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Bundestag - Zwischen Union und SPD zeichnet sich ein enges Rennen ab / Armin Laschet liegt knapp hinter Olaf Scholz

Wahlkämpfer im Endspurt

Von 
dpa
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Berlin. Wenige Tage vor der Bundestagswahl haben SPD und CDU Siegesgewissheit demonstriert. Die Grünen kündigten an, ihre Umfragewerte übertreffen zu wollen. Die Union versuchte mit einem Programm für gleichwertige Lebensverhältnisse, noch einmal einen inhaltlichen Akzent zu setzen. Aus dem letzten TV-Triell vor der Wahl am Sonntagabend war SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in einer Umfrage unter Zuschauern erneut als Sieger hervorgegangen.

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Angesichts leicht verbesserter Umfragewerte sagte Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU): „Ich bin der festen Überzeugung, dass die Union diese Bundestagswahl gewinnen wird.“ CDU/CSU seien in einer Aufholjagd, das Rennen sei offen wie nie zuvor. Fast jeder Vierte wisse noch nicht endgültig, welche Partei er wählen werde.

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sagte: „Wir haben allen Grund zu sagen: Wir setzen auf Sieg, wir wollen die stärkste Kraft im Deutschen Bundestag werden.“ Zugleich rief er SPD-Wahlkämpfer zum Einsatz um jede Stimme auf: „Wir wissen aber auch, dass es kein Automatismus ist.“ Auf die Frage, ob ihm das Aufrücken der Union in einigen Umfragen Sorgen mache, sagte Walter-Borjans: „Was sich im Augenblick verändert hat, ist nicht die Größenordnung für die SPD, sondern wir wissen, dass es eine gewisse Verschiebung offenbar zwischen CDU und FDP geben kann.“ In den Umfragen der vergangenen sieben Tage kommt die SPD durchgängig auf 25 oder 26 Prozent, CDU/CSU liegen bei 20 bis 23, die Grünen bei 15 bis 17 Prozent. Die FDP erreicht 10 bis 13 Prozent, die Linken kommen auf 6 bis 8 und die AfD auf 11 oder 12 Prozent.

Rot-grüne Gemeinsamkeiten

SPD-Kandidat Scholz erschien am Montag überraschend persönlich zu einer Sitzung des Finanzausschusses im Bundestag zu den Ermittlungen gegen die Geldwäscheeinheit FIU und äußerte sich dort ausführlich. Wahlkampftermine im Südwesten sagte er zunächst dafür ab.

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Walter-Borjans warf der Union vor, die Ermittlungen zu skandalisieren. Es handele sich offenbar nur noch um den „letzten Strohhalm für Herrn Laschet“. Der CDU-Vorsitzende zeigte sich nach der Sitzung des Finanzausschusses unzufrieden. Es sei nicht die aufzuklärende Dimension aufgeklärt worden.

SPD-Chefin Saskia Esken und Walter-Borjans betonten die großen Schnittmengen der SPD mit den Grünen. Bereits Scholz hatte beim letzten TV-Schlagabtausch, das die Sender ProSieben, Sat.1 und Kabeleins am Sonntagabend ausstrahlten, mehrfach demonstrativ auf Übereinstimmungen mit den Grünen und deren Kandidatin Annalena Baerbock hingewiesen. Im Fall eines Wahlsiegs gilt es als wahrscheinlich, dass Scholz mit Grünen und FDP eine Koalition schmieden will. dpa

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