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Mozartfest Würzburg - Philharmonisches Orchester spielte „Sinfonia amorosa e giocosa“

Zwischen Heiterkeit und Ernst

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ferö
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Das Mozartfest Würzburg machte im letzten Jahr aus der Corona-Not eine Tugend und brachte ein von Anno Schreier zur Hundertjahrfeier des Mozartfests komponiertes Auftragswerk statt in Würzburg in Brüssel mit den dort heimischen Philharmonikern zur Welturaufführung.

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Im diesjährigen Programm des Mozartfests war Schreiers „Sinfonia amorosa e giocosa“ nunmehr als deutsche Erstaufführung im Kaisersaal der Würzburger Residenz zu hören.

Es spielte das Philharmonische Orchester Würzburg unter Leitung von Enrico Calesso. Wie in Brüssel beim Eröffnungskonzert des Festivals Musiq3 folgte auch in Würzburg als reizvoller Kontrast das Violinkonzert e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Im Mittelpunkt stand das effektvolle und kontrastreiche Geigenspiel von Carolin Widmann. Leidenschaften und spielerischen Momenten in Mozarts frühen Sinfonien war Anno Schreier mit rhythmischen Elementen der Popmusik gekonnt auf der Spur. Heiterkeit und Ernst sah Schreier „als zwei Seiten desselben Spiels.“

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Er wählte ebenso wie die italienische „Sinfonia“ drei kurze Sätze, die auf heitere Unterhaltung zielten, ohne auf dramatische Einwürfe zu verzichten. Eine expressive und emotional packend vorgetragene Komposition.

Unbeschwert soll Felix Mendelssohn Bartholdy 1844 in Bad Soden das später so beliebte Violinkonzert e-Moll op. 64 komponiert haben. Carolin Widmann brachte bereits zum Auftakt des ersten Satzes mit schlafwandlerischer Sicherheit das innige, melodiöse Hauptthema zu Gehör. Akribisch ausbalanciert wirkte die Auseinandersetzung zwischen Tutti und Solo mit nahtlosen Übergängen zwischen den drei Sätzen.

Eine Kantilene zum Dahinschmelzen bestimmte den zweiten Satz. Nur die Streicher trugen die Solo-Violine zu einem sonatenartigen Rondo im dritten und letzten Satz, der an den Elfentanz aus dem „Sommernachtstraum“ erinnerte.

Nachweislich in nur vier Tagen komponierte Mozart 1783 in Linz die Sinfonie C-Dur KV 425.

Bewundernswert verstand es das Philharmonische Orchester, den farbenreichen Reichtum der Sinfonie mit liedhaft-pastoralen Motiven einfühlsam oder zupackend auszuloten. ferö

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