und Wintergemüse sowie Äpfel ohne Verletzungen, Schimmel-, Faulstellen oder andere Schädigungen. Rote Bete, Möhren und andere Knollen- und Wurzelgemüse werden für eine bessere Haltbarkeit nicht gewaschen, sondern kommen mit leicht anhaftender Erde in Eimer, Kisten oder einen großen Plastiksack. Vorher wird das Grün abgedreht.

Hat es geregnet, so wartet man noch ein paar Tage mit dem Ernten, damit die Erde am Gemüse nicht zu feucht ist. Das beugt Schimmeln und Faulen vor.

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Bei Kernobst eignen sich spät reifende Sorten, die zu einer möglichst langen Lagerfähigkeit knapp reif gepflückt werden. Wenn die Schalenfarbe von grün nach gelb umfärbt ist der optimale Erntezeitpunkt. Für die Lagerung sortiert man das Erntegut sorgfältig aus. Beim Durchsehen des gelagerten Obstes und Gemüses alle paar Tage kann man schnell reagieren und geschädigtes Lagergut entfernen, bevor anderes angesteckt wird.

Lagerbedingungen schaffen

Kühle und nicht zu trockene Lagerbedingungen sind nötig, um geerntetes Obst und Gemüse lang frisch zu halten. Lehm- und Erdkeller gibt es heute kaum mehr. Moderne Keller sind in der Regel zu warm und zu trocken. Daher sollte man die kühlsten Möglichkeiten: Schuppen, Garage, schattige Balkone oder Kellerschächte.

Lagerbehältnisse können mit gelochter Folie oder Zeitungspapier abgedeckt werden, um das Austrocknen des Erntegutes zu reduzieren. Wird es kalt und sinken die Außentemperaturen unter minus vier Grad schützen eine Decke, mehrere Lagen Zeitungspapier, Jutesäcke oder Ähnliches noch eine Zeit lang. Zudem wirken diese luftdurchlässigen Materialien gegen rasche Temperaturschwankungen.

Verstärkt nutzen

Erdmieten werden wieder verstärkt genutzt. Dabei werden Boxen, größere Gefäße, ausrangierte Waschmaschinentrommeln oder ähnliches in den Boden eingegraben und mit Deckeln oder Gittern abgedeckt, was vor Mäusefraß schützt.

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Das Lagergut selbst bekommt eine Bedeckung aus trockenem Stroh zum Luftaustausch und eventuell trockene Erde oder trockenen Sand.

Wem nur relativ warme Räume zum Lagern bleiben, kann zum Aufbewahren große Plastiktüten verwenden. Diese verhindert ein schnelles Austrocknen und verzögert das Nachreifen. Wenige kleine Schlitze oder Löcher mit einer Stricknadel sorgen für den nötigen Luft- und Feuchtigkeitsaustausch.

Lange im Beet lassen

Kälteunempfindliche Gemüse lässt man am besten so lange wie möglich draußen im Beet stehen. An milden Tagen wachsen die Pflanzen oft noch. Wintersalate, Wurzel- und Knollengemüse vertragen sogar leichte Fröste, die sich mit Vlies zuverlässig abhalten lassen. Grün- und Rosenkohl, Lauch und Feldsalat überdauern im Garten auch ohne Schutz.

Gemüse und Kartoffeln sollte man nicht zusammen mit Obst lagern. Besonders Äpfel bilden das Reifegas Ethylen, was Kartoffeln austreiben und Gemüse schneller welken lässt. Übrigens werden Kartoffeln nicht unter fünf Grad Celsius gelagert, da sie sonst Stärke in Zucker umbauen. Wo möglich, werden späte Apfelsorten getrennt von den bereits eingelagerten früheren Äpfeln und Birnen aufbewahrt.

Lager kontrollieren

Alle paar Tage sollte man das Vorratslager kontrollieren. Krankes und Faules wird gleich aussortiert, um eine Ansteckung zu verhindern. Mäusefraß kann vorgebeugt werden, indem man Fallen stellt. Früher reifende Apfelsorten isst und verarbeitet man stets zuerst. Dann profitiert man im Frühjahr möglichst lange von den besser haltbaren Lagersorten.

Bei Kernobst, Wurzel- und Knollengemüse empfiehlt es sich, zunächst kleinere Exemplare zu verwerten. Durch ein gewisses Schrumpfen zum Lagerungsende lassen sie sich vergleichsweise schwieriger schälen als große Ware.

lwg

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