"Es drohen hohe Strafen"

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Ob das bloße Ansehen eines urheberrechtlichen Films nun verboten ist oder nicht, ist sogar bei Juristen umstritten. Klar ist jedoch: Wer solche Filme herunterlädt oder sogar weiterverbreitet, macht sich auf alle Fälle strafbar.

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Dabei ist es egal, ob es sich um den neuesten Kino-Blockbuster, die aktuelle Lieblingsserie oder ein Fußballspiel handelt - dieses Material ist grundsätzlich urheberrechtlich geschützt und darf nicht ohne die Erlaubnis der Rechteinhaber verbreitet werden.

Finger weg von Peer-to-Peer

Beim Streamen wird keine zusätzliche Kopie des Materials angefertigt. Ein Stream ist kein direkter Download, sondern nur ein Abspielen eines online verfügbaren Videos oder Lieds. Die Datei wird also nicht auf der Festplatte des Computers gespeichert. Doch auch beim Streamen gibt es Unterschiede. Sobald das Video nicht im Browser übertragen wird, sondern man eine Zusatz-Software zum Abspielen benötigt, wird es gefährlich. Solche Programme setzen oft auf einen Peer-to-Peer-Service: Wer also mit dieser Software ein Video anschaut, stellt es zeitgleich anderen zur Verfügung. "Man sollte unbedingt die Finger von solcher Software lassen", warnte jüngst ein Jurist in einem Artikel des "Stern". Es drohen die juristische Verfolgung sowie hohe Strafen.

Noch klarer ist dies bei Tauschbörsen, die auf das BitTorrent-Prinzip setzen. Wer hier eine Datei "zieht", verteilt automatisch die bereits heruntergeladenen Teile an andere Nutzer der Software. Aus dem passiven Nutzer wird ein aktiver Weiterverbreiter urheberrechtlich geschützten Materials.

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One-Click-Hoster sind dagegen Dienste, bei denen der Anwender Dateien unmittelbar speichern kann. Die Abmahnquote bei One-Click-Hostern gehe gegen Null, sagte der Jurist. Die Dienste arbeiten nur selten mit den Behörden zusammen.