"Wir entscheiden selbst!"

Zwei junge Mitglieder eines Gemeinderates berichten von den ersten Sitzungen. von Lisa Tripps

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Niklas Ulshöfer und Robin Biere sind zwei der 14 Mitglieder des im Mai gewählten Bad Mergentheimer Jugendgemeinderates. Unsere Jugendredakteurin sprach mit ihnen über ihre Aufgaben.

© Lisa Tripps

Im Interview sprachen Robin Biere und Niklas Ulshöfer, zwei frisch gewählte Jugendgemeinderäte, mit unserer Jugendredaktion über ihr Engagement in jungen Jahren.

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Am 24. Mai waren die Wahlen, in denen ihr beide zu Jugendgemeinderäten gewählt worden seid. Wusstet ihr schon früh, dass ihr einmal dafür antreten wollt? Wie seid ihr dazu gekommen?

Ulshöfer: Es kamen zwei Vertreter vom Gemeinderat zu uns in die Schule und hielten darüber eine Infoveranstaltung. Dabei haben wir uns entschlossen, uns für die Wahlen aufstellen zu lassen. Man konnte dann in der Schule, im Rathaus oder auch über die Briefwahl seine Stimme abgeben.

Jetzt, da ihr im Jugendgemeinderat seid, wie kann man sich das vorstellen, was kommt auf einen zu?

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Biere: Bisher gab es erst eine Sitzung, bei der verschiedene Ämter verteilt wurden. Da gibt es einmal den Sprecher, was Niklas Ulshöfer übernommen hat, und seinen Stellvertreter, Maximilian Herz. Außerdem gibt es noch das Amt des Medienbeauftragten, wofür Anna Hofmann verantwortlich ist.

Was für Ziele habt ihr euch gesetzt, was wollt ihr als Jugendgemeinderäte erreichen?

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Ulshöfer: In der letzten Sitzung wurden schon einige Vorschläge gemacht, die beim nächsten Mal konkretisiert werden sollen und über die abgestimmt wird. Das Mitternachtsturnier ist ein mögliches Thema. Wahrscheinlich werden dabei Sportarten wie Fußball oder Volleyball stattfinden, es ist jedoch noch nichts fest.

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Biere: Außerdem haben wir darüber gesprochen, die Solymar-Therme für Jugendliche attraktiver zu machen, oder das Jugendhaus Marabu zu neuem Leben zu erwecken. Unserer Meinung nach sind diese Themen, ebenso wie das Mitternachtsturnier, sehr realistische. Wofür es jedoch einem Ausschuss geben wird und wie die einzelnen Gruppen dann diese Ideen organisieren und in die Tat umsetzen, das ist noch nicht klar.

Möchtet ihr euch später auf eurem beruflichen Weg auch in politischer Richtung entfalten?

Biere: Bisher eher nicht. Im Jugendgemeinderat ist die erste Priorität, etwas zu organisieren, wobei die Politik eher im Nebenraum steht. Das heißt, man steht nicht hinter Parteien.

Habt ihr einen bestimmen Ansprechpartner, der euch zur Verfügung steht?

Ulshöfer: Als ich bei der letzten Gemeinderatsitzung dabei war, sagten uns alle Parteien zu, als Ansprechpartner für uns zur Verfügung zu stehen. Im Grunde genommen entscheiden wir selbst über unsere Ausschüsse und setzen diese in die Tat um. Wenn es jedoch Fragen gibt, können wir uns jederzeit an die Gemeinderäte wenden.